Kurz nach dem Marktstart erlebt die Neue Klasse von BMW auch schon ihren ersten Rückruf: Weil bei 145 BMW iX3 (NA5) aus dem Produktions-Zeitraum vom 25. November 2025 bis 20. Februar 2026 im Rahmen der routinemäßigen Produktkontrollen ein Fehler an der Komfortladeelektronik entdeckt wurde, müssen diese Fahrzeuge schon kurz nach der Auslieferung zurück in die Werkstatt. Der Fehler führt derzeit auch zu einer Auslieferungssperre für Kundenfahrzeuge, die bereits bei den Händlern angekommen sind, aber erst nach Durchführung der Reparaturmaßnahme ausgeliefert werden dürfen.

Die durch einen Produktionsfehler fehlerhafte Ladeelektronik kann im schlimmsten, aber laut BMW unwahrscheinlichen Fall während des Ladevorgangs zum Anliegen einer Spannung an der Karosserie führen. In diesem Fall besteht die Gefahr eines Stromschlags beim Berühren der Karosserie. Bisher sind keinerlei Unfälle mit Personen- oder Sachschäden bekannt. Um auf Nummer Sicher zu gehen, wird die Komfortladeelektronik bei potenziell betroffenen Fahrzeugen – in Deutschland geht es nach aktuellem Kenntnisstand um 28 Exemplare des iX3 – komplett ersetzt.

Die in Marketing-Sprache als Onboard-Charger bezeichnete Komfortladeelektronik steuert den elektrischen Ladevorgang, der im Fall des BMW iX3 mit bis zu 400 kW möglich ist. Sie wandelt die Wechselspannung der Wallbox oder der Ladestation in eine Gleichspannung um, bevor sie den Hochvoltspeicher im Unterboden des Fahrzeugs erreicht.

Das Kraftfahrtbundesamt führt den Rückruf unter der KBA-Referenznummer 16565R. Der Rückruf-Code bei BMW selbst lautet 0061750900. Ob das eigene Fahrzeug betroffen ist, kann wie üblich mit Hilfe der Fahrzeug-Identifikationsnummer (FIN) auf der Rückruf-Seite von bmw.de selbst überprüft werden. Unabhängig davon werden die Halter von BMW und/oder dem Kraftfahrtbundesamt angeschrieben und auf die erforderliche Reparatur-Maßnahme hingewiesen.