Der neue BMW M3 (ZA0) lässt in einem neuen Erlkönig-Video seine elektrischen Muskeln spielen und gibt Vollgas auf der Nürburgring Nordschleife. Wie ein Blick auf die Kennzeichen der Erlkönige verrät, testet BMW mit mehreren verschiedenen Prototypen und kann so innerhalb kurzer Zeit viele Erfahrungen sammeln und gleichzeitig bequem verschiedene Setups miteinander vergleichen. Das ist auch notwendig, denn mit der Abstimmung des Zusammenspiels von gleich vier E-Motoren haben die Techniker eine ganz Aufgabe vor sich, der sie sich zumindest in dieser Form noch nie zuvor stellen mussten.
Hinzu kommt die Herausforderung, auch emotionalisierende Features wie die simulierten Gangwechsel und natürlich den künstlich erzeugten Sound des BMW M3 (ZA0) in der Praxis zu erproben. Ziel der Reminiszenzen ans Verbrenner-Zeitalter ist es schließlich, den Fahrer auch auf der Rennstrecke zu unterstützen und ihm beispielsweise über den Klang des Antriebs und die bereits durchgeführten Gangwechsel ein unterbewusstes Gefühl dafür zu vermitteln, wie schnell er gerade unterwegs ist. Hinzu kommen all jene Aspekte der Fahrwerksabstimmung, die den M-Entwicklern bestens vertraut sind und die ihnen in den letzten Jahren unzählige Lorbeeren eingebracht haben.
Unter der stark verbreiterten Karosserie des ersten elektrischen BMW M3 sorgt das neu entwickelte M eDrive für eine ideale Nutzung der vier Elektromotoren. Jeweils ein Motor pro Rad erlaubt eine individuelle Ansteuerung und eine Form von Torque Vectoring, die mit einem klassischen Antrieb niemals darstellbar wäre. BMW verspricht einen deutlichen Fortschritt in Sachen Fahrdynamik und schon jetzt liegt auf der Hand, dass der Elektro-M3 2027 nicht nur beim Sprint, sondern vor allem auch auf der Rennstrecke extrem schnell werden soll.
Trotz aller Elektro-Power müssen sich auch Verbrenner-Fans nicht vom M3 verabschieden: Mit dem BMW M3 (G84) kommt 2028 auch ein G80-Nachfolger mit dem kürzlich per M Ignite weiterentwickelten Reihensechszylinder S58. BMW M hat inzwischen ausdrücklich klargestellt, dass dabei kein Plug-in-Hybrid nach dem Vorbild des aktuellen M5 vorgesehen ist und das technische Konzept stattdessen nah am G80 bleibt.
