Die hohe Nachfrage nach dem BMW iX1 (U11) führt seit Jahren zu starken Verkaufszahlen, hat nun aber offenbar auch negative Folgen: Die kleineren Felgen-Optionen in 17 und 18 Zoll sind laut eines Berichts in der gedruckten Automobilwoche nicht in ausreichender Stückzahl auf Lager und können auch nicht rechtzeitig nachgeliefert werden. Ab Juni kommt es deshalb zu längeren Wartezeiten, wenn die Kunden ihren iX1 dennoch mit den überwiegend geschlossenen 17-Zöllern Sternspeiche 864 oder mit einer der drei 18-Zoll-Felgen bestellen.

Die Lösung liegt auf der Hand, hat aber auch einen Haken: Wer nicht länger als üblich warten will, kann seinen BMW iX1 natürlich mit 19 oder sogar 20 Zoll großen Felgen bestellen. Die größeren Räder sind allerdings nicht nur mit einem höheren Preis, sondern auch mit einer geringeren Reichweite verbunden – was gerade im Fall des iX1 mit seinem von Haus aus relativ kleinen Aktionsradius durchaus eine Rolle spielt. Die Einbußen fallen dabei allerdings geringer aus als in anderen Baureihen, bei denen größere Räder oft auch mit deutlich breiteren und zum Teil sportlicheren, weniger auf Effizienz getrimmten Reifen verbunden sind: Auch mit 20-Zöllern schafft der Einstiegs-iX1 nach dem jüngsten Technik-Upgrade 492 Kilometer WLTP-Reichweite, mit den beiden 19-Zöllern bleibt die Angabe sogar über der 500-Kilometer-Marke.

BMW selbst spricht gegenüber der Automobilwoche von “geringfügig längeren Lieferzeiten”, womit aber durchaus auch mehrere Monate Verzögerung gemeint sein können. Da X1 und iX1 im Werk Regensburg gebaut werden, entfällt für deutsche Kunden zumindest die lange Wartezeit durch den Atlantik-Transfer größerer X-Modelle aus Spartanburg. Auch wenn es nicht ausdrücklich erwähnt wird: Dass die gleichen Felgen auch für den BMW iX2 (U10) knapp sind, ist zumindest naheliegend.

Im bei uns monatlich gelieferten internen Baureihen-Ranking für den deutschen Markt belegt der BMW iX1 regelmäßig den Spitzenplatz unter den Elektroautos und trägt maßgeblich zum großen Erfolg des X1 bei. Im letzten Jahr kam der iX1 auf knapp 19.000 Neuzulassungen und auch im laufenden Jahr hat das elektrische Kompakt-SUV bereits nach vier Monaten einen souveränen Vorsprung auf die übrigen Elektroautos aus München.