Mit mehr als 100.000 Einheiten im dritten Quartal 2026 kann BMW in den USA weiter zulegen. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht der US-Absatz in Q3 einer Steigerung um rund 3.300 Einheiten oder 3,4 Prozent. Für das Wachstum sind Zuwächse bei den Pkw-Baureihen als auch bei den X-Modellen verantwortlich, beiden Sparten steigerten sich um mehr als drei Prozentpunkte. Weniger gut lief das 3. Quartal für MINI, denn die Briten müssen in den USA einen Rückgang um 10,2 Prozent hinnehmen. So ergibt sich für die gesamte BMW Group ein Wachstum von “nur” 2,5 Prozent.

Das Duell um die meistverkaufte Baureihe war bis ganz zum Schluss extrem eng, am Ende liegen keine 150 Fahrzeuge zwischen den beiden Top-Baureihen: Der BMW X3 (G45) schafft es, sich mit 22.457 Einheiten noch knapp vor den X5 mit 22.313 Einheiten zu schieben. Klar ist, dass der Modellwechsel beim großen Bruder hierfür eine zentrale Rolle spielt: Auch wenn die “alte” Generation G05 vielerorts mit attraktiven Rabatten zu haben ist, warten viele Kunden lieber auf die Verfügbarkeit des neuen BMW X5 (G65). Dass der G05 dennoch weiterhin seinen Reiz hat, zeigt der Vergleich mit dem Vorjahres-Quartal, denn hier verzeichnet der Oldie zum Abschluss seines Lebenszyklus nochmals ein sattes Plus von 21,5 Prozent. "

Auf dem insgesamt dritten Platz des internen Baureihen-Rankings für den US-Markt landet der 3er (G20 LCI), der sich kurz vor der Ablösung durch den neuen BMW 3er (G50) um noch deutlichere 46,4 Prozent steigern konnte. Ein Fall für das Kuriositäten-Kabinett ist aus deutscher Sicht der Vergleich der Verkaufszahlen von X1 und X7: Obwohl der X1 weniger als die Hälfte kostet, wurden in den USA in Q3 2026 tatsächlich mehr BMW X7 als X1 verkauft.

Weiterhin nur eine Nebenrolle spielen Elektroautos und Plug-in-Hybride auf dem US-Markt. Klar ist aber auch, dass die Nachrichten vom Technologie-Sprung durch die Neue Klasse zu einer Kaufzurückhaltung beigetragen haben dürften – und im dritten Quartal war der BMW iX3 (NA5) in den USA noch nicht erhältlich. So kommt es, dass der xEV-Absatz von BMW um deutliche 24,9 Prozent gesunken ist. Dass die Einführung des neuen iX3, vor allem aber auch des ersten BMW iX5 (G65) hier frischen Wind bringen dürfte, liegt aber auf der Hand.