sport auto: BMW i8 beeindruckt mit 1:15 Hockenheim-Rundenzeit

BMW i8 | 17.09.2014 von 20

Wie viel Sportwagen steckt im BMW i8? Ist der futuristisch gezeichnete Sportwagen von BMW i am Ende nur ein Showcar, das vor allem schnell aussieht …

Wie viel Sportwagen steckt im BMW i8? Ist der futuristisch gezeichnete Sportwagen von BMW i am Ende nur ein Showcar, das vor allem schnell aussieht und dann doch nicht die erhoffte Performance bieten kann? An Zweiflern und Kritikern mangelt es rund um den Hybrid-Sportler mit Carbon-Fahrgastzelle und Dreizylinder-Motor jedenfalls nicht, schließlich verfolgt der i8 ein völlig anderes Rezept als konventionelle Sportwagen.

Auch die sport auto ist entsprechend zurückhaltend an den BMW i8 herangegangen, hat ihn nun aber einem ausführlichen Einzeltest unterzogen. Und was der BMW i8 dabei zeigen konnte, nötigt auch den mit besonders hohen Ansprüchen herangehenden Experten der sport auto Respekt ab: “Die Frage, ob der i8 ein Sportwagen ist, können wir nun bejahen. Seine Rundenzeit in Hockenheim hat definitiv überrascht. Ein ausgewachsenes Rennstreckengefährt ist der i8 allerdings nicht.”

BMW-i8-Rundenzeit-Hockenheim-Ring-sport-auto-test-2014-08

Damit bestätigt Redakteur Christian Gebhardt, was BMW schon zur Premiere des i8 offiziell gesagt hat: Es handelt sich um ein Auto mit beeindruckender Performance, es ist aber nicht für die Rennstrecke gemacht. Das lässt sich auch daran ablesen, dass die Batterie-Power beim harten Rennstrecken-Einsatz von Runde zu Runde nachlässt und keine Steigerung bei den Rundenzeiten erlaubt.

Dennoch ist die ermittelte Rundenzeit von 1:15,0 aller Ehren Wert, sortiert sich der BMW i8 damit doch im Bereich von Fahrzeugen ein, an deren Sportwagen-Status keinerlei Zweifel bestehen. So liegt der aktuelle Porsche Boxster bei 1:14,9, der Jaguar F-Type wurde mit 1:15,2 gemessen und der BMW M135i landete im sport auto-Supertest bei 1:15,7 Minuten. Ein ebenfalls im aktuellen Heft getestetes BMW 435i Coupé mit M Sportpaket und M Performance-Tuning benötigte 1:17,4 Minuten für die gleiche Strecke.

Davon unberührt bleibt, das andere Fahrzeuge in Hockenheim zu deutlich schnelleren Zeiten in der Lage sind. So kam das BMW M4 Coupé im Supertest auf eine Zeit von 1:12,8 und kann diese Performance auch über mehrere Runden am Stück bieten, wozu der i8 nicht in der Lage ist. Dennoch unterstreicht die BMW i8-Rundenzeit der sport auto, dass der Plug-in-Hybrid aus München echte Sportwagen-Performance bieten kann – dass er dabei konkurrenzlos wenig Sprit verbraucht, dürfte für viele Kunden aber die wichtigere Rolle spielen.

Den kompletten BMW i8 Test gibt es in der sport auto 10/2014.

20 responses to “sport auto: BMW i8 beeindruckt mit 1:15 Hockenheim-Rundenzeit”

  1. Jupp says:

    Ohne Fachmann für Rennsport zu sein, würde ich mal behaupten, dass die Rundenzeit bereits durch breitere Reifen deutlich gesenkt werden könnte.
    Höhere Kurvengeschwindigkeiten, kürzerer Bremsweg und wahrscheinlich bessere Beschleunigung würden auf der Rennstrecke eine deutliche Sprache sprechen.

    • Shinguin says:

      Ohne Fachmann für Rennsport zu sein, würde ich mal behaupten, dass eine Rundenzeit in diesem Zeitenbereich durch breitere Reifen langsamer werden würde, da der relativ schwache Motor des i8 Probleme hätte die schwereren Felgen adäquat in Schwung zu bringen.

      • Pro_Four says:

        …”durch breitere Reifen langsamer werden würde, da der relativ schwache
        Motor des i8 Probleme hätte die schwereren Felgen adäquat in Schwung zu
        bringen.”

        Häää, was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?! Er soll durch breitere Reifen langsamer werden, weil der i8 Schwachbrüstige 362Ps leistet und anderseits die “schweren Felgen” nicht zu laufen bekommen?

        Kannst du das mal genauer erklären, denn das ergibt nur ein kauderwelsch.

        Breitere Reifen ergeben einen höheren Abtrieb und somit auch einen Bremsweg Bremsweg und zugleich HÖHERE Kurvengeschwindigkeiten.

        Der i8 hat nur 215er auf den Hinterreifen und 195er vorn zwecks Rollwiderstand (Verbrauchsoptimiert)

        • Shinguin says:

          Ich kann bei meinem Auto welches etwas weniger Leistung als der i8 hat beobachten, dass der Durchzug bei montierten 18 Zoll 215/245 gegenüber montierten 16 Zoll 195 rundrum deutlich geringer ist. Ich führe es auf die Massenträgheit der größeren und breiteren Felgen zurück. Deshalb gehe ich nicht davon aus, dass breitere Räder den i8 deutlich schneller machen würden.

          • B3ernd says:

            Ich glaube du irrst. Die Räder werden ja nicht im Durchmesser größer, sondern nur in der Breite. Klar, ein Wagen mit 18´´ Rädern zieht besser durch als einer mit 20´´ Rädern(selbe Wagen)

            Ich bin mir relativ sicher, dass der Wagen in engen Kurven deutlich mehr Grip und Traktion bekommt, als dass er auf den Geraden langsamer wird.

          • der_ardt says:

            Breiter, nicht größer! Der Radradius bleibt gleich, also ändert sich die Übersetzung nicht. Breitere Reifen erzeugen mehr Grip bei höherem Widerstand bei hohem Tempo, sind also für die Endgeschwindigkeit z.T. hinderlich, im unteren Geschwindigkeitsbereich und bei der Motorisierung jedoch deutlich von Vorteil wenn es um Beschleunigung inklusive Bremsen geht, bei trockener Straße versteht sich.

            • Shinguin says:

              B3ernd und der_ardt, bei meinem 18 (Sommerreifen) und 16 Zoll (Winterreifen) Vergleich ändert sich der Durchmesser des Rades nicht, sondern nur die Höhe und Breite der Felge sowie die Stärke des Gummis über der Felge. Meine gesamte Argumentation bezieht sich jedoch darauf, dass bei einem breiteren Reifen auch die Felge breiter werden muss und somit das Gewicht des Rades ansteigt was im Leistungsbereich des i8 von Nachteil sein könnte. Allerdings finde ich die Diskussion so interessant, dass es mich freuen würde wenn das hier ein i8 Fahrer mit ließt der das mal ausprobiert 🙂

              • der_ardt says:

                Ok, grundsätzlich hast du recht. Höhe der Felge nimmt zu, stimmt, dennoch nimmt bei gleichem Raddurchmesser auch das Gummi ab, also ist der unterschied nur, dass jetzt mehr dünnes, schweres Leichtmetall und dafür weniger dicker, leichterer Reifen auf der Achse stecken. Da mag evtl. ein nennenswerter Gewichtsunterschied sein, aber die Kraft, die deswegen zusätzlich aufgewandt werden muss um es zu beschleunigen ist im Vergleich zu den anderen Kräften durch andere Widerstände wie den der Reibung in Motor und Getriebe wirklich nicht wahrnehmbar.

                Entscheidender wäre da schon eher das Reifenprofil

  2. PHoel says:

    Die Nordschleifen Zeit wäre interessanter..

  3. […] guys from Sport Auto, known for benchmarking all the sport cars from, Germany on the country’s best circuits, took the […]

  4. quickjohn says:

    Aus meiner Sicht auch noch einige Anmerkungen zum Thema Rundenzeit (speziell kl. Kurs Hockenheim) und Reifenbreite beim i8.

    Ich denke daß die Reifenbreite an sich im Falle noch breiterer Laufflächen nicht wirklich viel Zeitpotential hätte. Der i8 hat ja schon ein rel. niedriges Gewicht (< 1.500 kg), eine leicht hecklastige Gewichtsverteilung und vor allem einen extrem niedrigen Schwerpunkt (wegen der Batteriezellen). Deswegen stellt die Optionsbereifung schon eine Art Optimum dar. Nur zum Vergleich: der M235i verfügt bzgl. der Reifenbreite über praktisch gleiche Dimensionen – allerdings in 18 statt in 20 Zoll.

    Der Knackpunkt für eine noch bessere Rundenzeit des i8 liegt m.E. beim Grip des Reifens. Der auf dem i8 exklusiv verwendete Bridgestone hat bekanntlich wenig Rollwiderstand, aber nur einen bescheidenen Grip. Auf dem M235i (ebenso wie auf dem M135i) verbaut BMW jedoch Michelin Super Sport (=Alltagsreifen, kein Semislick Sportreifen!) der für sein hervorragendes Grip-Niveau bekannt ist und dies dort auch zeigt.

    Auf den mittelschnellen bis langsamen Kurven des kl. Kurses würde der Super Sport – m.E. auch in der Options-Dimension 215 bzw. 245 – in Sachen Kurvengeschwindigkeit und Bremsleistung für min. 1,5 sec. gut sein und damit den i8 auf ca. 1min13sec bringen. Und das wäre dann schon ein Spitzenwert. Allerdings – den Super Sport gibt es als 215er nicht in 20 Zoll.

  5. […] zurück. Für den Moment müssen die 362 PS und das Potenzial, auf dem Hockenheimring eine Rundenzeit von 1:15 Minuten zu fahren also […]

  6. PTS says:

    Also ich denke auch, dass der Akku bis zum Ende der Nordschleife bei Vollast nicht durchhalten würde. Ich fahre selbst i8 und denke, dass er bereits auf halber Strecke leer sein wird und danach fährt man praktisch einen Mini Works aber immernoch mit gutem Schwerpunkt etc.
    Ich habe Michelin Pilot Super Sport und AC Schnitzer Felgen drauf. 21 Zoll aber da Schmiedefelgen, sogar 4,4kg leichter als die 20 Zoll. Zusätzlich 245 vorne und 285er hinten und 2,5 cm tiefer gelegt. Das Auto fährt sich nun komplett anders und ist vor allem in den Kurven um einiges schneller als zuvor.

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