BMW M Hybrid: Sportwagen mit i-Technik wird wahrscheinlicher

BMW i, BMW M | 16.06.2017 von 61

Der erste BMW M Hybrid mit Know-How von BMW i scheint nur noch eine Frage der Zeit zu sein. Hinweise auf eine Lockerung der i-M-Trennung verdichten sich.

Bislang war bei BMW die Trennung klar: unter dem M-Label erscheinen klassische Sportwagen mit leistungsstarken Sechs- oder Achtzylinder-Motoren und BMW i und iPerformance übernehmen alles, was mit Hybrid- oder Elektromodellen zutun hat. Mittlerweile verdichten sich jedoch die Hinweise, dass die Münchner diese deutliche Abgrenzung der einzelnen Submarken in den kommenden Jahren nicht beibehalten werden.

Bereits im Januar äußerte BMW M-Chef Frank van Meel gegenüber britischen Medien die Einschätzung, M-Fahrzeuge mit Hybrid- oder reinem Elektroantrieb seien letztendlich nur eine Frage der Zeit. Mittlerweile ist in München offenbar auch die bislang ausgeschlossene Kooperation zwischen i und M kein Tabu-Thema mehr. Das australische Autoportal caradvice zitiert BMW Chef-Produktmanager Alexander Kotouc, wonach beispielsweise ein elektrifizierter Supersportwagen theoretisch auch ein “iM”-Fahrzeug werden könnte.


Bislang nur im Fahrertraining der Driving Experience: BMW i meets M

Die Gründe für diese Neuausrichtung der Produktstrategie liegen auf der Hand. Einerseits sehen sich die Entwickler mit immer strengeren CO2-Obergrenzen konfrontiert, die sich in der von BMW M gewohnten Leistungsklasse mit rein-verbrennungsmotorischem Antrieb kaum noch darstellen lassen. Andererseits können zusätzliche E-Motoren in Verbindung mit einem klassischen Verbrenner unstrittig Vorteile bei der Performance bringen – vorausgesetzt, das zusätzliche Gewicht der Akku-Pakete hält sich in Grenzen.

Auch die Kunden stehen sportlichen Hybrid-Modellen offenbar aufgeschlossen gegenüber: laut Alexander Kotouc wird schon heute ein Großteil der BMW iPerformance Plug-in Hybride mit M Sportpaket verkauft. Und Zweifler dürften sich spätestens bei einer Probefahrt überzeugen lassen, wenn mehrere hundert Newtonmeter Drehmoment ansatzlos zur Verfügung stehen und für ein extrem souveränes Fahrerlebnis sorgen. Da die Technik derzeit immer häufiger verbaut und der Umgang damit auch für die Ingenieure und Entwickler immer selbstverständlicher wird, liegt ein Umstand praktisch auf der Hand: Der erste BMW M Hybrid ist näher an der Serienreife, als viele denken.

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