Diesel-Nachprüfung: KBA und BMW kritisieren DUH-Test

News | 15.02.2018 von 62

Früher als gedacht hat das KBA die Ergebnisse seiner Nachprüfung des BMW Diesel-Motors im 320d veröffentlicht. Die Nachprüfung wurde durch einen “Test” der Deutschen Umwelthilfe …

Früher als gedacht hat das KBA die Ergebnisse seiner Nachprüfung des BMW Diesel-Motors im 320d veröffentlicht. Die Nachprüfung wurde durch einen “Test” der Deutschen Umwelthilfe (DUH) ausgelöst, bei dem erhöhte Emissionen festgestellt wurden. Unmissverständlich heißt es im kurzen Statement der Bundesbehörde: “Das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) hat das Modell BMW 320d Euro 6 untersucht und eigene Messungen durchgeführt. Die Abgasemissionen auf dem Rollenprüfstand und auch auf der Straße sind unter normalen Betriebsbedingungen nicht zu beanstanden. Es konnten keine unzulässigen Abschalteinrichtungen festgestellt werden. Die von der Deutschen Umwelthilfe ermittelten Ergebnisse mit erhöhten NOx-Emissionen sind auf nicht normale Betriebsbedingungen zurückzuführen. Daher besteht keine Veranlassung zur Einleitung von Maßnahmen.”

Mit anderen Worten: Die Vorwürfe der DUH in Richtung BMW entbehren jeder Grundlage. Was das KBA “nicht normale Betriebsbedingungen” nennt, war nichts anderes als das Provozieren skandalträchtiger Schlagzeilen, um BMW zu schaden. Auf seriösem Weg lassen sich dem BMW 320d und der Diesel-Abgasreinigung des B47-Motors allem Anschein nach keine Verfehlungen nachweisen. Die DUH hat damit ein weiteres Mal unter Beweis gestellt, mit wieviel Vorsicht ihre vermeintlichen Tests und Untersuchungen zu genießen sind.

BMW selbst hat ebenfalls eine Stellungnahme zur Nachprüfung durch das KBA veröffentlicht und stellt nüchtern fest:

Das Kraftfahrtbundesamt (KBA) hat heute das Ergebnis der Prüfung des BMW 320d veröffentlicht, dessen Abgasverhalten von der Deutschen Umwelthilfe im Dezember 2017 kritisiert worden war. Nach Prüfung durch das KBA steht fest: Das getestete Fahrzeug erfüllt die rechtlichen Vorgaben vollumfänglich.
Die jetzt veröffentlichten Ergebnisse der aktuellen KBA-Untersuchungen bestätigen einmal mehr, was auch eine Vielzahl behördlicher Nachprüfungen weltweit belegt haben: Es gibt bei der BMW Group keinerlei illegalen Aktivitäten und technische Vorkehrungen, um den Prüfmodus zur Erhebung von Emissionen zu beeinflussen.
Das gilt selbstverständlich auch für den jüngst kritisierten BMW 320d. Ergebnisse umfangreicher Prüfstands- und Straßen-Testserien belegen das. Der TÜV Süd bestätigte bereits 2015 hinsichtlich der Fahrzeuge der BMW Group: „Alle getesteten Fahrzeuge liegen bei den NOx-Werten (…) innerhalb der technisch erklärbaren sowie erwarteten Toleranz und zeigen aus TÜV SÜD Sicht ein sehr robustes Abgasverhalten.“ Konkret bedeutet dies: Die für die Abgasbehandlung erforderlichen Emissionskontrollsysteme decken in ihrer Wirksamkeit die typische Kundenfahrweise vollumfänglich ab. Es liegen keinerlei Eingriffe („Manipulation“) vor, die Auswirkungen auf die Emissionen des Fahrzeugs hätten.
Die KBA-Testergebnisse lassen darüber hinaus darauf schließen, dass die von der Deutschen Umwelthilfe (DUH) bemängelten Abgaswerte durch erzwungene Fahrsituationen und fehlerhafte Versuchsdurchführung zustande kamen. Diese sind nicht repräsentativ.

BMW-Entwicklungsvorstand Klaus Fröhlich ergänzt: “Grundsätzlich gilt: Fahrzeuge der BMW Group werden nicht manipuliert. Unsere Dieselmotoren sind sauber. Darauf können sich Öffentlichkeit und Politik, vor allem aber unsere Kunden und Mitarbeiter verlassen. Die KBA-Testergebnisse zeigen in aller Deutlichkeit: Das geprüfte Fahrzeug wurde nicht manipuliert. Das Vorgehen der DUH halten wir deshalb für unseriös und ohne jegliche Aussagekraft.”

(Foto: KBA)

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