Mit dem BMW M350 xDrive erhält der nächste 3er (G50) noch Ende 2026 ein M Performance Modell, das noch mehr Fahrspaß als der scheidende M340i (G20) verspricht. Das liegt unter anderem an einer deutlichen Leistungssteigerung, denn mit nun 326 kW oder 443 PS sowie 580 Newtonmeter Drehmoment übertrifft der M350 selbst den BMW M3 der Generation F80, der einst als erster Turbo-M3 mit 431 PS und 550 Newtonmeter startete. Verantwortlich für die Power ist in alter BMW-Tradition ein Reihensechszylinder-Motor mit 3,0 Litern Hubraum, dem ein 48-Volt-Bordnetz samt kleiner E-Maschine zur Seite steht.

Noch wichtiger als das Leistungs-Plus dürfte für viele Fahrspaß-Fans ein anderes Highlight sein, denn der BMW M350 kommt mit dem sogenannten Drift-Moment. Genau wie im 2WD-Modus des Allradantriebs M xDrive wird dabei auf Knopfdruck 100 Prozent der Kraft an die Hinterräder geschickt, was beim bisherigen M340i zeitlebens ein unerfüllter Wunsch geblieben ist. Das bisher den High Performance-Allradlern aus Garching vorbehaltene 2WD-Feature kommt an Bord des BMW M350 erstmals in ein reguläres M Performance Modell und macht den Sechszylinder-3er auf Wunsch jederzeit zum driftfreudigen Hecktriebler. Zwar wird die Funktion offiziell erst im Lauf des Jahres 2027 freigeschaltet, alle bis dahin bereits ausgelieferten BMW M350 xDrive werden aber per Remote Software Upgrade eine nachträgliche Freischaltung der Drift-Software erhalten. "

Für den Sprint von 0 auf 100 km/h benötigt der neue BMW M350 laut Werksangabe 4,1 Sekunden, die Höchstgeschwindigkeit dürfte elektronisch auf 250 km/h begrenzt bleiben. Mit der Zeit von 4,1 Sekunden unterbietet der M350 den M340i je nach Variante um zwei bis drei Zehntelsekunden, die Mehrleistung kommt also definitiv auch messbar auf der Straße an.

Zwar verfügt der 3er nicht über das Heart of Joy des elektrischen BMW i3 (NA0), aber über ein durchaus vergleichbares Querdynamik-Management zur Steuerung der fahrdynamikrelevanten Funktionen – von den Regelungsschwellen des DSC und der Kraftverteilung des Allradantriebs xDrive über die Charakteristik von Achtgang-Automatik und Adaptivem M Fahrwerk bis hin zum M Sportdifferenzial an der Hinterachse und der variablen Sportlenkung vorn.

Rein optisch wird sich der neue BMW 3er (G50) nach unseren Informationen eng am elektrischen i3 orientieren, nur das Topmodell M350 verweist mit seinen vier Endrohren unübersehbar auf den Verbrenner unter der etwas längeren Motorhaube. Ob der BMW M350 auch die vom X5 M60e bekannten M Yellow Lights als gelbes Tagfahrlicht erhält, bleibt abzuwarten.

Zumindest für den Moment wird der BMW M350 die einzige Sechszylinder-Option für G50-Kunden darstellen, dabei muss es aber nicht zwingend dauerhaft bleiben. Weitere Infos zur Motorenpalette und zum Design der neuen 3er-Reihe erwarten wir noch im Herbst, schließlich soll die Produktion des G50 noch in diesem Jahr beginnen. Dass die gleiche Technik ab 2027 auch in einem neuen BMW 3er Touring (G51) angeboten wird, liegt auf der Hand – und Kombi-Fans dürfen sich definitiv auch Hoffnungen auf einen ersten BMW M350 Touring mit 443 PS machen.