Mit dem Näherrücken der 24 Stunden von Le Mans nimmt der BMW M Hybrid V8 langsam aber sicher richtig Fahrt auf: Bei den 100 Minuten in den Straßen von Detroit feierte das Team WRT bereits das dritte IMSA-Podium in Serie und bringt sich damit weiter in Schwung für das wichtigste Rennen des Jahres. Geschlagen geben mussten sich Philipp Eng und Marco Wittmann im BMW M Hybrid V8 mit der Startnummer 25 lediglich dem Cadillac V-Series.R mit der 31, der mit knapp sechs Sekunden Vorsprung ins Ziel kam. Komplettiert wurde das Podium von einem weiteren Cadillac, erst dahinter folgten die ersten Acura ARX-06 und Porsche 963.
Für das Schwesterfahrzeug mit der Nummer 24 lief das Rennen weniger erfreulich: Aufgrund zu niedrigem Reifendruck musste der LMDh-Rennwagen von Sheldon van der Linde und Dries Vanthoor früher als geplant zum ersten Boxenstopp, in der Folge gab es im dichten Verkehr gleich mehrere kleinere Kollissionen und schließlich keine Chance auf ein gutes Ergebnis mehr. Zwar hat der enge Stadtkurs in Detroit eine völlig andere Charakteristik als Le Mans und auch der Zeitrahmen ist mit 100 Minuten ein völlig anderer, aber das starke Ergebnis zeigt dennoch das insgesamt verbesserte Performance-Niveau des BMW M Hybrid V8 und auch die in den letzten Jahren gewonnene Erfahrung in Sachen Strategie.

In den letzten Wochen durfte das Team WRT bereits einen dritten Platz in Laguna Seca und natürlich den WEC-Doppelsieg in Spa-Francorchamps feiern. Das Highlight der Saison folgt Mitte Juni beim 24-Stunden-Rennen in Le Mans, auf das hunderttausende Fans schon jetzt hinfiebern.
Knapp am Podium vorbei fuhren Connor De Phillippi und Neil Verhagen im BMW M4 GT3 Evo von Paul Miller Racing, sie landeten nach einer turbulenten Schlussphase ‘nur’ auf dem vierten Rang. In der GTD Pro-Klasse mussten sie sich hinter Chevrolet Corvette Z06 GT3.R, Lamborghini Temerario GT3 und Ford Mustang GT3 einreihen.
Vincent Vosse (Teamchef BMW M Team WRT): „Gratulation an die #25 Crew zu einem perfekt ausgeführten Rennen mit sehr guter Strategie und starker Pace. Das Podium ist der verdiente Lohn dafür! Leider mussten wir mit der Nummer 24 früher an die Box als geplant und steckten dadurch im Verkehr fest. Das ist speziell auf einem engen Stadtkurs wie in Detroit ein Problem. So kam es dann auch zu einigen Berührungen und in der Folge zu Strafen.“
Philipp Eng (#25 BMW M Hybrid V8, BMW M Team WRT, 2. Platz GTP): „Vielen Dank an das gesamte Team. Das war ein strategisches Meisterstück! Marco ist einen starken ersten Stint gefahren, und nachdem uns unser Boxenstopp auf Platz zwei gebracht hatte, musste ich das Ergebnis nur noch ins Ziel bringen. Das ist auf einem engen Kurs wie hier in Detroit aber leichter gesagt als getan. Doch am Ende hat es funktioniert. Ich freue mich sehr für die ganze Crew.“
Marco Wittmann (#25 BMW M Hybrid V8, BMW M Team WRT, 2. Platz GTP): „Das zweite Podium in Folge fühlt sich sehr gut an. Ich hatte einen schwierigen Start ins Rennen und habe ein paar Plätze verloren. In dem Moment war klar, dass wir nur nach vorn kommen können, wenn wir bei der Strategie etwas anderes probieren. Ich habe also so viel Energie wie möglich gespart, um einen Overcut zu versuchen. Das hat super geklappt, und das Team hat es geschafft, uns bei unserem Boxenstopp an den anderen vorbei auf Platz zwei zu bringen. Philipp hat danach einen super Job gemacht. Vielen Dank an alle!“
Sheldon van der Linde (#24 BMW M Hybrid V8, BMW M Team WRT, 9. Platz GTP): „Wir hatten das Potenzial, um die Spitze zu kämpfen, haben unsere Pace aber nicht gut umgesetzt. Schon im Qualifying hatten wir Pech mit einer roten Flagge vor unserer schnellsten Runde. So mussten wir weiter hinten starten als erhofft. Dennoch lief es zunächst gut, und wir waren schon auf Platz drei, als alles begann schiefzulaufen. Erst der frühere Boxenstopp wegen des Reifendrucks, und dann Berührungen und Strafen, die uns weit zurückgeworfen haben. Letztlich ein Rennen zum Vergessen. In der fehlerfeien Ausführung der Rennen müssen wir dringend besser werden.“
Connor De Phillippi (#1 BMW M4 GT3 EVO, Paul Miller Racing, 4. Platz GTD PRO): „Platz vier ist so ziemlich das Beste, was wir mit der Rennpace, die unser Fahrzeug an diesem Wochenende hatte, erreichen konnten. Das sind wichtige Punkte für die Meisterschaft. Dennoch müssen wir uns genau anschauen, woran es gelegen hat, dass wir hier nicht aus eigener Kraft ums Podium kämpfen konnten. Denn beim nächsten Rennen in Watkins Glen wollen wir wieder ganz vorne angreifen.“
(Fotos: BMW Motorsport)



























