Was in Deutschland der 3er ist, ist in den USA seit Jahren der BMW X5 – nicht nur eine der meistverkauften Baureihen, sondern auch der vielleicht wichtigste Image-Träger. Für die fünfte Generation des Oberklasse-SUV, das sich trotz anfänglicher Skepsis längst zu einem weltweiten Erfolgsmodell entwickelt hat, haben die Verantwortlichen deshalb nichts dem Zufall überlassen und stellen ihn noch breiter als seine Vorgänger auf: Der intern G65 genannte X5 ist nicht nur als Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid erhältlich, sondern kommt erstmals auch als Elektroauto namens BMW iX5 – und 2028 folgt in Form des iX5 Hydrogen mit Wasserstoff-Brennstoffzelle sogar noch eine fünfte Antriebsoption.

Beim Design besteht kein Zweifel daran, dass der neue BMW X5 (G65) vom Image der Neuen Klasse profitieren will und soll: Die im Vergleich zum Vorgänger verhältnismäßig kleine Niere erinnert stark an den iX3 (NA5), auch das schwarze Band zwischen Nieren und Scheinwerfern sowie das nur vom BMW-Logo in der Mitte unterbrochene Rückleuchten-Band am Heck zitieren den Look des Elektro-X3. Verwechslungen zwischen den beiden SUV sind dennoch unwahrscheinlich, schließlich gibt es diverse Unterscheidungsmerkmale wie das Doppel-X als Tagfahrlicht. Ein weiterer Hingucker sind die neuen Türgriffe im Winglet-Design, die wir bisher nur von den Kleinserien-Modellen Speedtop und Skytop kannten.

Auch die Abmessungen tragen ihren Teil zur Differenzierung bei: Mit einer Länge von 4,99 Meter sind BMW iX5 und X5 mehr als 20 Zentimeter länger als der iX3, dazu kommen knapp 11 Zentimeter mehr Breite und rund 8 Zentimeter mehr Höhe. Im Vergleich zum Vorgänger-X5 ist die Länge um gute neun Zentimeter gewachsen, während Breite und Höhe praktisch unverändert sind.

Dank der gewachsenen Abmessungen gibt es nicht nur etwas mehr Platz im Fond, auch das Kofferraumvolumen hinter der erstmals bei einem X5 nicht horizontal geteilten Heckklappe ist noch etwas größer geworden: Je nach Antriebsvariante stehen meist 655 bis 1.850 Liter Gepäckraum zur Verfügung, nur bei den Plug-in-Hybriden ist der Stauraum mit 525 bis 1.680 Liter etwas kleiner. Im Fall des elektrischen BMW iX5 kommt zum großen Laderaum noch ein Frunk unter der Motorhaube hinzu, dessen 53 Liter können unter anderem für das Ladekabel genutzt werden.

In der ersten Reihe erinnert der Innenraum ebenfalls stark an die Neue Klasse, genau wie im iX3 sehen wir das Panoramic Vision Display am Fuß der Frontscheibe und ein leicht zum Fahrer geneigtes 18-Zoll-Display für die Infotainment-Inhalte von iDrive X. Wie im 7er Facelift wird das Cockpit auf Wunsch um ein Beifahrer-Display ergänzt, das sich speziell an den vorderen Beifahrer richtet. Ein weiterer Hingucker findet sich in der Mittelkonsole, denn hier werden erstmals in einem Serien-Automobil mit Schiefer-Elementen rustikal-hochwertige Akzente gesetzt. Bei den Assistenzsystemen verzichtet der X5 auf jede Überraschung, hier gibt es im Wesentlichen das gleiche Paket wie im iX3 mit Autobahnassistent und Symbiotic Drive.

Die Motoren-Palette des G65 beginnt mit dem 313 PS starken Diesel X5 40d, der dank 670 Newtonmeter Drehmoment und einem Normverbrauch von rund 7 Litern auf 100 Kilometer sehr effizientes Vorankommen verspricht. Ebenfalls mit Reihensechszylinder-Motor tritt der Benziner X5 40 an, der glatte 400 PS bietet. Darüber rangieren die Plug-in-Hybride X5 50e mit 489 PS und X5 M60e mit 612 PS, die den Sechszylinder-Benziner mit E-Antrieb und bis zu 102 Kilometer Elektro-Reichweite kombinieren.

Der elektrische BMW iX5 60 xDrive tritt mit 578 PS und 805 Newtonmeter Drehmoment an, viel wichtiger sind in diesem Fall aber andere Zahlen: Dank des XXL-Akkus mit 141 kWh Netto-Kapazität kommt der Elektro-X5 auf eine WLTP-Reichweite von bis zu 845 Kilometern, womit er den iX3 übertrifft und sich im aktuellen BMW-Portfolio nur dem wesentlich kompakteteren i3 (NA0) geschlagen geben muss. Da der Akku mit bis zu 460 kW geladen werden kann, lässt sich im Idealfall innerhalb von 10 Minuten genügend Energie für 350 Kilometer Weiterfahrt nachladen.

Zum Verbrenner-Marktstart am 28. November 2026 sind zunächst elf Außenfarben erhältlich, darunter die hier gezeigten Neuheiten Vancouver Green und Grey Pine Metallic sowie die beiden matten Optionen Frozen Space Silver und Frozen Tanzanite Blue. Ab April 2027 werden zahlreiche Sonderwunsch-Lackierungen von BMW Individual hinzukommen, sodass wirklich jeder eine passende Farbe finden sollte. Da die Plug-in-Hybride und der iX5 erst am 6. März 2027 ihr Debüt geben, werden sie fast von Anfang an mit einer sehr umfassenden Farbpalette erhältlich sein.

Die Preise für den neuen BMW X5 (G65) beginnen in Deutschland bei 94.800 Euro für den X5 40d mit Reihensechszylinder-Diesel, der fast 100 PS stärkere Sechszylinder-Benziner X5 40 kostet mindestens 98.800 Euro. Für den Basis-PHEV X5 50e liegt der Grundpreis bei 102.800 Euro, womit er sich exakt auf Augenhöhe mit dem elektrischen BMW iX5 60 befindet. Teuerste Variante zum Marktstart wird naturgemäß der BMW X5 M60e sein, der als M Performance-Hybrid mit 612 PS ab 125.000 Euro zu haben ist.

Den neuen BMW iX5 60 xDrive sehen wir gleich auf den ersten Fotos mit M Sportpaket und der neuen Lackierung in Grey Pine Metallic:

Die ersten Bilder vom neuen BMW X5 ohne M Sportpaket zeigen den Einstiegs-Benziner X5 40 in der neuen Farbe Vancouver Green: