Die Generalprobe für das 24-Stunden-Rennen in Le Mans 2026 hätte für BMW Motorsport nicht besser laufen können: Bei den 6 Stunden von Spa-Francorchamps war das Team WRT nicht zu schlagen und konnte beim ersten WEC-Sieg des BMW M Hybrid V8 sogar gleich einen Doppelsieg feiern. Die Ehre des Sieges sicherten sich dabei Robin Frijns, René Rast und Sheldon van der Linde im BMW mit der Startnummer 20, die Teamkollegen Kevin Magnussen, Raffaele Marciello und Dries Vanthoor fuhren im Hypercar mit der Startnummer 15 auf den zweiten Rang und konnten dabei die versammelte Konkurrenz von Ferrari, Aston Martin, Toyota, Peugeot, Cadillac, Alpine und Genesis hinter sich lassen.

Die über 100.000 Zuschauer an der Strecke sahen ein abwechslungsreiches Rennen, das von diversen Zwischenfällen und insgesamt drei Safety Car-Phasen geprägt war. Die beiden BMW M Hybrid V8 hielten sich dabei nicht nur aus allem größeren Ärger heraus, das Hypercar mit der #20 schlug mit einer von der Masse abweichenden Strategie auch einen echten Vorteil aus dem ersten Safety Car: Frijns, Rast und van der Linde fuhren voll auf Angriff und profitierten von den folgenden Safety Cars, die weitere Tankstopps mit perfekt zur Strategie passendem Timing ermöglichten.

Deutlich weniger gut lief es für die BMW M4 GT3 Evo, die in Spa weit von ihren besten Auftritten entfernt blieben. Nach sechs Stunden standen für die beiden vom Team WRT eingesetzten M4 mit den Startnummern 69 und 32 lediglich die Plätze 11 und 14 zu Buche. Ungewollt hatte sich der BMW mit der 32 auch noch in den Kampf um den Sieg eingemischt, als er beim Anbremsen der ersten Kurve mit einem Porsche kollidierte und schließlich den Ferrari #51 traf.

Sowohl die M4 als auch die siegreichen BMW M Hybrid V8-Rennwagen trugen einen letzten Gruß für Alex Zanardi auf der Karosserie und verabschiedeten sich damit von der kürzlich verstorbenen italienischen Motorsport-Legende.

(Fotos: BMW Motorsport)