Normalerweise muss man bei einem Rendering nicht wirklich betonen, dass es sich “nur” um einen Entwurf handelt – im vorliegenden Fall erscheint uns dieser ausdrückliche Hinweis aber durchaus angebracht und notwendig. Denn was unser Leser Marcel Fetzberger auf Basis des neuen BMW 2er Active Tourer F45 entworfen hat, könnte dem tatsächlichen M Sportpaket für den Familien-Van äußerst nahe kommen

Neben dem als Basis dienenden BMW 2er Active Tourer hat Marcel das bereits seit einiger Zeit offiziell bekannte M Sportpaket für das 2er Coupé genutzt und aus diesen Bausteinen die bisher mit Abstand beste Vorschau auf das M Paket für den 2er Activ Tourer erstellt:

BMW-2er-Active-Tourer-M-Sportpaket-F45-Entwurf-Marcel-Fetzberger-1

Sicher ist, dass BMW ein M Sportpaket für den 2er Active Tourer im November 2014 nachlegt. Wie bei anderen Modellen besteht das M Paket aus einem M Aerodynamikpaket mit neuen Schürzen und Schwellern rundum, sportlich gezeichneten Felgen in 17 oder 18 Zoll, einem M Sportfahrwerk mit 10 Millimeter Tieferlegung sowie einem M Lederlenkrad und Sportsitzen für den Innenraum.

Nur für Exemplare des BMW 2er Active Tourer mit M Sportpaket wird die Außenfarbe Estorilblau Metallic erhältlich sein, die auch in anderen Baureihen ausschließlich in Kombination mit dem M Paket angeboten wird. Die Doppel-Niere an der Front wird stets schwarz hochglänzend ausgeführt.

Do you like this article ?
  • MFetischist

    Gibt es dann eine “M”-Kennlinie für’s EDLC?

  • http://www.grafix-center.de/ Thomas

    Anschließend gibt es noch das Performance Kit und als Krönung, um den Vogel endgültig abzuschießen, den M2 ;-)

    • HansDampf

      Das Performance Kit ist nur der Anfang! Es gibt dann noch zum Abrunden das M235i Xdrive Derivat!

      • 135iCoupe_N55

        zum Glück passt der N55 nicht in den Bock rein ;-D

        • der_ardt

          ach dann wird der 1,6er von BMW-Motorrad mit einem Turbo aufgebohrt und ab gehts! ;-)

    • Chris35i

      The Ultimate Driving Machine!!!

  • Fabi

    Liebe BMW Freunde,

    ich kann euch ja verstehen…
    Ja, es ist eine Frage der Philosophie, ja es geil ein BMW mit Heckantrieb zu fahren!

    Aber ich freu mich total auf dieses Fahrzeug!
    Habe vor 2 Monaten Nachwuchs bekommen (Kinderwagen), wir sind gern in den Bergen (Snowboard, Fahrrad) und wir haben nicht das Kleingeld uns für jede Situation das passende Auto vor die Tür zu stellen – da muss ein Auto für alles herhalten!

    Was ist so schlimm daran, dass sich BMW breiter aufstellt?

    Habe auf diese Auto gewartet und bin demnächst beim Händler um auch einen der ersten zu bekommen.

    Viele Grüße
    Fabi

    • Franze

      Endlich mal jemand, der der Realität entstammt!

      Wenn man sich hier so manchen Beitrag zum AT durchliest möchte man meinen, BMW sollte das Geldverdienen lieber der Konkurrenz überlassen und selber künftig vom Idealismus und den Emotionen derer leben, die schon seit Jahren den sportlichen Untergang der Kernmarke prophezeien.

      Dann könnte BMW seine Tore schließen, denn letztere gehören für gewöhnlich nicht zur Gruppe der Erstbesitzer, dafür aber vielmehr zu denen die sich als erstes lautstark bei jeder sich bietenden Gelegenheit über vermeintliche Missstände und Fehlentwicklungen artikulieren…Ein bisschen mehr Sinn für Realität würde hier so manchem gut zu Gesicht stehen.

      Und Dir Fabi, herzlichen Glückwunsch zu der Entscheidung!
      Ich wünsche Euch allzeit gute Fahrt und viel Spaß mit dem dann neuen Fahrzeug!

      Gruß
      Franze

    • B3ernd

      Ich würde es begrüßen, wenn du deine Erfahrungen mit dem Wagen teilst. Gerade der Punkt “Bike” . Denn irgendwie sieht mir der BMW Van nach einer Menge aus, aber Gewiss nicht nach einen super praktischen Familien Van mit Platz in Hülle und Fülle. ;)

    • http://www.grafix-center.de/ Thomas

      Na dann hoffe ich, dass du dir auch die direkte Konkurrenz angeschaut hast, denn ich gehe jede Wette mit dir ein, dass du in dem Fall, von dem Platzverhältnissen im BMW enttäuscht sein wirst.

      • Fabi

        Ja ich werde euch berichten wenn es soweit ist….
        Und mir ist schon bewusst, dass das Fzg. auch kein Raumwunder ist, aber ich will keinen VW oder Ford, ich möchte einen BMW mit ein bisschen mehr Platz und Variabilität als bisher.

        Aktuell fahre ich einen 1er BMW…
        - Abgesehen davon, dass es total das “gewurschtelt” ist, haut sich meine Frau immer den Kopf an wenn Sie die Kleine in den Kindersitz packt (ich darf die Laune dann ertragen)
        - Letztens wollten wir ein bisschen spazieren gehen und haben einen Holzschlitten eingepackt- es war leider nicht möglich ohne die Rückbank umzuklappen einen einzigen Holzschlitten im Kofferraum unterzukriegen!

        Ich freu mich drauf.

        • MFetischist

          “- Letztens wollten wir ein bisschen spazieren gehen und haben einen Holzschlitten eingepackt- es war leider nicht möglich ohne die Rückbank umzuklappen einen einzigen Holzschlitten im Kofferraum unterzukriegen!”

          Es ist halt ein 1er, was ist da auch groß zu erwarten? Ich bekomm in meinem 5er auch keine Nolte-Küche unter.

          An Kunden wie dich richteten sich seit jeher die Touring-Modelle oder die X-Reihe.

          Ihr seit nicht die erste Kundengeneration mit Kindern.

          • Palle

            ich kann leider nicht verstehen, warum sich so viele BMW-Fans dagegen sträuben auch neue Wege zu gehen oder zumindestens andere Meinungen auch nur ansatzweise zu versuchen zu verstehen. Ja BMW ist bekannt geworden durch seine klare Bekenntnis zu Heckantrieb und den daraus resultierenden Vor- aber auch Nachteilen.

            Ich kann mir im besten willen nicht vorstellen, dass BMW nun, nur weil sie einen Frontangetriebenen Van bauen, alle BMW Modelle sukkzessive auf Frontantrieb umbauen wollen.

            Der neue 2er AT ist in meinen Augen ein sehr gelungenes Fahrzeug und passt perfekt in das aktuelle BMW Modellprogamm. Dieses Auto hat aus meiner Sicht nur eine klare strategische Postition, und zwar neue Kundengruppen in Deutschland und der EU zu erschließen und an die Marke zu binden. Wie wir an den Verkaufszahlen deutlich erkennen können ist die Nachfrage nach solchen Modellen in den letzten Jahren gestigen oder zumindestens konstant geblieben. Und warum nun Frontantrieb in einem solchen Konzept? Ganz einfach, weil das Modell ansonsten nicht konkurenzfähig gewesen wäre. Und warum nicht? Weil schlicht und einfach die Konstruktion eines Hecktrieblers nicht mit dem erforderlichen Platzangebot vereinbar ist. Wenn man ein solches Modell schon bauen muss, warum dann nicht unter der Marke Mini? Auch diese frage ist für mich ganz klar zu beantworten, weil meiner meinung nach kein Mensch einen Mini dieser Größe und vorallem Form mit der Marke MINI in verbinden würde. Zudem ist das Potential der Marke in den letzten Jahren schon eindeutig genug gedehnt worden (Mini Countryman, Paceman, Clubvan, Roadster, Coupe,….). Der nächste Aspekt wäre die allgemeine kompatibilität diese Modelles mit MIni gewesen… stellt euch doch einfach mal den typischen MIni Innenraum im AT vor… krausam und total unpassend.

            Ich bin ein riesen BMW Fan und sehe es zwar auch so, dass sich BMW hauptsächlich auf die Heckantriebsmodelle konzentrieren soll. Der AT verfolgt nur ein Ziel und zwar neues frisches Geld in die Kassen zu spühlen um neue wichtige Entwicklungen bezahlen zu könnnen. Zudem bin ich der festen Auffassung, dass die Entwicklung des AT weniger gekostet hat, wie sich evtl mehrere vorstellen, da der Baukasten gezwungener Maßen bereits durch den Mini vorhanden war.

            Ich hoffe Ihr könnt meine Sicht verstehen oder evtl nachvollziehen und bindet auch solche Medinungen in eure Entscheidungen mit ein… schönes WE
            Lieben Gruß

            • Franze

              +1

            • El Barto

              Ich teile deine Meinung, aber Verständnis geht natürlich in beide Richtungen und so kann ich auch gut die Abneigung so einiger BMW-Freunde verstehen.

              Und in deren Augen ist der AT die Antwort auf eine Frage, die niemand gestellt hat. Denn in dieser (voraussichtlichen )Preisklasse gibt es ja bereits ein Fahrzeug mit ähnlichen Platzverhältnissen, ähnlicher Variabilität und erhöhter Sitzposition: den X1. Also warum einen Van? Und dann noch mit Frontantrieb…der AT ist ja quasi der Botschafter des FWD bei BMW. Denn unterhalb des 3ers wird der Frontantrieb nach und nach eingeführt werden: 1er, X1, was mit dem 2er wird, steht meines Wissens noch nicht fest. Und damit gibt BMW im Kompaktsegement tatsächlich ein Alleinstellungsmerkmal auf. Eines, das die Marketingleute früher als wichtig angepriesen haben und heute plötzlich nicht mehr interessant sein soll, weil es nicht mehr in die Strategie passt.

              Und dann noch die Positionierung als 2er. Da erhält dieser Kompaktvan kurz nach der Enführung eines der emotionalsten erschwinglichen Fahrzeuge in der Produktpalette dessen Baureihennummer. Bei BMW wird man sich vielleicht gedacht haben, dass das Image des 2er auf den AT abstrahlt. Der Fan macht sich eher Sorgen, dass das Image des AT den 2er runterzieht.

              Ich sehe das Ganze etwas leidenschaftsloser, da mit Frau und Kindern alles unterhalb des 3ers nicht mehr interessant für mich ist. Aber verstehen kann ich den Widerstand schon.

            • MFetischist

              “Der neue 2er AT [...] passt perfekt in das aktuelle BMW Modellprogamm.”

              Damit hast du allerdings recht.

            • MFetischist

              “Ich hoffe Ihr könnt meine Sicht verstehen oder evtl nachvollziehen und bindet auch solche Meinungen in eure Entscheidungen mit ein…”

              Also ähm nein, nö. Die Argumente sind dünn, weswegen Argumente zusehens durch Werbesprüche ersetzt werden.

              “Ja BMW ist bekannt geworden durch seine klare Bekenntnis zu Heckantrieb und den daraus resultierenden Vor- aber auch Nachteilen.”

              Ich zitiere mal unsere Lieblingsautomarke:

              „Der BMW 1er verfügt als einziger seiner Klasse über Hinterradantrieb. Das hebt ihn hinsichtlich Fahrgefühl und Fahrdynamik von allem Mitbewerbern ab.“ [ Januar 2007 ]

              und

              „Nicht nur dank des im Segment einzigartigen Hinterradantriebes ist der neue BMW 1er der Konkurrenz in puncto Fahrfreude weit voraus.

              […]

              Hinterradantrieb

              Perfekte Traktion und höchste Agilität. Ausgewogene Verteilung der Seitenkräfte. Vorderräder frei von Antriebsabrieb.“ [ im Juni 2011 ]

              Mit guten Winterreifen, wird ein Hinterradantrieb auf das Jahr gesehen immer besser sein als ein Vorderradantrieb.

              Für die Konkurrenz gab es:

              “Typische Frontantriebseinflüsse insbesondere bei Nässe.”

              Auch du weißt, das der nächste 1er mit eben jener FWD Architektur kommt.

              Dann ist man wirklich in der Golfklasse angekommen.

              “Wie wir an den Verkaufszahlen deutlich erkennen können ist die Nachfrage nach solchen Modellen in den letzten Jahren gestigen oder zumindestens konstant geblieben.”

              Das kann man so auch für Kleinwagen in der Fahrzeugklasse bis 10.000 € feststellen. Ebenso für (Super-)Sportwagen und eine Nachfrage nach einem SUV, welcher über dem X5 angesiedelt wäre, besteht mit Sicherheit auch seit einigen Jahren.

              Nachfrage allein ist nicht wirklich ein Kriterium, man sollte auch auf die Vereinbarkeit mit dem Rest des Portfolios schauen.

              “Und warum nun Frontantrieb in einem solchen Konzept? Ganz einfach, weil das Modell ansonsten nicht konkurenzfähig gewesen wäre. Und warum nicht? Weil schlicht und einfach die Konstruktion eines Hecktrieblers nicht mit dem erforderlichen Platzangebot vereinbar ist.”

              Das sind dann zwei Argumente gegen dieses Konzept und nicht für den Vorderradantrieb.

              “Wenn man ein solches Modell schon bauen muss, warum dann nicht unter der Marke Mini? Auch diese frage ist für mich ganz klar zu beantworten, weil meiner meinung nach kein Mensch einen Mini dieser Größe und vorallem Form mit der Marke MINI in verbinden würde.”

              BMW in seiner langjährigen Van-Tradition verbindet man natürlich weitaus eher mit der Größe und Form eines solchen Fahrzeuges. Und nein, ein BMW X sieht nicht aus, wie ein Kia Carens.

              Mini ist von der Idee des Ur-Mini mittlerweile so weit entfernt, wie BMW vom Bau eines Fahrzeuges à la Bugatti Veyron. Mini lebt vom Lifestyle. Wenn der Kompakt-Van dem aktuellen Lifestyle entsprechen sollte – verkauft er sich genauso auch unter dem Minidach.

              “Ich bin ein riesen BMW Fan und sehe es zwar auch so, dass sich BMW hauptsächlich auf die Heckantriebsmodelle konzentrieren soll.”

              Ausschließlich, optional ergänzt mit Allrad.

              “Zudem bin ich der festen Auffassung, dass die Entwicklung des AT weniger gekostet hat, wie sich evtl mehrere vorstellen, da der Baukasten gezwungener Maßen bereits durch den Mini vorhanden war.”

              Niemand befürchtet, das sich BMW an der Entwicklung des AT finanziell überhoben hat. Vor allem was ist “gezwungener Maßen”?

              Ich schließe mit zwei schönen Zitaten, die die Marke(!) im Wandel der Zeit zeigen.

              “Drei der kraftvollsten BMW Triebwerke bilden das Motorenprogramm zum X5. Ein Vierzylinder, wie ihn etwa Mercedes bei der M-Klasse anbietet, kam dabei von vornherein nicht in Frage. Der X5 ist als exklusives Spitzenprodukt positioniert und dazu passen nach BMW Verständnis keine Motoren unter sechs Zylindern.[sic!]” [ 1999 ]

              Und 2013:

              “Welche Achse bei ihrem Auto angetrieben wird und was für ein Motor unter der Haube steckt, das wollen doch viele Menschen heute gar nicht mehr wissen.” ( Zitiert aus: http://www.spiegel.de/auto/aktuell/bmw-2er-active-tourer-ein-auto-das-gleich-drei-bmw-tabus-bricht-a-953308.html )

              Letzteres galt jahrelang eher für die VAG-Klientel. Bei BMW war man immer stolz darauf, sich mit denen nicht gleich zu machen.

              Ich hätte aber noch eine Frage an dich gerichtet.

              Welche Markenbotschaft oder welche originären Eigenschaften werden in 5 Jahren die Kernmarke BMW ( nicht i, nicht Mini ) von denen der Marken Mercedes und Audi unterscheiden?

              ( Botschaften mit denen man dann in 10 Jahren auch noch mehr Autos als die Konkurrenz verkaufen will. )

              Und ja es gibt einen demografischen Wandel. Inwieweit der in Bezug auf den Weltmarkt eine Rolle spielt, ist fraglich – und ja auch die Chinesen werden älter.

              Man kann dann SGL Carbon natürlich auch Rollatoren pressen lassen und die dann gleich mit dazu verkaufen.

              • El Barto

                Wow, das war eine Menge Mühe für einen Sonntagnachmittag und du hast anhand der gewählten Zitate sehr schön aufgezeigt, wie sich Ansichten im Laufe weniger Jahre ändern können und teilweise 180-Grad-Wenden vollführt werden. Dafür beide Daumen hoch :-)

              • moehre

                Viel Arbeit und viele schöne Zitate.
                Man darf da nur eins nicht vergessen: BMW verdient wohl mit den Fans, wie sie sich hier rumtreiben lange nicht so viel Geld, mit dem, was man durch einen 4Zyl den keiner “bemerkt” einsparen kann, die dann nämlich trotzdem gekauft werden.

                Zumal man ja auch sagen muss: Der Druck von außen zum Downsizing sowie die technologische Entwicklung waren damals in dem Maße evtl. nicht bekannt bzw. sollten einfach nicht kommuniziert werden.

                Am Ende wird die Strategie eben dem Profit untergeordnet, denn sie dient ja der Profitmaximierung und der Faktor “Wichtigkeit von Hinterrad als Alleinstellungsmerkmal” scheint in den Hintergrund gerückt zu sein.

                • MFetischist

                  @El Barto:

                  Ich hab mir gestern mal den Spaß gemacht und für die Jubelperser ein paar der alten BMW Zitate rausgesucht.

                  Besonders schön finde ich auch die folgenden:

                  „Die BMW Reihensechszylinder bieten ein deutlich breiteres und vor allen Dingen nuancierteres Klangspektrum als die Vierzylinder der Wettbewerber.“ [ Dezember 2008 ]

                  „Dieser BMW Reihensechszylinder-Motor ist weltweit der modernste seiner Art. Das Konzept bietet perfekten Massenausgleich und sorgt für beispielhafte Laufruhe und höchste Kultiviertheit.“ [ August 2006 ]

                  „Beide Triebwerke gehören zu den besten Sechszylindern der Welt. Ihre Kraftentfaltung und Laufkultur sind legendär.“ [ September 2003 ]

                  Ich kann das alles so unterschreiben und hab genau diese Punkte über Jahre gegen die VAG- und Benz-Fanboys verteidigt. Auch hätte ich noch zig weitere, zu allen ständig diskutierten Reizthemen im Köcher.

                  @Moehre:

                  “Zumal man ja auch sagen muss: Der Druck von außen zum Downsizing sowie die technologische Entwicklung waren damals in dem Maße evtl. nicht bekannt bzw. sollten einfach nicht kommuniziert werden.”

                  Ja dachte ich auch. Aber dafür sind sie als Lobby eigentlich zu stark. Jetzt wird das Rad der Zeit ja auch langsam zurückgedreht. Wenn die Welt die Kohleenergie wieder für sich entdeckt, ist das dahinter umso besser zu “verstecken”.

                  “BMW verdient wohl mit den Fans, wie sie sich hier rumtreiben lange nicht so viel Geld, mit dem, was man durch einen 4Zyl den keiner “bemerkt” einsparen kann, die dann nämlich trotzdem gekauft werden.”

                  Ich sehe doch viele Probleme selbst. Die Neujahrsempfänge bei BMW gleichen einer Ü-60 Party. Das Durchschnittsalter eines 5er Neuwagenkäufers ( sofern es das überhaupt noch gibt ) liegt meines Wissens bei um die 50.

                  Das Problem ist.. In der Werbung gibt es nur faltenfreie Gesichter und Dynamik. Quo Vadis?

                  Ja – auch die Rentnergeneration legt keinen Wert mehr auf Barock aber die X-Reihen sind doch für die Kundschaft perfekt. Vom kleinen X1 bis großen X5/6.

                  Commandposition = Übersicht, “leichterer” Einstieg…

                  An die Kundschaft ist gedacht.

                  Gut betuchte ältere Herrschaften gab es immer. Sharan, Galaxy, A-Klasse auch. Warum jetzt?

                  “Am Ende wird die Strategie eben dem Profit untergeordnet, denn sie dient ja der Profitmaximierung und der Faktor “Wichtigkeit von Hinterrad als Alleinstellungsmerkmal” scheint in den Hintergrund gerückt zu sein.”

                  Das ist völlig richtig. Ich geh noch einen Schritt weiter. BMW wird bei den Produkten, welche das alte BMW verkörpert haben, fast immer(!) noch heute von der Konkurrenz gejagt. ( 3er, 5er, 7er )

                  Da kann man guten Gewissens auch von der technologischen Follower-Position der Konkurrenz sprechen. Die Abstände werden aber auch je nach Gebiet ( Dynamik ) merklich kleiner.

                  Egal.. An dieser Stellung der Produkte erfreuen wir uns alle.

                  Jetzt kommen wir zur anderen Seite. Der Ausrichtung des Konzerns. Da bin ich der Meinung das BMW von der Strategie her Follower bei VAG ( Audi sowieso ) ist und als Konzern vll. sogar mal VW angreifen will.

                  Aus wirtschaftlicher Sicht, ist das nachzuvollziehen. Wenn sich aber Produkte, Produktpalette, Bezeichnungen und Co, an der Konkurrenz “orientieren”, lässt die Bindung zu dem Teil der Kundschaft nach, die sich immer gegen VAG und bewusst für BMW entschieden haben.

                  Der Teil der Kundschaft ( nein das sind nicht nur die Gusseisernen ), wissen wo die Schneeketten montiert werden müssen ( hinten ) und wie viele Zylinder unter der Haube stecken.

                  Umgekehrt fängt man mehr Kundschaft ein, die nicht nach Marke, sondern dem Produkt gehen. Das ist auch völlig okay, mach das zukünftig aber alles schwerer berechenbarer.

                  Wenn ein 1er auf Frontantrieb umgestellt wird, bietet er keinen Mehrwert mehr gegen einen A3, usw..

                  Mittelfristig lassen sich gut Autos verkaufen aber ich frag gern nochmal. Mit welchen eigenständigen Merkmalen will man das in Zukunft? Wir sind hier nicht im Low-Budget Bereich. Die Menschen kaufen das Original, nicht die Kopie.

                  • El Barto

                    “Wenn das als Anti-Haltung bezeichnet wird,…”

                    Eine Anti-Haltung würde ich dir auch nie vorwerfen, die “180-Grad-Wende” bezog sich auf den Strategiewechsel bei BMW. Ich lese hier schon eine ganze Weile mit und würde dich als enorm markenverbunden einschätzen, mit der Fähigkeit, gewisse Entwicklungen bei BMW mit kritischem Blick zu betrachten. Punkt. Die Rückwärtsgewandheit kommt dann vielleicht in ein paar Jahrzehnten mit dem Altersstarrsinn ;-)

                    Aber ich befürchte, moehre hat recht. Die paar Leute, die aufgrund handfester technischer Gesichtspunkte BMW-Fans sind, spielen für die Stückzahlen keine Geige. Sonst würde BMW dieses FWD-Experiment wohl gar nicht erst wagen. Oder die Verantwortlichen unterliegen einer gewaltigen Fehleinschätzung, was ich für unwahrscheinlicher halte. Und BMW ist ja in einer komfortablen Position: die anderen hatten den Frontantrieb schon (Audi) oder haben ihn bereits vor Jahren im Kompaktsegment eingeführt (Mercedes), es sind alle wichtigen Mitbewerber auf den Downsizing-Zug aufgesprungen, teilweise schon erheblich früher. Hier kann man sich nach außen hin hinter dem allgemeinen Trend verstecken, hinter vorgehaltener Hand wird man sich bei BMW vielleicht sagen: wir machen uns ja nicht schlechter als die Konkurrenz, wir gleichen uns ihr lediglich an…warum sollten unsere Kunden also abwandern? Die paar Gusseisernen, die der Marke den Rücken kehren oder künftig nur noch Gebrauchte kaufen, jucken uns da nicht.

                    Ob es wirklich so ist? Keine Ahnung. Aber wäre es nicht so, hätte man wohl weder so massiv die Reihensechser und Saugmotoren ausgemustert oder würde den FWD unter dem BMW-Label einführen.

                  • MFetischist

                    Danke für die Rückmeldung und das mit der Antihaltung war auch kein Vorwurf an dich.

                    Halten wir einfach fest, das es eine geile Zeit war. :D

                  • mb81

                    “Aber ich befürchte, moehre hat recht. Die paar Leute, die aufgrund
                    handfester technischer Gesichtspunkte BMW-Fans sind, spielen für die
                    Stückzahlen keine Geige.”

                    Das ist definitiv so. Bzw. die Argumentation der Führung wird sein: Für die echten Fans haben wir ja noch die TopModelle als pseudo Mxxxi/d bzw. echte M.
                    Ich denke zudem, dass mittel- vll. sogar kurzfristig alle 6Zylinder nur noch als Mxxxi/d und M laufen werden. Bei den Benziner zuerst, später Diesel. Oder was unterscheidet den M235i in seinem Motor/Fahrwerk von seinem Vorgänger 135i, der noch als “normaler” BMW lief?

                  • moehre

                    Schön zusammengefasst.
                    Deine jetzt genannten Zitate muss man allerdings ganz genau angucken:

                    “… als die Vierzylinder DER WETTBEWERBER.” (nicht unbedingt besser als die eigenen 4 Zylinder).
                    “zu den besten SECHSZYLINDERN der Welt” (nicht Motoren).

                    Da wurde also schon Wert drauf gelegt, auch wenn natürlich die Verfügbarkeit dieser 6 Zylinder an sich auch als Alleinstellungsmerkmal hervorgehoben wurde.

                    Ich könnte mir aber schon vorstellen, dass das KFZ Geschäft auf lange Sicht weniger über Image und mehr über Produkteigenschaften läuft. Daher auch die Follower statt Pionier-Strategie in einigen Segmenten.
                    Wenn wir mal ehrlich zu uns sind: Gut fahrbar und bequem und sicher sind mittlerweile so ziemlich alle Autos. Noch können sich die Hersteller über ihr Image differenzieren, zumindest die Deutschen. Ich weiß aber nicht, ob diese Diff. auf allen anderen Märkten der Welt noch so wahrgenommen wird. Und ob der PKW Käufermarkt nicht langsam mal stagnieren wird (im privaten Sektor, auf den viele Imagekampagnen abzielen). Ist ja im Grunde auch pervers, dass immer noch mehr und mehr Autos verkauft werden. In vielen Ländern ist die Neufarhzegudichte und Fahrzeugdichte von Autos jünger als 10 Jahre (in meinen Augen ausreichend technologisierte Fahrzeuge, so ca. ab Golf 4) sehr hoch. (Also Zielländer BMW: Premiumsegment in allen Klassen).

                    Was kam noch an Features außer Verbrauchssenkung, die ein neueres Auto rein rational wirklich besser machen? Und auf welchen Märkten wird dies gefragt?

                    Ebenso werden Firmen bei Flottenkäufen und auch für die Firmenwagen auf MA Wunsch deutlich rationaler agieren und dann kann der Vertreter sich noch so doll den heißen F31 wünschen: Der Passat kann das fast alles auch, ist günstiger und es passt mehr rein.

                    Mittlerweile ist der Golf ja schon fast ein Technologieträger.

                  • MFetischist

                    “”… als die Vierzylinder DER WETTBEWERBER.” (nicht unbedingt besser als die eigenen 4 Zylinder).”

                    Ich verfälsche keine Zitate, sondern gebe die authentisch wieder. Es geht dabei um den Vergleich zwischen den Konzepten Vierzylinder und Sechszylinder.

                    Das der Vierzylinder in der Hinsicht konstruktionsbedingt den kürzeren zieht ( egal wer ihn baut ) ist evident.

                  • moehre

                    Ich habe nie behauptet, dass du sie verfälscht.
                    Ich habe nur eine weitere Lesart ergänzt.

                  • MFetischist

                    Wir haben etwas aneinander vorbeigeredet. =)

                  • mb81

                    Apropos: Wo ist er denn?? Der Gusseiserne? Wir benötigen mal wieder seine göttlichen Ratschläge! :-D

                  • Fabi

                    Ich finde es super dass du deine Meinung so vertrittst.
                    Bin mir auch sicher, dass es in der BMW Unternehmensleitung mind. genau soviel Heckantrieb-Verfechter gibt wie unter uns Fans und BMW hat sich die Frontantrieb Entscheidung sicherlich nicht leicht gemacht.
                    Aber…

                    Vor knapp 100 Jahren hat BMW nur Flugzeugmotoren gebaut!

                    Vor über 30 Jahren hatte BMW keine Dieselmotoren im Angebot, da zu unsportlich!

                    Vor über 25 Jahren hatte BMW keine Touring-Modelle. Da waren Kombis noch keine Lifestyle-Fahrzeuge sondern langweilige, angestaubte Familienkisten.

                    Vor über 15 Jahren hatte BMW keine X-Modelle. Zu teuer, kein Marktchancen für BMW. Selbst intern war der erste X5 höchst umstritten.

                    - Wo wären wir heute wenn BMW nie zu einer Veränderungen bereit gewesen wäre???-

                    Keiner muss BMW mit Frontantrieb kaufen!
                    Aber viele werden es…..

                    Viele Grüße
                    Fabi

                  • MFetischist

                    Diese Argumentationslinie, lass ich beim kappen der 6-Zylinder im unteren Motorenprogramm durchgehen.

                    Selbst wenn ich es bedauere.

                    Der Schritt der Einführung des Frontantriebs passt nicht in diese Reihe von Entwicklungen. Er bedeutet ein Rückschritt in der Qualität des Produktes. Vor allem, wenn unter dem Strich eben kein Raumwunder als Modell dabei herumkommt.

                    Dein Punkt ist gesetzt, ich werde ihn akzeptieren und dann machen wir vorerst einen Deckel auf die Thematik, bevor wir beginnen uns im Kreis zu drehen.

                    Dir auch liebe Grüße

    • joes

      Danke für deinen Beitrag – auch für mich ist dieses Auto ein absoluter Hit – tolles Auto. Ich bin überzeugt, dass der 2er sehr gut angenommen wird.

    • Chris35i

      Kauf dir einen X3 – der taugt für alles und ist mehr BMW als die Karre.

      • Fabi

        Hehe… auch ein super tolles Auto, dem das Facelift nochmal richtig gut getan an…. ich werd es nochmal intensiv prüfen :D
        Aber ich glaube, da muss ich fast 10 Mille extra hinlegen :/

        • Chris35i

          Wer Frontantrieb und Van kauft, kauft zweimal. ;-) Dann lieber die 10 Mille mehr investieren.

  • lolap3

    Ich kann ja durchaus verstehen, dass es für BMW sinnvoll ist, auch in diesem Segment Fahrzeuge anzubieten, jedoch ist es mir schleierhaft, weshalb ein Van unbedingt ein M-Sportpaket bekommen muss. Meiner Ansicht nach passt ein M-Paket einfach nicht zu dieser Fahrzeugklasse, die ja durch die durch praktische Nutzbarkeit und erhöhte Sitzposition doch primär auf Komfort abzielt. Die Wettbewerber bieten für ihre jeweiligen Modelle nach derzeitigem Stand ja auch keine Sport-Schürzen udgl. an.

    • Franze

      Und nur weil die Konkurrenz noch nicht auf die Idee gekommen ist, bzw. weil manche darin einen Verstoß gegen die eigentliche Ausrichtung des Fahrzeugs sehen, soll BMW das nicht anbieten?
      Mit der Argumentation gäb´s bis heute keinen Kombi geschweige denn SUV von BMW…
      Solange ein SUV oder eine Oberklasselimousine optional ein M-Paket haben, spricht mMn nichts dagegen dies auch sportlicher orientierten Familienvätern zu ermöglichen.
      Solange es sich für BMW rechnet, vom Kunden gewünscht ist und optisch stimmig aussieht ist doch alles i.O. …und wem´s nicht passt, wird garantiert nicht gezwungen es zu kaufen ;)

  • Polaron

    Tja, das M-Paket bei einem pseudo-sportlichem Van mit Frontantrieb. Bravo. So führt man natürlich dieses optionale Ausstattungsmerkmal – dessen Sinn es ursprünglich mal war, eine tatsächlich vorhandene Dynamik des jeweiligen Fahrzeugs nach außen hin zu unterstreichen – langsam ad absurdum und entwertet es zusätzlich bei anderen Baureihen, wo es durchaus passt.

    Ich hab erst gestern in der Stadt einen 114d und einen 316i jeweils mit M-Paket gesehen. Ich finde sowas ja nur noch peinlich. Die Leute, die sich (aufgrund der fehlenden finanziellen Mittel) so einen Schwachsinn zusammenkonfigurieren und die damit eine sportliche Außenwirkung suggerieren wollen, sollten sich zumindest auch dafür entscheiden, die Modellbezeichnung vom Heck zu nehmen. ;)

    Ich wäre ja dafür, dass es das M-Paket bspw. nur noch ab 180 PS aufwärts als Sonderausstattung gibt. Aber ja, ich weiß: aus rein betriebswirtschaftlicher Sicht wäre das natürlich äußerst schlecht für BMW…

    • El Barto

      Das M-Paket an bestimmte Mindestmotorisierungen zu knüpfen, finde ich nicht richtig. Wer sich einen Neuwagen entsprechend konfiguriert, wird das in erster Linie aus optischen Gesichtspunkten tun. Persönlich würde ich nur bei wenigen Baureihen kein M-Paket wählen, weil ich es meist einfach stimmiger finde. Das Argument, dass man damit nach außen etwas darstellen möchte, was man nicht hat oder fährt, kann man auch auf die Spitze treiben und fordern, dass kein Fahrzeug, das kein M ist, nach M aussehen darf. Im Sinne von: selbst ein mehr als ausreichend motorisierter 550i ist halt kein M5. Wo will man da ernsthaft die Grenze ziehen? Und wenn trotz Basismotorisierung mit Sportpaket die Typbezeichnung dranbleibt, dann unterstelle ich erst recht, dass es dem Besitzer eher ums Optische geht und nicht darum, auf dicke Hose zu machen.

      Was ich allerdings auch nicht abkann, sind absolut serienmäßige Fahrzeuge, im Idealfall mit kleinstmöglicher Felge, Schmutzfänger und Windabweiser, an denen irgendwo unmotiviert ein M oder ein AMG dranklebt.

    • BMWFan

      Im ersten Teil volle Zustimmung.
      Dennoch, die meisten Leute kaufen (eher leasen) sich diese 114d und 316i mit M-Paket als Neuwagen von der BMW Händler Halde, da der Händler die Autos nach Erstfinanzierung/-leasing nur noch so gebraucht an den Mann bringen kann.
      (Stichwort: Modellbezeichnung am Heck des Wagens zu belassen ist typisch für die Wagen von der Halde)

      Von meinem BMW Verkäufer hör ich seit längerem, dass die Leute nur noch M-Paket Autos suchen. (Ausnahmen gibt es fast nur noch bei X3, X5, 6er u. 5er). Die weniger gefragten Autos gehen dann irgendwo ins Ausland.
      So läuft das und es entwertet schon gehörig das M-Paket, da, wie du bereits schon sagtest, es mal aus Ausstattungsmerkmal vorgesehen war, um die Dynamik eines BMWs besser zur Geltung zu bringen. Jetzt fährt fast jeder damit ‘rum.

  • joes

    Sicherlich mit Abstand der schönste Van was es bald zu kaufen gibt. Für BMW wird der 2erAT ein großer Erfolg werden.

  • Pingback: BMW 2 Series Active Tourer with M Sport Package - Photoshop

  • Andreas

    Hört mit diesen Aprilscherzen auf…