Der BMW iX3 (NA5) hat nicht nur eine Vielzahl von Vergleichen und Tests für sich entschieden, auch die Kunden mögen den ersten Vertreter der Neuen Klasse ganz offenbar: Laut Vertriebsvorstand Jochen Goller hat der iX3 inzwischen allein in Europa die Marke von 100.000 Bestellungen geknackt, hinzu kommen mit Sicherheit tausende Bestellungen auf anderen Märkten wie China und den USA – hierzu nennt Goller aber zumindest gegenüber der dpa (via spiegel.de) für den Moment keine konkreten Zahlen und bestätigt lediglich ein großes Interesse der Kunden.
Der initiale Erfolg in Europa ist so gesehen zweifellos eine gute Nachricht für die Verantwortlichen in München, sollte aber auch nicht überbewertet werden: Für den weltweiten Erfolg ist gerade der Markt in China, für den eigens die BMW iX3 Langversion (NA6) entwickelt wurde, entscheidend. Neben den in Europa angebotenen Varianten iX3 50 xDrive und iX3 40 mit Heckantrieb gibt es in China auch schon den BMW iX3 30 mit LFP-Akku, der als günstiges Einstiegsmodell sicher auch in Europa seine Kunden finden würde.

Im Kontext der aktuellen Verkaufszahlen sagte BMW erst kürzlich, dass derzeit rund ein Drittel der europäischen Elektroauto-Bestellungen auf den iX3 entfallen. Gemessen an der Breite des Münchner BEV-Portfolios, das neben dem iX3 je nach Zählweise noch sechs bis sieben weitere Elektroautos umfasst, ist auch dieser Wert ein starker Indikator für das Interesse der europäischen Kunden. Aktuell dürfte der Anteil allerdings schon wieder sinken, denn mit der BMW i3 First Edition (NA0) ist seit kurzem eine weitere Variante der Neuen Klasse bestellbar. Außerdem kommt mit dem BMW iX5 (G65) bald auch ein größeres SUV mit Neue Klasse-Technik in den Handel, bevor 2027 Modelle wie der BMW i3 Touring (NA1) und der erste iX4 (NA7) als weitere Rivalen des iX3 debütieren.
Aufgrund der hohen Nachfrage wurde die Produktion im ungarischen BMW Werk Debrecen bereits hochgefahren, schon vor Wochen wurde das 50.000 Exemplar des neuen iX3 gebaut.
