Der X5 mit der größten Stückzahl wird er sicher nicht werden, dennoch ist der neue BMW iX5 Hydrogen mit Wasserstoff-Brennstoffzelle ohne Frage eines der spannendsten BMW-Serienfahrzeuge der letzten Jahre. 2028 soll der Wasserstoff-X5 in Serie gehen und vor allem in Japan, aber auch in ausgewählten europäischen Märkten eine interessante Alternative zum restlichen Antriebs-Portfolio darstellen. Dabei wird dem FCEV (Fuel Cell Electric Vehicle) praktisch das Maximum an interner Konkurrenz gegenübergestellt, denn den neuen X5 gibt es auch als Benziner und Diesel (ICE), als Plug-in-Hybrid (PHEV) und als reines Elektroauto (BEV).

Auf den ersten Fotos sehen wir den BMW iX5 Hydrogen in Weiß und mit einer dezenten Folierung, beim Serienfahrzeug könnte sich der Look natürlich noch ein wenig verändern und auch ein Entfall der Wasserstoff-Folierung ist auf jeden Fall denkbar. Sieht man von der hellblauen Dekor-Beklebung ab, lässt sich der iX5 Hydrogen praktisch nicht von den übrigen Varianten des neuen X5 (G65) unterscheiden. Möglich wird die außen wie innen identische Optik durch die einzigartige Integration der Wasserstoff-Tanks, denn die sieben 700-bar-Druckflaschen mit genügend Platz für mindestens sieben Kilogramm H2 werden so im Unterboden platziert, dass sie genau den gleichen Bauraum wie der große Lithium-Ionen-Akku des Elektro-X5 nutzen können.

Bereits seit einigen Wochen ist klar, dass der BMW iX5 Hydrogen 2028 eine WLTP-Reichweite von rund 750 Kilometern bieten soll. Damit kommt er nicht ganz an den Elektro-iX5 heran, der dank seines über 140 kWh großen Akku-Pakets auf einen Aktionsradius von bis zu 845 Kilometern kommt. Und auch wenn der BEV-iX5 mit bis zu 460 kW geladen werden kann: An die unter fünf Minuten Tankzeit des Wasserstoff-iX5 kommt er nicht heran.

Genau wie bei den bisherigen Prototypen und Kleinserien stammt die Brennstoffzelle auch beim neuen iX5 von Toyota, allerdings ist die 3. Generation rund 25 Prozent effizienter und leistungsfähiger geworden. Wie gut das Gesamtpaket letztlich wird und wie groß die tatsächliche Nachfrage nach dem FCEV sein wird, werden wir gegen Ende des Jahrzehnts sehen.