Auf dem Weg zum Marktstart des ersten in Serie gebauten BMW iX5 Hydrogen mit Wasserstoff-Brennstoffzelle absolviert der neue X5 (G65) derzeit ein umfassendes Erprobungs- und Entwicklungs-Programm. Aktuelle Fotos zeigen den Wasserstoff-X5 bei Tests im südfranzösischen Miramas, wo die BMW Group auf einem weitläufigen Areal ideale Bedingungen für die Erprobung des komplexen Antriebsstrangs hat. Der iX5 Hydrogen macht damit weitere wichtige Schritte vom Entwicklungsprojekt zum Serienfahrzeug, denn 2028 soll das Fuel-Cell Electric Vehicle (FCEV) an der Seite von Benziner, Diesel, Plug-in-Hybrid und Elektroauto in der regulären Preisliste zu finden sein.
Technisch setzt BMW wie angekündigt auf die dritte Generation des gemeinsam mit Toyota entwickelten Brennstoffzellensystems. Bis zu 750 Kilometer WLTP-Reichweite und eine volle Betankung in weniger als fünf Minuten sollen den BMW iX5 Hydrogen besonders für Fahrer interessant machen, bei denen lange Strecken mit hohem Tempo, der Wunsch nach lokal emissionsfreier Mobilität und möglichst kurze Tankstopps im Lastenheft stehen. Zur Leistung des Serienfahrzeugs äußert sich BMW noch nicht, aber der Wasserstoff-X5 soll in weniger als 5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen.

Für die Entwicklung werden die Stärken verschiedener Standorte der BMW Group zusammengebracht: Während im Wasserstoff-Kompetenzzentrum München aktuell die nächste Prototypen-Bauphase des Brennstoffzellensystems beginnt, werden im BMW Group Werk Steyr bereits Prüfstände und Produktionsanlagen aufgebaut und Mitarbeiter geschult. Die späteren Brennstoffzellensysteme sollen dort in Serie gefertigt werden, während weitere Komponenten unter anderem aus Landshut kommen. Später werden die Antriebs-Komponenten in die USA geliefert, wo sie im Werk Spartanburg in den iX5 verbaut werden.
Zu den Stärken des BMW iX5 Hydrogen zählt, dass sein aus sieben Druckflaschen bestehender Wasserstoff-Tank die gleichen Abmessungen wie der Lithium-Ionen-Akku des elektrischen iX5 hat. Diese Lösung vereinfacht die Produktion und Montage erheblich, weil für den Wasserstoff-X5 keine teuren Individual-Lösungen im Innenraum erforderlich sind. Ob die Brennstoffzelle letztlich in den Alltag der Kunden passt, dürfte mit Blick auf das überschaubare Tankstellennetz eine sehr individuelle Frage bleiben.
Josef Hochreiter (Leiter Wasserstofffahrzeuge BMW Group): “Unser Anspruch an den BMW iX5 Hydrogen ist klar: ein echter BMW – mit Freude am Fahren. Dafür ist ein perfekt abgestimmtes Gesamtsystem entscheidend. Die aktuelle Erprobung zeigt, wie erfolgreich Brennstoffzellensystem, Hochvoltbatterie und elektrischer Antrieb bereits zusammenspielen und wie konsequent wir die Technologie in Richtung Serie entwickeln.”
Claudia Stephan (Leiterin Technologieentwicklung und Prototypenbau Brennstoffzelle BMW Group): “Der Prototypenbau ist weit mehr als die Fertigung einzelner Komponenten. Jede Bauphase hilft uns dabei, Prozesse zu optimieren, Erfahrungen zu sammeln und dieses Wissen gezielt an die Teams in Steyr weiterzugeben. Damit schaffen wir die Grundlage für die nächsten Schritte auf dem Weg zur Industrialisierung.”
































