Designkritik: Bisher bester Entwurf zum Megacity Vehicle BMW i3

BMW i | 8.04.2011 von 22

Schon vor einigen Wochen haben wir beiläufig über einen Photoshop-Entwurf zum neuen BMW i3 berichtet, der bisher die ansehnlichste Interpretation der von den Spyshots bekannten …

Schon vor einigen Wochen haben wir beiläufig über einen Photoshop-Entwurf zum neuen BMW i3 berichtet, der bisher die ansehnlichste Interpretation der von den Spyshots bekannten Formensprache darstellt. Nun gibt es diesen Entwurf auch in höherer Auflösung bei der amerikanischen Zeitschrift Car and Driver und wir wollen ihn daher ein weiteres Mal gesondert thematisieren.

Der Entwurf greift beinahe all jene Dinge auf, die wir bisher zum Design der Produktfamilie von BMW i wissen und da die grundlegende Form der Fahrzeuge bereits mehrfach angedeutet wurde, könnte uns das Bild einen relativ guten Ausblick auf das ab 2013 erhältliche Serienfahrzeug liefern. Dennoch wollen wir an dieser Stelel vor allem auf die Schwächen des Entwurfs eingehen und verdeutlichen, wo unserer Meinung nach mit Änderungen zu rechnen ist.

Wir sehen die blau umrandeten, aber nicht luftdurchfluteten Nieren, das ebenfalls blau umrundete BMW-Logo auf der Motorhaube sowie die angekündigten großen Räder. Letztere sollen zwar schmal sein, aber dank großer Raddurchmesser dennoch eine brauchbare Aufstandsfläche und somit genügend Traktion bieten.

Auffällig sind zudem der Aero Flap im Bereich der Seitenschweller sowie die Streamflow genannte Lösung im Bereich der C-Säule. Während die Fahrzeuge der Muttermarke BMW hier den gelegentlich nachgeahmten Hofmeisterknick präsentieren, existiert bei den Modellen von BMW i keine optische Verbindung zwischen C-Säule und Schulterlinie, was den Fahrzeugen noch mehr Leichtigkeit verleihen soll.

Im Vergleich zu den bisher bekannten Skizzen von BMW zeigt der obige Entwurf von Car and Driver vor allem eine Schwäche: Es ist eine klar erkennbare B-Säule verbaut. Wir können zwar nicht ausschließen, dass auch der serienmäßige BMW i3 über eine B-Säule verfügt, aber die Simulation von Crashtests mit Carbon-Fahrgastzellen ohne B-Säule ist ohne Zweifel ein starkes Indiz für hinten angeschlagene Fondtüren.

Der Entwurf trägt außerdem Scheinwerfer, die mit ihren eckig ausgeführten Corona-Ringen eine starke Ähnlichkeit zu den Modellen der Muttermarke aufweisen. In jüngeren Design-Skizzen tragen die i-Modelle eine eigenständigere, U-förmige Interpretation des Tagfahrlichts, aber vermutlich ist hier selbst intern noch keine endgültige Entscheidung über die Gestaltung des Scheinwerfer-Innenlebens gefallen.

Da BMW die faktische Leichtigkeit der Fahrzeuge auch optisch betonen möchte, rechnen wir außerdem mit mehr sichtbarem Carbon. In der Vergangenheit wurde bereits angedeutet, dass wir es bei Teilen der Außenhaut mit farbigem Carbon zu tun haben könnten, das sowohl Raum für Individualität als auch zum Betonen der einzigartigen Produkteigenschaften lässt. Mit Hilfe farbiger Harze lassen sich praktisch alle Farben darstellen, aber aus Gründen der Fertigungskosten wird es natürlich trotzdem bei einer überschaubaren Auswahl bleiben.

Auch in den nächsten Wochen und Monaten werden wir aktuelle Entwürfe mit den bekannten Skizzen aus München vergleichen und so versuchen, eine möglichst detaillierte Vorschau auf das erste in Großserie gefertigte Elektrofahrzeug der BMW Group zu liefern.

(Photoshop-Entwurf BMW i3: Car and Driver)

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