Humanoide Roboter werden in den Werken der BMW Group ein immer häufigerer Anblick. Nach dem erfolgreichen Abschluss der mehrmonatigen Tests in Spartanburg und der Einführung von Physical AI im Werk Leipzig kommt nun Figure 03 und soll in Spartanburg in die Fußstapfen seines Vorgängers treten. Die dritte Generation der Roboter von Figure AI soll primär in der Logistik-Abteilung des Werks arbeiten und dort für komplexe Sequenzierungs-Anwendungen genutzt werden, für die bisher Mitarbeiter aus Fleisch und Blut zum Einsatz kamen.
Im Vergleich zur zweiten Generation verfügt Figure 03 über mehrere neue und weiterentwickelte Funktionen, die den Einsatz in neuen Umgebungen ermöglichen. Unter anderem wurden die Hände mit taktilen Sensoren und sogar Kameras in den Handflächen ausgerüstet, um sie noch präziser einsetzen zu können. Generell kommen an einigen Stellen weichere Komponenten zum Einsatz, was die Sicherheit steigert und mögliche Schäden durch zu festes Zupacken minimiert. Außerdem erleichtert Speech-to-Speech-Kommunikation die Abstimmung mit menschlichen Kollegen und Vorgesetzten, während die Möglichkeit zum kabellosen Laden der Akkus die Verfügbarkeit verbessert.

An seinem neuen Arbeitsplatz in der Logistik wird Figure 03 unsortiert angelieferte Komponenten sichert und nach exakten Vorgaben in einen Sequenzierungswagen einsortieren. Gerade solchen monotonen, ergonomisch anspruchsvollen und zugleich sicherheits- und prozessrelevanten Tätigkeiten könnten künftig immer öfter von Robotern erledigt werden, damit die bisher damit betrauten Menschen geschont oder für noch anspruchsvollere Tätigkeiten eingesetzt werden können.
Dass humanoide Roboter vielseitig einsetzbar sind, zeigte bereits Figure 02: Er unterstützte die Produktion in Spartanburg über einen Zeitraum von 10 Monaten und positionierte dabei Blechteile für den Schweißprozess. Hierbei sind Geschwindigkeit und Präzision gleichermaßen gefragt – zwei Eigenschaften, die ein Roboter ohne jede Ermüdung über viele Stunden hinweg bieten kann.
Ulrich Wieland (Vice President of Production Control and Logistics, BMW Manufacturing): “Das Werk Spartanburg ist die Wiege der humanoiden Robotik im operativen Tagesgeschäft der BMW Group. Nachdem wir bereits einen Piloten mit dem Figure 02 in unserem Karosseriebau erfolgreich abgeschlossen haben, freuen wir uns nun darauf, den Figure 03 für einen Sequenzierungs-Anwendungsfall in der Logistik einzusetzen.”
Brett Adcock (Gründer und CEO von Figure AI): “Unser elfmonatiger Einsatz von Figure 02 hat bewiesen, dass Humanoide längst keine Laborexperimente mehr sind – sie können ein wertvoller Bestandteil beim Aufbau einer flexiblen, zuverlässigen Fertigungsbelegschaft sein. Wir freuen uns darauf, unsere Arbeit in Spartanburg fortzusetzen, während Figure die Komplexität der Montage- und Logistikhalle bewältigt.
Der Roboter verfügt über mehrere neue Funktionen für erweiterte Anwendungsmöglichkeiten. Dazu zählen weiche Komponenten zur Erhöhung der Sicherheit, kabelloses Laden für eine höhere Verfügbarkeit, Audiofunktionen für Speech-to-Speech-Kommunikation sowie verbesserte Hände mit taktilen Sensoren und Kameras in den Handflächen für mehr Präzision und Geschicklichkeit.”







