So mancher Sportler packt erst auf der Zielgeraden sein volles Potenzial aus, im Fall des BMW Z4 Roadster der Generation G29 könnte man mehrere Monate nach Abschluss der Produktion sogar schon von einer Ehrenrunde sprechen – aber die nimmt der offene Zweisitzer offenbar mit Vollgas: Der neue Bovensiepen Spider setzt noch einmal ein dickes Ausrufezeichen und tritt in gewisser Weise in die Fußstapfen des unvergessenen Alpina Roadster S, der einst auf Basis des ersten Z4 (E85) angeboten wurde. Die junge Marke Bovensiepen setzt dabei erneut auf die Design-Expertise von Frank Stephenson, der auch schon den Bovensiepen 05 GT als Understatement-Alternative zum M5 Touring gezeichnet hat.
Während beim 800 PS starken 05 GT die Langstrecken-Qualitäten im Fokus stehen, geht es beim kompakten und nur 1.585 Kilogramm schweren Bovensiepen Spider um ungefilterten Fahrspaß unter freiem Himmel. Für den Antrieb sorgt der 3,0 Liter große Reihensechszylinder B58, der in Buchloe auf 435 PS und 580 Newtonmeter Drehmoment gepusht wird. Dank optimierter Ansaug- und Abgaswege sowie einer umfassend optimierten Kühlung sprintet der Spider nicht nur in 4,2 Sekunden von 0 auf 100, sondern auch bis zu einer Höchstgeschwindigkeit von maximal 295 km/h. Die volle Vmax gibt es zwar nur mit dem optionalen Performance-Paket, das neben der von einem 1000 Watt E-Lüfter unterstützten Kühlung auch eine zusätzliche Unterbodenversteifung mit V-Strebe und einen optimierten Hinterachsgetriebedeckel beinhaltet, aber natürlich können sich auch die serienmäßigen 260 km/h sehen lassen.

Passend zum sportlichen Anspruch setzt Bovensiepen auch bei seiner Interpretation des BMW Z4 M40i auf Leichtbau: Die 20-Zoll-Schmiederäder reduzieren die ungefederten und rotierenden Massen, während speziell abgestimmte Dämpfer für eine bestmögliche Verbindung zur Straße sorgen. Optional steht zudem eine Hochleistungsbremsanlage mit 395 Millimeter großen Scheiben an der Vorderachse zur Verfügung. Geschaltet wird grundsätzlich über eine ZF 8-Gang-Automatik, die im Sportprogramm besonders schnelle Gangwechsel ermöglicht und sich mit Hilfe der Schaltpaddle am Lenkrad auch manuell bedienen lässt.
Dem Fokus auf Fahrdynamik zum Trotz soll der Bovensiepen Spider kein kompromissloser Rennwagen für die Wochenendrunde sein. Die tiefe Sitzposition, die steife Karosserie und die direkte Lenkung sollen Fahrer und Fahrzeug eng miteinander verbinden, während der Innenraum mit unzähligen Leder- und Alcantara-Optionen zur Individualisierung in der Buchloer Sattlerei einlädt.
Exklusivität wird dabei fast so groß geschrieben wie beim Bovensiepen Zagato: Zwar ist die Karosserie weniger eigenständig und daher auch etwas weniger auffällig, aber die Stückzahl ist hier wie da auf 99 Einheiten limitiert. Schon jetzt steht fest, dass 40 Exemplare in Saphirschwarz lackiert sein werden, mit 25 Einheiten ist San Remo Grün noch etwas exklusiver. Zur Wahl stehen außerdem 20 Spider in Skyscraper Grey, 9 Stück in Thundernight Metallic und ganze 5 Stück in Frozen Grey II. Bestellungen sind ab sofort möglich, die ersten Auslieferungen sind für das erste Quartal 2027 vorgesehen. Der Grundpreis liegt bei 115.500 Euro, je nach Grad der gewünschten Individualisierung kann es aber durchaus auch etwas mehr werden.
Andreas Bovensiepen: “Seit ich Ende der neunziger Jahre bei BMW in München Teil des BMW Z8 Entwicklungsteams war, haben mich puristische Roadster fasziniert. Autos, die leicht, direkt sind und dadurch großen Fahrspaß bereiten. Sie sprechen alle Sinne an und zaubern dem Fahrer ein Lächeln ins Gesicht. Mit dem dritten Modell der Marke Bovensiepen legen wir den Fokus bewusst wieder auf ein eigenständiges Exterieurdesign.”
(Fotos: Bovensiepen)









