BMW i3-Nachfolger: Stahl von ThyssenKrupp statt Carbon?

BMW i, BMW i3 | 20.08.2014 von 15
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Der BMW i3 ist noch kein Jahr auf dem Markt, eigentlich gibt es also keinerlei Grund bereits über einen Nachfolger für den innovativen Kleinwagen mit …

Der BMW i3 ist noch kein Jahr auf dem Markt, eigentlich gibt es also keinerlei Grund bereits über einen Nachfolger für den innovativen Kleinwagen mit Elektroantrieb nachzudenken. Die BMW Group hat Investitionen in Milliarden-Höhe gestemmt, um den i3 zum ersten Großserien-Automobil mit Carbon-Fahrgastzelle zu machen und profitiert nun von neuem Leichtbau-Know How, das schon bald auch Fahrzeugen außerhalb der Submarke BMW i zu Gute kommt.

Gegenüber dem Wallstreet Journal bringt Herbert Eichelkraut, ein Manager des deutschen Stahl-Giganten ThyssenKrupp, nun allerdings eine Rückkehr zum Stahl ins Spiel. Seinen Angaben zufolge verhandeln BMW und ThyssenKrupp darüber, bei der nächsten i3-Generation “eine wichtige Stahl-Komponente” zu verbauen – worum es sich dabei konkret handelt, bleibt allerdings im Dunkeln.

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Klar ist, dass der Werkstoff Carbon schon jetzt zum Markenkern des i3 gehört und auch bei der nächsten Generation eine wesentliche Rolle spielen dürfte. Ebenso sicher ist, dass auch weiterhin einige Komponenten des Fahrzeugs aus Aluminium und anderen leichten Werkstoffen gefertigt werden dürften, denn natürlich eignet sich Carbon längst nicht für jede Aufgabe im Fahrzeugbau.

Dass hochfester Stahl hierbei eine interessante Alternative zu Aluminium sein kann, ist längst kein Geheimnis mehr. Dank neuer Formtechniken lassen sich auch mit Stahl sehr leichte Bauteile darstellen, die deutlich stabiler als ähnlich schwere Aluminium-Teile sein können. Insofern spricht auch wenig dagegen, im Drive-Modul des BMW i3-Nachfolgers an einigen Stellen auf Stahl statt Aluminium zu setzen.

Worauf ThyssenKrupp-Manager Eichelkraut genau anspielte, dürfte allerdings noch einige Zeit im Dunkeln bleiben– bei BMW i dürfte kaum Interesse daran bestehen, schon jetzt öffentlich über einen BMW i3-Nachfolger zu sprechen.

Dennoch scheint klar, dass es bei der kolportierten “Rückkehr zum Stahl” nicht um eine Abkehr vom für viele Anwendungen besonders attraktiven Carbon gehen wird. Die intelligente und nach ihren jeweiligen Stärken und Schwächen abgewogene Kombination verschiedener Werkstoffe schließt den Einsatz von Stahl an einigen Stellen aber keineswegs aus, auch wenn der Fokus weiterhin auf kohlefaserverstärkten Kunststoffen liegen dürfte.

Fakten wie der Ausbau der Carbon-Produktion im Werk Moses Lake unterstreichen jedenfalls, dass man in München weiterhin von den Qualitäten des Leichtbau-Werkstoffs überzeugt ist.

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