Auch mit einer imposanten Mehrleistung von über 100 PS gelingt es dem neuen Audi RS 5 Hybrid nicht, sich im Drag-Race gegen den aktuellen BMW M3 mit M xDrive durchzusetzen. Mat Watson von CarWow hat die beiden bayerischen Power-Limousinen zum Duell gebeten und macht dabei sichtbar, dass sich ein hohes Gewicht bei der Beschleunigung aus dem Stand auch mit deutlich mehr Leistung nur bedingt ausgleichen lässt: Zwischen der Allrad-Version des BMW M3 und dem Audi RS 5 liegen satte 565 Kilogramm, denn der Ingolstädter bringt mehr als 2,3 Tonnen auf die Waage.
Der V6-Hybrid des Audi RS 5 kombiniert einen 510 PS starken Sechszylinder mit einem 130 kW oder 177 PS starken E-Motor. Gemeinsam sorgen beide Motoren für eine Systemleistung von 639 PS und ein maximales System-Drehmoment von 825 Newtonmeter. Der Biturbo-Reihensechszylinder des BMW M3 (G80 LCI) verzichtet auf elektrische Unterstützung und tritt mit 530 PS und 650 Newtonmeter an, denn im Video sehen wir die Allrad-Variante mit M xDrive und Achtgang-Automatik.
Das erste Drag-Race sehen wir ab Minute 1:40 und tatsächlich gelingt dem schwereren Audi der bessere Start, weil die BMW Launch-Control noch nicht optimal eingestellt war. Auch im zweiten Viertelmeile-Rennen erwischt der Audi ab Minute 9:30 den besseren Start, kann den Vorsprung aber nicht bis ins Ziel bringen. Im dritten Rennen ab Minute 11:45 gelingt dem BMW der bessere Start und letztlich ein komfortabler Sieg, was auch der Blick auf die besten Zeiten bestätigt: Mit 11,3 zu 11,8 Sekunden liegt der BMW M3 deutlich vorn.
Beim rollenden Start spielt das Mehrgewicht zwar eine deutlich kleinere Rolle, aber der Audi kann seine Mehrleistung dennoch nicht wirklich ausspielen. Gleich im ersten Rolling Race ab Minute 3:15 behält der Garchinger die Oberhand, obwohl dem Audi dank der sofort verfügbaren Leistung der E-Maschine die ersten Zehntelsekunden gehören. Im zweiten Versuch aus kaum mehr als Schrittgeschwindigkeit bleibt der Audi bis zum Schluss vorn, aber offenbar sind statt einem klaren Bild zu Gunsten des stärkeren RS 5 die Ausgangsgeschwindigkeit und die Reaktionszeit des Fahrers ausschlaggebend. Dass das Mehrgewicht des Audi auch beim Bremstest ein Nachteil ist, dürfte niemanden überraschen.
Für viele Kunden dürfte die reine Performance allerdings nur einen Teil der Gleichung ausmachen: In Deutschland profitiert der Audi RS 5 zweifellos davon, dass er als Plug-in-Hybrid-Dienstwagen mit der sogenannten 0,5-Prozent-Regelung deutlich günstiger als der BMW M3 zu haben ist.
