Wer an das Design von Albrecht Graf Goertz denkt, hat meist sofort den BMW 507 Roadster vor Augen. Viel weniger bekannt ist, dass sich zeitgleich noch ein weiteres Luxus-Cabriolet im BMW-Programm befand – und auch die Aluminium-Außenhaut des BMW 503 Cabrio stammt aus der Feder des Grafen. Beim Goodwood Festival of Speed wurde jetzt eines von nur drei Exemplaren präsentiert, das als Rechtslenker gebaut wurde und so gesehen zu den seltensten Serien-BMW überhaupt zählt. Doch auch wenn man die Linkslenker hinzuzählt, kommt das 503 Cabrio nur auf 139 Exemplare.
Wirtschaftlicher Erfolg war dem Fahrzeug also nie vergönnt, was mit Blick auf zur damaligen Zeit ausgesprochen ambitionierte Preise von mehr als 30.000 D-Mark nur bedingt überrascht. Zur Exklusivität trug auch der 3,2 Liter große V8 bei, der es auf stattliche 140 PS brachte und das Cabriolet laut Werksangabe in rund 13 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen konnte. Die Höchstgeschwindigkeit lag offiziell bei 190 km/h, verlangte aber mit Sicherheit einigen Anlauf und deutlich mehr Mut als heutzutage.

Zu den erlesenen Vorbesitzern des in Goodwood gezeigten BMW 503 Cabrio zählt kein geringerer als John Surtees, der es sowohl mit dem Motorrad als auch in der Formel 1 zum Weltmeister-Titel brachte und dem Fahrzeug eine absolut erstklassige Restauration und Pflege bescherte. Das zeigt sich auch im rot belederten Innenraum, der mit Telefunken-Radio, weißem Lenkrad und ebenso weißem Schalthebel für das 4-Gang-Getriebe klassischen 50er-Jahre-Luxus verkörpert.
Heute wird der Preis für das BMW 503 Cabrio auf knapp 300.000 Britische Pfund geschätzt, was in etwa 350.000 Euro entspricht. Dazu trägt auch bei, dass es sich laut dem heutigen Besitzer um ein wahres Unikat und nicht “nur” um eines von drei Fahrzeugen handelt: Der erste Besteller, Dr. Noel Bee, ließ sich seinen 503 ab Werk mit einigen Elementen des 507 aufwerten und ließ das Cabrio sowohl mit dem Motor als auch mit den Rundinstrumenten des Roadsters ausrüsten. So kommt der V8 auf mindestens 150 PS und soll sogar eine Höchstgeschwindigkeit von knapp über 200 km/h ermöglichen.



















