Seit Monaten bereitet uns die M GmbH auf den ersten elektrischen BMW M3 vor, nun liefern die Garchinger nach einigen Details zur Technik auch einen offiziellen Ausblick auf das Design: Mit dem BMW M Concept Neue Klasse wird die sportliche Seite des neuen BMW i3 (NA0) in den Mittelpunkt gerückt und gezeigt, dass ein fulminanter Auftritt auch ohne vier Endrohre am Heck gelingen kann. Der Vorbote des von gleich vier Motoren angetriebenen Elektro-M3 setzt dabei nicht nur auf eine Lackierung im neuen Farbton Monza Rot, sondern vor allem auch auf unübersehbar verbreiterte Radhäuser und sichtbare Aerodynamik-Elemente.
An der Front kommt der BMW M3 (ZA0) mit einem großen Frontsplitter und riesigen Lufteinlässen, während gelbes Tagfahrlicht und eine illuminierte Niere im M-Design gemeinsam mit zwei übereinander angeordneten Positionslichtern am äußersten Rand der Frontschürze für eine absolut unverwechselbare Optik bei Tag und Nacht sorgen. Je nach Blickwinkel dürfte auch die nachgeschärfte Motorhaube ins Auge fallen, die über einen markanten Luftauslass verfügt und so auf den Kühlbedarf der Technik im Vorderwagen hinweist.

In der Seitenansicht kommen die bulligen Proportionen des kommenden Elektro-M3 besonders gut zur Geltung, Motorhaube und Heckklappe sind relativ kurz und lassen die Limousine auch optisch wie ein kompakt geschnürtes Kraftpaket wirken – selbst wenn man gerade nicht darüber nachdenkt, dass unter der Außenhaut gleich vier E-Motoren des BMW M eDrive-Antriebs stecken und den ZA0 zum bisher mit Abstand stärksten Serien-M3 aller Zeiten machen werden.
Am Heck kommt der BMW M Concept Neue Klasse zwar naturgemäß ohne Endrohre, an sportlichen Details mangelt es aber keineswegs: Die Heckklappe mit integriertem Bürzel-Spoiler ist wie schon beim M2 CS ein absoluter Hingucker, kommt aber zusätzlich mit einem mittigen Valley und wirkt so noch spezieller. Einige Zentimeter darunter trägt der Vorbote des Elektro-M3 einen mächtigen Diffusor, der die Breite des Fahrzeugs mit seinen horizontalen Linien zusätzlich betont und ungeniert den Rennsport zitiert. Ergänzend zu den vom regulären i3 bekannten Rückleuchten greift die Studie am Heck die vorderen Zusatz-Scheinwerfer erneut auf und sorgt mit zwei übereinander angeordneten Lichtpunkten für eine noch speziellere Nachtoptik.
Klar ist, dass nicht jede Lösung des BMW M Concept Neue Klasse für die spätere Serienversion bestimmt ist: Frontsplitter, Diffusor und Details wie die an filigranen Armen befestigten Außenspiegel dürften es in dieser Form eher nicht in die Serie schaffen. Dennoch macht das Showcar unmissverständlich klar, dass der erste elektrische BMW M3 optisch alles andere als ein Lesetreiter sein wird – was perfekt zum Klang des Fahrzeugs passt, für den sich die Entwickler unter anderem von V8- und V10-Motoren der M-Historie inspirieren ließen.
Etwas serienferner als das Exterieur wirkt der Innenraum, denn dieser transportiert mit Schalensitzen und Mehrpunktgurten puren Motorsport. Andere Aspekte wie das Neue Klasse-Cockpit mit Panoramic Vision Display und mit M-Farben durchleuchteten Stoff-Oberflächen könnten aber durchaus für die Serie gedacht sein. Gleiches gilt für das M-Lenkrad mit roten Setup-Knöpfen, Schaltwippen für die simulierten Schaltvorgänge und die neue Schaltzentrale zwischen den vorderen Sitzen. So deutet das Concept Car schon jetzt genau jene Mischung an, die einem BMW M3 schon immer den Spagat zwischen Motorsport-Feeling und Alltagstauglichkeit ermöglicht haben.

































































