Unter normalen Umständen treffen Fahrzeuge wie ein BMW M2 CS und erst recht der aktuelle BMW M5 (G90) nur selten auf eine Umgebung, in der es nur für Mittelfeld-Plätze genügt. Die amerikanischen Autotester von Car and Driver haben die beiden Deutschen allerdings zu einem Test geladen, der von weitaus stärkeren Fahrzeugen dominiert wird: Beim 0-150-0 geht es auf absolut gerader Strecke darum, so schnell wie möglich aus dem Stand auf 150 Meilen pro Stunde – das entspricht rund 241 km/h – und wieder zurück zum Stillstand zu kommen.
Das Testumfeld könnte dabei exklusiver kaum sein, denn neben den beiden BMW M-Modellen und Fahrzeugen wie dem Audi RS 6 Avant oder dem Bentley Continental GT S sind auch Supersportler wie der Porsche 911 Turbo S oder der McLaren 750S vor Ort. Noch wesentlich mehr Leistung als die Power-Verbrenner bieten Elektro-Extremisten wie der Porsche Cayenne Turbo Electric, der Lucid Air Sapphire oder der Porsche Taycan Turbo GT mit Weissach-Paket, die mit mehr als 1.000 PS ins Rennen gehen.
Dass BMW M5 und M2 CS in diesem Umfeld nicht um den Sieg fahren, dürfte niemanden ernsthaft überraschen. Respektabel sind die erzielten Werte dennoch: Während der Hyundai Ioniq 5 N für die 0-150-0-Übung 27,4 Sekunden benötigt und sich auch ein Audi RS 6 Avant 24,7 Sekunden Zeit lässt, ist der schwächere BMW M2 CS mit 23,2 Sekunden deutlich schneller. Weitere 1,4 Sekunden weniger benötigt der BMW M5, der 16,0 Sekunden von 0 auf 241 km/h beschleunigt und nach insgesamt 21,8 Sekunden wieder steht.
Zwar ist der M5 damit fast 3 Sekunden schneller als der Audi RS 6, aber dennoch erheblich langsamer als die schnellsten Teilnehmer des Extrem-Dragrace: Schon der Porsche 911 Turbo S spielt mit einer Gesamtzeit von 17,4 Sekunden in einer anderen Liga, aber auch er kommt in diesem Umfeld nur auf Rang sechs. Die unterm Strich beste Zeit erzielt der Hybrid-Supersportler Corvette ZR1X, der den Test mit 1.250 PS Systemleistung in nur 14,0 Sekunden meistert. Knapp dahinter folgen der Lucid Air Sapphire (14,4s), der Taycan Turbo GT (14,8s), der McLaren 750S (16,1s) und der Cayenne Turbo Electric (16,4s) – dass letzterer trotz ganz anderer Abmessungen eine volle Sekunde schneller als der aktuelle 911 Turbo S ist und einem M5 mehr als fünf Sekunden abnimmt, spricht Bände über das Performance-Potenzial leistungsstarker Elektroautos.
