Im Vergleich mit dem brandneuen Audi RS 5 Hybrid ist der BMW M3 (G80 LCI) ohne Zweifel ein echter Senior, schließlich steht er bereits auf der Zielgeraden seines Lebenszyklus. Von Altersschwäche kann dabei aber keine Rede sein, stattdessen zeigt der M3 seinem wesentlich jüngeren Rivalen konsequent die Rücklichter: Im neuesten Vergleich von Autotrader tritt der BMW M3 als Limousine mit Allradantrieb M xDrive gegen den 639 PS starken Power-Hybriden aus Ingolstadt an – mit über 100 PS weniger Leistung, aber mit einer bewährten Rezeptur für Performance auf höchstem Niveau.
Während der BMW M3 konsequent auf die Kraft eines Verbrennungsmotors setzt, hat der Audi RS 5 zusätzlich noch einen kompletten Elektroantrieb an Bord. So verfügt der RS4-Nachfolger zwar über deutlich mehr Systemleistung, aber auch über ein enormes Gewicht: 1.810 Kilogramm stehen 2.370 Kilogramm gegenüber, wir sprechen also von stattlichen 560 Kilogramm Differenz. Selbst im klassischen Dragrace genügt die Mehrleistung des RS 5 deshalb nicht für den Sieg: Ab Minute 2:00 zeigt das Video das Beschleunigungs-Duell auf der Viertelmeile, wobei der BMW M3 mit 11,18 zu 11,69 Sekunden die Oberhand behält. Auch auf der halben Meile ändert sich daran nichts, auch hier liegt der M3 mit 17,59 zu 18,34 Sekunden deutlich vorn.
Im Gegensatz zu früheren Generationen beherrscht der Audi RS 5 Hybrid dank auf Wunsch hecklastiger Kraftverteilung auch das Driften, allerdings ist das Leistungsübersteuern mit dem Allradler offenbar eher eine anerzogene Pflicht als eine locker vorgetragene Kür. Das Ergebnis zeigt sich schon nach kurzer Zeit anhand vollkommen zerstörter Hinterreifen, wie man bei Minute 7:20 eindrucksvoll sehen kann.
Auf der Rennstrecke fährt der BMW M3 buchstäblich Kreise um den neuen Audi RS 5: Trotz eines gewährten Frühstarts von 3 Sekunden und einer Ehrenrunde in einer der weitläufigen Kurven hat der Rennfahrer Adam Christodoulou im BMW M3 keine Mühe, den von Rory Reid gefahrenen RS 5 einzuholen und zu überholen. Leider fehlt dem Test ein Vergleich beider Fahrzeuge in gleichermaßen erfahrenen Händen, aber diese Übung hatte die sport auto bereits auf dem Hockenheimring erledigt – mit einem eindeutigen Ergebnis von 3,7 Sekunden Vorsprung für den BMW M3 Touring.
(Foto: Audi)
