Ende 2026 werden die Karten im Segment der deutschen Edel-SUV neu gemischt: Egal ob Audi Q7, BMW X5 oder Mercedes GLE, alle drei Modelle sind sehr jung oder grundlegend aufgefrischt und starten mit hohen Ansprüchen ins Jahr 2027. Während Q7 und X5 ganz neu sind, handelt es sich bei der im Frühjahr vorgestellten Variante des GLE “nur” um ein zweites Facelift der bereits seit 2018 angebotenen Baureihe V167. Unser Bild-Vergleich stellt die drei Premium-Rivalen aus ähnlichen Perspektiven direkt gegenüber und macht die unterschiedlichen Design-Philosophien sichtbar.

Besonders auffällig ist, dass der BMW X5 (G65) auf eine verhältnismäßig kleine Niere setzt: Verglichen mit dem großen Kühlergrill des Mercedes GLE und dem fast die komplette Front einnehmenden Single-Frame-Grill des Audi Q7 sind die Neue-Klasse-Nieren des X5 geradezu zierlich. Wie die Bilder zeigen, mangelt es dem Münchner dennoch nicht an optischer Präsenz. Markant sind auch die Unterschiede bei der Lichttechnik: Beim Tagfahrlicht setzen GLE und X5 auf spezielle Grafiken, die passend zur Marke einen Stern oder ein X darstellen. Der Audi Q7 setzt im Gegensatz dazu auf horizontal geteilte Split-Headlights mit einem schmalen LED-Streifen oben und separaten Hauptscheinwerfern darunter.

Einheitlicher zeigt sich die Grundidee bei den Heckleuchten: Egal ob Mercedes GLE, Audi Q7 oder BMW X5, die Designer aller drei Marken setzen bei ihren Edel-SUV auf ein beinahe durchlaufendes Rückleuchten-Band. Auch hier gibt es unterschiedliche Lösungen im Detail, die Kennern auch bei Nacht eine klare Unterscheidung ermöglichen.

Die Länge der drei Edel-SUV bewegt sich unabhängig vom Hersteller nah an der 5-Meter-Marke: Während der Mercedes GLE rund 5 Zentimeter kürzer ist und der Audi Q7 die Marke um rund 5 Zentimeter übertrifft, bewegt sich der BMW X5 (G65) genau in der Mitte. Trotz ähnlicher Abmessungen gibt es nur Q7 und GLE auf Wunsch als Siebensitzer, BMW verweist in diesem Fall auf den noch größeren X7 und verzichtet beim X5 auf das Angebot einer dritten Sitzreihe.

Im Cockpit setzen alle drei auf große Displays, gehen dabei aber jeweils einen eigenen Weg: Im Mercedes GLE sehen wir den aus drei nebeneinander angeordneten 12,3-Zoll-Displays zusammengesetzten MBUX Superscreen, im Audi Q7 sehen wir ein Curved-Display sowie ein separates Beifahrer-Display und im BMW X5 gibt es mit Panoramic Vision-Display, Infotainment-Display und optionalem Passenger Screen eine weitere Spielart zur Anzeige verschiedenster Informationen.

Enorme Unterschiede gibt es bei den Antrieben und insbesondere der Antriebsvielfalt: Während der Audi Q7 in Europa zunächst nur als Diesel erhältlich ist, haben die Kunden beim BMW X5 nicht nur die Wahl zwischen Benziner, Diesel und Plug-in-Hybrid, sondern können auch zum Elektroauto iX5 und ab 2028 sogar zum iX5 Hydrogen mit Wasserstoff-Brennstoffzelle greifen. Der Mercedes GLE liegt zwischen diesen beiden Extremen, wobei Elektro-Kunden auf das EQE SUV verwiesen werden.

(Fotos: Audi / BMW / Mercedes)