In einem von starken regionalen Unterschieden geprägten 1. Halbjahr 2026 konnte die BMW Group ihren weltweiten Absatz nicht ganz auf dem Niveau des Vorjahres halten: Insgesamt kommt die Kernmarke nach sechs Monaten weltweit auf 1.004.681 Einheiten und liegt damit 6,2 Prozent unter dem Vorjahreszeitraum. Da MINI allen Widrigkeiten zum Trotz um 11,7 Prozent zulegen konnte, ergibt sich für die BMW Group trotz eines ebenfalls klaren Rückgangs bei Rolls-Royce (-9,8%) ein Gesamtabsatz von 1.156.742 Premium-Automobilen und damit “nur” ein Minus von 4,2 Prozent.

Auffällig ist, dass die Zahlen in den meisten großen Regionen deutlich besser als die Gesamtzahl aussehen: In der Vertriebsregion Europa wurde der Absatz im 1. Halbjahr um 5,4 Prozent auf 496.651 Einheiten gesteigert, Amerika legte zumindest um 3,0 Prozent zu und kam so auf 244.044 Einheiten. Da diesen Steigerungen ein dickes Minus von 20,4 Prozent in der Vertriebsregion China gegenübersteht, war unterm Strich kein Wachstum mehr darstellbar. Der sogenannte Fourth Pillar mit den Märkten Osteuropas, des Mittleren Ostens, Afrikas und der Region Asien-Pazifik, liegt mit 151.751 Einheiten ebenfalls 9,6 Prozent unter dem 1. Halbjahr des Vorjahres.

Seit dem Europa-Marktstart des BMW iX3 (NA5) ziehen die Verkaufszahlen der Elektroautos deutlich an, allein im zweiten Quartal konnte in Europa ein BEV-Absatz von 81.445 Einheiten (+38%) erzielt werden. Diese Zahl zeigt auch, wie groß der Anteil Europas am Elektro-Absatz ist, denn weltweit kommen die reinelektrischen Fahrzeuge in Q2 nur auf 116.807 Einheiten – somit finden knapp 70 Prozent der BEV-Verkäufe auf dem Heimatmarkt statt.

Etwas relativieren könnten sich diese Zahlen, wenn der iX3 demnächst auch in den USA sowie als Langversion für China (NA6) erhältlich ist, denn weltweit sind inzwischen fast 100.000 Vorbestellungen für das Neue Klasse-SUV eingegangen. Weitere Impulse für den Elektro-Absatz dürften gegen Ende des Jahres die Martkstarts des BMW i3 (NA0) sowie des neuen BMW iX5 (G65) setzen.

Jochen Goller (Mitglied des Vorstands der BMW AG, zuständig für Kunde, Marken und Vertrieb): “Trotz weltweiter Herausforderungen konnten wir in den USA und Europa unseren Absatz steigern. Die Neue Klasse zeigt weiterhin ein starkes Momentum, mit dem BMW iX3 sind wir auf Kurs für den nächsten großen Meilenstein von 100.000 Auftragseingängen. Auch der BMW i3 als zweites Modell der Neuen Klasse erfreut sich kurz nach dem vorgezogenen Bestellstart bereits großer Nachfrage.”