Mit einem starken 2. Quartal setzt die BMW Group in den USA ein Ausrufezeichen: Auch wenn die Geschäfte vielerorts besser laufen könnten, ist der zweitgrößte Einzelmarkt des Unternehmens derzeit eine tragende Säule für die weltweiten Verkaufszahlen. In Q2 2026 konnte der US-Absatz um 13,0 Prozent auf 102.713 Einheiten gesteigert werden, wozu die Pkw- und die SUV-Baureihen mit 12,8 beziehungsweise 13,2 Prozent Steigerung in ganz ähnlichem Maß beigetragen haben. Nicht ganz auf dem Niveau des Vorjahres bewegte sich der MINI-Absatz im zweiten Quartal, hier gab es einen Rückgang um 2,1 Prozentpunkte auf 7.456 Einheiten.

Die von April bis Juni meistverkaufte Baureihe war etwas überraschend der BMW X5, der trotz des unmittelbar bevorstehenden Modellwechsels auf großes Interesse stieß. Ob die gerade präsentierte fünfte X5-Generation (G65) an die Erfolge des Vorgängers (G05) anknüpfen kann, wird sich gegen Ende des Jahres zeigen. Gleich hinter dem X5 liegt der BMW X3 (G45), der dabei von der Unterscheidung zwischen 3er- und 4er-Reihe profitiert: Würde man die Mittelklasse-Pkw zusammen betrachten, lägen sie im 2. Quartal 2026 knapp vor den Mittelklasse-SUV X3 und X4.

Insgesamt bleiben die X-Baureihen der größte Erfolgsfaktor in den USA: Die ‘Light Trucks’ stehen für 53,6 Prozent des US-Absatzes und legten im Vergleich zum Vorjahresquartal um 13,2 Prozent zu. Zählt man auch die aus Europa importierten X1 und X2 hinzu, stehen die X-Baureihen sogar für 64,2 Prozent der US-Verkaufszahlen im zweiten Quartal. Dieser Anteil dürfte in den nächsten Monaten noch größer werden: Mit der Einführung des BMW iX3 der Neuen Klasse, dessen US-Marktstart erst im Sommer stattfinden wird, sowie des neuen X5 und iX5 (G65) stehen wichtige Neuerungen bei den Kernbaureihen vor der Tür und auch der kommende BMW iX4 (NA6) dürfte bei vielen amerikanischen Kunden auf großes Interesse stoßen.

Für das 1. Halbjahr sehen die US-Zahlen aufgrund des schwächeren 1. Quartals nicht ganz so gut aus, der BMW-Absatz liegt nach sechs Monaten aber dennoch 4,7 Prozent über Vorjahr. Da der MINI-Absatz im gleichen Zeitraum 6,0 Prozent geschrumpft ist, ergibt sich für die BMW Group insgesamt ein moderates Plus von 3,9 Prozent. Was diese Zahlen letztlich Wert sind, wird der Vergleich mit Audi und Mercedes in den nächsten Tagen zeigen.