Neuer Entwurf & neue Infos zum nächsten BMW 3er

BMW 3er | 6.08.2009 von 5

Auch wenn im Moment andere Neuheiten im Fokus stehen – der neue BMW X3 F25 kommt Anfang 2010, der neue BMW 5er F10 im Frühjahr …

Auch wenn im Moment andere Neuheiten im Fokus stehen – der neue BMW X3 F25 kommt Anfang 2010, der neue BMW 5er F10 im Frühjahr 2010, der neue BMW 1er F20 im Herbst 2011 – läuft parallel natürlich die Entwicklung der nächsten Generation des BMW 3er auf Hochtouren.

Bei der britischen AutoCar gibt es nun eine ganze Reihe neuer Infos und auch einen neuen Photoshop-Entwurf zum F30/F35. Sowohl beim Design als auch bei der Technik darf sich BMW keine Schnitzer erlauben, schließlich hat die 3er-Reihe noch immer die mit Abstand größten Verkaufszahlen. Im ersten Halbjahr 2009 wurden fast doppelt so viele BMW 3er wie von der kleineren und billigeren 1er-Reihe verkauft.

f30-autocar

Einen der wichtigsten Technik-Pfeiler wird auch im kommenden BMW 3er Efficient Dynamics darstellen. Allerdings wird das Maßnahmenpaket gegenüber dem aktuellen Stand noch einmal deutlich erweitert, um das Verhältnis von Leistung zu Verbrauch noch weiter zu verbessern.

Vor allem die Aerodynamik könnte hierbei eine wichtige Rolle spielen. Schon heute steuert BMW die Lüftungsklappen hinter den Nieren in Abhängigkeit vom Kühlluftbedarf des Motors und erreicht so für einen Großteil der Fahrzustände einen verringerten Luftwiderstand.

Die im Zusammenhang mit der Einweihung des Aerodynamischen Versuchszentrum AVZ vorgestellte Lösung des Air Curtain werden wir ebenfalls mit hoher Wahrscheinlichkeit im Serien-3er sehen. In der Praxis wird diese Technik kaum zu erkennen sein, der Luftstrom wird dabei aber als eine Art Vorhang vor die Radhäuser gelegt, um die dort durch das sich drehende Rad verursachten Verwirbelungen zu minimieren.

Den zweiten wesentlichen Beitrag zur Verbrauchsreduzierung werden zumindest in den unteren Leistungsklassen die neuen aufgeladenen Dreizylinder-Motoren liefern. AutoCar geht davon aus, dass es sich dabei im Wesentlichen um einen halben Reihensechszylinder mit drei Litern Hubraum handelt.

Das logische Resultat, ein Dreizylinder mit 1,5 Litern Hubraum und allen aktuellen technischen Features, die zur Zeit im BMW-Motorenbau Verwendung finden, könnte dann rund 150 PS leisten. Unserer Meinung nach sind aber die älteren Informationen von Worldcarfans.com, die von 1,35 Litern Hubraum ausgingen, glaubwürdiger.

Auch bei den Selbstzündern glaubt AutoCar daran, dass demnächst Dreizylinder die Verbrauchswerte der aktuellen Vierzylinder noch einmal deutlich unterbieten könnten. Diesbezüglich ist uns noch nichts bekannt, ein solcher Schritt würde aber durchaus Sinn ergeben – falls man die Laufruhe auch bei Diesel-Dreizylindern in den Griff bekommt.

Auch die Klimaautomatik soll zur Verbrauchsreduzierung beitragen, indem zumindest beim Heizvorgang im Winter die normalerweise ungenutzte Wärme des Abgasstrangs mitgenutzt werden soll. Schon vor einiger Zeit waren Meldungen aufgetaucht, nach denen BMW diese Wärme zur Erzeugung elektrischer Energie nutzen will, um diverse Abnehmer im Fahrzeug oder die Batterien von Hybrid- und Elektrofahrzeugen aufladen zu können.

Auch die sehr effektive und verbrauchsreduzierende Achtgang-Automatik werden wir laut AutoCar demnächst in vielen Baureihen sehen, dazu soll auch die kommende 3er-Reihe gehören. Wie das Getriebe seinen Beitrag zur Verbrauchsreduzierung leistet, könnt ihr hier nachlesen.

Eine weitere interessante Info steht in einem Nebensatz, denn AutoCar spricht von einer Verkaufsperiode von zehn Jahren – das wären drei Jahre mehr als bisher üblich und erscheint uns dementsprechend unwahrscheinlich. Im Zuge der Kostenreduzierung würde ein solcher Schritt durchaus Sinn machen, aber ob die Kunden da genauso denken, ist zumindest hochgradig fraglich.

Wie wir schon mehrfach geschrieben haben, wird es in beinahe allen künftigen BMWs optional Hybrid-Antrieb geben. Eine praktikable Lösung dieser Thematik wäre die Integration eines Elektromotors in die Getriebe- oder Differenzial-Einheit des Fahrzeugs. Auf diesem Weg könnte man zahlreiche Motorvarianten optional mit einem unterstützenden Elektromotor anbieten und jeder Kunde kann selbst entscheiden, ob ihm zusätzliche Leistung und niedriger Verbrauch den entsprechenden Aufpreis Wert sind.

Bei den Karosserievarianten wird es ebenfalls Veränderungen geben. Neben den schon heute angebotenen Modellen Limousine, Touring, Coupé und Cabrio soll es ähnlich wie beim 5er auch vom 3er einen GT-Ableger geben. Allerdings werden wir hier keinen Progressive Activity Sedan sehen, sondern ein Progressive Activity Coupé. Dieser BMW 3er GT soll vor allem für Touring-Kunden eine Alternative darstellen, die gerne mehr Exklusivität hätten, denen ein Coupé aber zu unpraktisch ist.

(Quelle & Bild: Autocar.co.uk)

  • andreas krieger

    eine verkaufsperiode von 10 jahren??? finde ich toll…. das würde dann heissen dass nach 5 jahren das LCI kommen würde. es ist doch schon teilweise ergärlich wenn wenn man sich ein auto holt und nach 3,5 jahren ein facelift ansteht und das eigene auto gefällt nicht mehr so. man nehme den e90 als beispiel. nicht viele kaufen sich auch ein auto gleich ab dem marktstart sondern 1 oder 2 jahre später. doch dann kommt man ins grübeln, hmm soll ich mir das auto jetz nach 2 jahren kaufen ? in 1,5 jahren steht das facelift an und und und………… was für ein dilemma

  • Benny

    Bei einer zehnjährigen Verkaufsperiode würde ich auf 2 Facelifts tippen, damit man stets aktuell bleibt. Mit einem LCI würde das nur funktionieren, wenn die Konkurrenz mitspielt. Anderenfalls hat man nach 9 von zehn Jahren bei der Konkurrenz schon den Nachfolger von dem Auto auf dem Markt, dass dort als Antwort auf die Premiere des Zehnjährers gebaut wurde. Das geht eigentlich nicht. Und weil die AutoCar auch nicht weiter darauf eingeht sondern das eher so als selbstverständlichen Nebensatz hinwirft, denke ich eher, dass das ein Fehler ist. Wenn die was von so einer radikalen Änderung des Produktzyklus wissen würden, wäre das meiner Meinung nach mehr als eine beiläufige Erwähnung Wert.

  • Thomas

    Das funktioniert bei Audi doch ganz gut, einfach nur liften und als neues Modell verkaufen 😀
    Mir kann nämlich keiner erzählen das Audi im Vierjahresrhythmus ein völlig neue Fahrezug entwickelt…

  • Andreas1984

    Also 10 Jahre Bauzeit halte ich für unrealistisch.

    Ansonsten bin ich gespannt, was uns BMW da auf die Räder stellt. Beim Cabrio wird’s wohl aufgrund von Kosteneinsparungen wieder auf ein Metallklappdach hinauslaufen.
    Der 3er GT wird wohl BMW’s Antwort auf den A5 Sportback.

  • XfrogX

    Wieso sollten die anderen da mitspielen müssen, klaapt schon bei den supersport motorräder mittlerweile und dort kommts für viele kunden viel eher auf aktualiät an. Früher gabs dort mal alle 2 jahre ein neues bike, bei den japaner, mittlerweile hat honda dort ca einen 4 jahres ryhtmuss mit facelift nach 2 jahren, kawasaki wird nun auf 3 oder 2,5 jahren gehen weil man mal wieder nen größeren sprung machen will, MV hat glaube ich bald 10 jahre eine optisch fast unveränderte 1000er im programm auch ducati hält sich net an den rhytmus. Und bei den 600er kam vor glaube ich schon 4 jahren die daytona auf den markt udn die gewinnt sogar heute noch in so einer umkämpften klaae die testes.

    Denn ihr müsst ja auch sehen das bmw dann beim modell nach 10 jahren etwas neues auf den markt bringt während die anderen schon wieder alt sind.

    Ausserdem steigert man somit nochmals die wiederverkaufspreise wenn ein modell langer akutell ist und somit wird man auch einige käufer dazu gewinnen.

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