Während alle Welt über den ersten elektrischen BMW M3 (ZA0) spricht, läuft am Nürburgring die parallele Entwicklung des Schwestermodells G84 mit Reihensechszylinder. Ein aktuelles Erlkönig-Video von Carspotter Jeroen zeigt uns einen Prototypen und liefert uns auch einige Sound-Eindrücke vom neuen S58 mit M Ignite, der auch an Bord des kommenden Verbrenner-M3 zum Einsatz kommen dürfte. Wie uns M-Chef Frank van Meel im Interview ankündigte, sorgt das M Ignite Verfahren nicht nur für die Einhaltung der Abgasnorm Euro-7 und einen niedrigeren Verbrauch im Vollast-Betrieb, sondern auch für einen kernigeren Sound.
Im Vergleich mit Prototypen des Elektro-M3 scheint der BMW M3 (G84) im Video über eine sichtbar längere Motorhaube zu verfügen, was mit Blick auf den darunter montierten Reihensechszylinder nicht überraschen kann. Am Heck sehen wir die M3-typischen vier Endrohre, die wie schon bei den Vorgängern relativ mittig platziert sind. Gut erkennbar sind auch die in der Mitte unterbrochene Spoiler-Lippe auf der Heckklappe und natürlich die deutlich verbreiterten Radhäuser, die Platz für eine breite Spur und die komplexe Fahrwerkstechnik der Power-Limousine schaffen.
Klar ist inzwischen, dass der Verbrenner-M3 erst im Jahr 2028 auf den Markt kommen wird. Die beiden technisch vollkommen unterschiedlichen G80-Nachfolger kommen laut Frank van Meel nicht zeitgleich auf den Markt, denn der Elektro-M3 wird bereits 2027 in den Handel kommen. Ebenso unstrittig ist, dass der elektrische ZA0 dank M eDrive mit gleich vier E-Motoren der schnellere der beiden M3 sein wird, während das Herz eingefleischter Verbrenner-Fans eher für den G84 schlagen dürfte. Wie uns der M-Chef in Goodwood bestätigte, wird es sich beim G84 definitiv nicht um einen Plug-in-Hybrid handeln, sondern um einen klassischen Verbrenner ohne Elektro-Unterstützung.
Zwar bemüht sich die M GmbH nach Kräften, auch dem Elektro-M3 mittels ausgefeiltem Sound und Features wie simulierten Gangwechseln eine überzeugende emotionale Seite anzutrainieren, aber der Verbrenner-M3 beherrscht alle diese Features ganz natürlich und ohne entsprechende Nachhilfe. Welches der beiden Fahrzeuge letztlich besser zu den individuellen Ansprüchen und Vorlieben passt, dürfte eine individuelle Frage sein – und man muss es der M GmbH hoch anrechnen, dass sie den Kunden tatsächlich die Wahl lässt.
Wie der BMW M3 (G84) zum Marktstart 2028 ungetarnt und vollständig enthüllt aussehen könnte, zeigen uns die Entwürfe von uygarspots schon jetzt eindrucksvoll.
(Erlkönig-Fotos: SHProShots)












