BMW i3 REx Roadtrip Teil Fünf: Von Burnouts und Bugattis

BMW i, BMW i3 | 17.09.2014 von 3
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Am fünften Tag unseres Roadtrips machen wir beinahe ein paar schwarze Streifen, genießen vierhundert alte Autos und schicken unseren BMW i3 mit Range Extender über …

Am fünften Tag unseres Roadtrips machen wir beinahe ein paar schwarze Streifen, genießen vierhundert alte Autos und schicken unseren BMW i3 mit Range Extender über Nacht ins Kloster.

Etappe 5: Von Colmar nach St.Blasien

„Klapp mal den Spiegel ein, sonst passt das nicht!“ – Millimeterarbeit am Morgen lässt jegliche Urbedürfnisse nach Kaffee, Brötchen und Zeitung sofort in Vergessenheit geraten. Wenn wir in den letzten Tagen auf unserem Roadtrip etwas gelernt haben, dann ist es Ruhe zu bewahren. Zum Beispiel, wenn man so schnell wie es geht zu einem Termin in Mulhouse muss, aber der Hinterhof des Hotels in Colmar leider mit Mülltonnen vollgestellt ist. In der Nacht haben wir die Akkuzellen unseres BMW i3 über eine Steckdose im Frühstücksraum mit frischem Strom versorgt, nun versuchen wir das Auto kratzerfrei zurück auf die Straße zu bringen.

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Dabei erweist es sich als äußerst hilfreich, dass die Ingenieure den i3 vor allem als Auto für die Stadt konzipiert haben. Parkpiepser gibt es vorn und hinten, außerdem eine ausgesprochen hochauflösende Rückfahrkamera und lediglich 9,70 Meter Wendekreis – ein absolutes Highlight fürs Rangieren auf französischen Hotelhinterhöfen. Und so tasten wir uns mit vollem Lenkeinschlag und dem fein dosierbaren E-Antrieb Millimeter für Millimeter in Richtung Freiheit.

Geschafft! Schnell noch in die Waschanlage, hübsch machen für den großen Auftritt, dann fahren wir über die ausnahmsweise mautfreie Autobahn vierzig ziemlich stauige Kilometer bis nach Mulhouse. Im ewigen Stop-and-Go-Verkehr erweist sich einmal mehr die Rekuperationswirkung des Fahrpedals als ziemlich hilfreich. Heißt auf Deutsch: Wenn man den Fuß ganz vom Gas nimmt, verzögert der i3 bis zum Stillstand und speichert dabei Bremsenergie. Eine Besonderheit, die man nach kurzer Eingewöhnungszeit nicht mehr missen möchte.

Noch gemütlicher wird es, wenn man außerdem noch Stauassistent und Tempomat mit Abstandshalter aktiviert. Dann fährt der i3 praktisch von selbst, korrigiert bis 40 km/h sogar die Spur mit automatischen Lenkeingriffen. Beste Gelegenheit, einmal kurz über unser erstes Tagesziel zu berichten: die Sammlung Schlumpf in Mulhouse.

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Das mit rund 25.000 Quadratmeter Ausstellungsfläche größte Automuseum der Welt ist das Vermächtnis zweier automobilvernarrter Textilfabrikanten, die zwischen den Jahren 1961 und 1963 über 400 Oldtimer sammelten – darunter gefühlt die gesamte Produktion des legendären Ettore Bugatti aus dem nahen Molsheim. Doch nicht die etlichen Superlative machen die „Cité de l’Automobile“ zu einem Highlight für jeden Autofan, sondern vielmehr die gewisse Schrulligkeit und Unaufgeregtheit, mit der die millionenschweren Exponate Seite an Seite präsentiert werden. So stützen etwa 800 originalgetreue Nachbildungen von Pariser Straßenlaternen das Dach der Haupthalle.

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Endlich am Hintereingang der Sammlung angelangt, treffen wir Martin Biju-Duval. Interessiert fragt der Museumsdirektor nach dem bisherigen Gelingen unseres Roadtrips mit dem i3 – die paar Meter bis zur neuen hauseigenen Vorfürstrecke mitfahren möchte der Herr über 80 (!) historische Bugatti freilich nicht. 2006 wurde das Museum um einen neuen Eingangsbereich erweitert und vor drei Jahren kam schließlich das „Autodrom“ hinzu, auf dem wir gleich ein paar Runden drehen dürfen. Monsieur Biju-Duval deutet spitzbübisch lachend auf die schwarzen Burnout-Streifen und Donuts auf dem Asphalt: „Wir hatten hier letztes Wochenende ein Muscle-Car-Treffen“.

Beim BMW i3 verhindert die Elektronik zwar postpubertären Gummiabrieb beim Anfahren, brachialen Punch entwickelt der Elektromotor trotzdem – ein paar dynamische Fotos mit dem Museumgebäude als Kulisse lassen wir uns gewiss nicht nehmen. Der Direktor wünscht lächelnd „viel Vergnügen“ und verabschiedet sich.

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Ein paar per „Traktions-Modus“ verspätete ESP-Eingriffe später – so lässt der i3 sogar dezente Heck-Schwenks zu – legt die Begleiterin schließlich zufrieden die Kamera zur Seite und wir machen uns auf den Weg, die automobilen Kulturgüter im Inneren des gewaltigen Backsteinbaus zu betrachten. Zwei Bugatti Typ 41 Royale besitzt das Museum – und einen Nachbau des „Jamais Contente“, ein Elektroauto, das 1898 einen Geschwindigkeitsrekord von über 100 km/h aufstellte.

„Du weißt, ich mag Autos. Aber vierhundert Oldtimer werden mir glaub ich irgendwann zu viel“, sagt die Begleiterin mit skeptischem Blick. Als wir nach einigen Stunden wieder im Auto sitzen und Frankreich in Richtung Schwarzwald verlassen, wäre sie am liebsten noch länger in der legendären Sammlung Schlumpf geblieben.

Über verschlungene Landstraßen durchqueren wir den Hochschwarzwald, im Kopf die Bilder von Bugatti Typ 41 Royale oder der Sammlung historischer Le Mans-Rennwagen. Am frühen Abend erreichen wir schließlich unser Etappenziel St.Blasien, stellen an der Hotelrezeption die übliche Strom-Frage. Antwort: „Ein Elektroauto? Cool, wie schnell fährt man damit?“. Dass das Aufladen später kein Problem darstellt, erklärt sich wohl von selbst…

Tatsächlich bekommt unser BMW i3 REx sogar die bisher schickste Lademöglichkeit der ganzen Reise – im Innenhof der historischen Klosteranlage im Stadtzentrum. Alt trifft neu. Das hat ja schon heute Morgen im Museum in Mulhouse ganz hervorragend funktioniert.

Jonas Eling

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Zum Nachlesen – Die Etappen unseres BMW i3 Roadtrip:

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