In den letzten Tagen lag der Fokus ganz auf dem elektrischen BMW M3 (ZA0), für dessen Design die Garchinger mit dem M Neue Klasse Concept eine sehr konkrete Vorschau lieferten. Für viele bisherige M3-Kunden dürfte allerdings die zweite Variante des G80-Nachfolgers noch interessanter sein, denn in Form des BMW M3 (G84) wird es auch eine neue Power-Limousine mit Verbrennungsmotor geben. Was sich unter der Tarnung der bereits mehrfach erwischten Erlkönige verstecken könnte, zeigen uns nun mehrere – ausdrücklich als klassisches Rendering und ohne KI-Tools erstellte – Entwürfe von zephyr_designz.

Seine Vorschau auf den BMW M3 mit Reihensechszylinder ist in einer an Urban Green erinnernden Farbe lackiert, kommt mit gelbem Tagfahrlicht und einer interessanten Lösung für die Niere: Während das schwarze Band zwischen den Scheinwerfern im Fall des elektrischen i3 komplett geschlossen ist und praktisch nur als Bühne für eine mittels Lichtgrafik inszenierte Niere dient, erfüllt das schwarze Band hier wieder die klassische Funktion als Lufteinlass mit Nieren-Streben. Zwar kann ein Großteil des Luftbedarfs über den zentralen Lufteinlass im unteren Bereich der Frontschürze abgedeckt werden, aber möglicherweise setzt die M GmbH bei ihrem neuen Verbrenner-M3 auch auf eine ähnliche Lösung zur Optimierung der Motorraum-Durchströmung.

 

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Am Heck sehen wir eine Abgasanlage mit vier Endrohren, die unübersehbar auf den Benziner an Bord hinweisen. Manche Details wie die extrem verbreiterten Kotflügel dürften in der Serie nicht ganz so radikal ausfallen und erinnern eher an ein Widebody-Kit aus der Tuning-Szene, dennoch vermitteln die auf dem BMW i3 (NA0) basierenden Entwürfe einen interessanten Eindruck vom sportlichen Potenzial des Neue Klasse-Designs.

Abzuwarten bleibt, wie genau die M GmbH den G84 technisch aufstellt. Anders als beim aktuellen M5 oder auch beim neuen Audi RS 5 wird es sich nicht um einen Plug-in-Hybrid handeln, was ein Gewicht auf ähnlichem Niveau wie bei der aktuellen M3-Generation ermöglichen sollte. Die aktuelle Varianten-Vielfalt mit Handschalter und Automatik sowie Hecktriebler und Allradler dürfte es beim nächsten Verbrenner-M3 allerdings kaum geben, hier dürften sich die Garchinger mit Blick auf die Kosten auf eine oder zwei besonders gefragte Varianten fokussieren.

Praktisch sicher ist, dass der G84 bei den Rundenzeiten im Schatten des elektrischen BMW M3 (ZA0) mit M eDrive stehen wird: Gegen das Hightech-Setup mit vier Elektromotoren und radselektiver Kraftverteilung dürfte mit dem Verbrenner kein Kraut gewachsen sein. Der Abstand scheint dabei so groß, dass M-Chef Frank van Meel im Interview schon vor rund einem Jahr kein Geheimnis aus dem Performance-Ranking zwischen den beiden G80-Nachfolgern machen wollte.

(Photoshop-Entwurf: zephyr_designz)