Die Messlatte aus dem Vorjahr lag hoch, aber BMW Deutschland konnte sie im Juli 2026 dennoch leicht übertreffen und mit 24.644 Neuzulassungen einen starken Auftakt für das zweite Halbjahr realisieren. Zwar entspricht der Wert “nur” einer Steigerung um 0,5 Prozent, aber der Vergleich mit der Konkurrenz macht die Stärke der Zahlen sichtbar: Audi fehlen bei 17.432 Neuzulassungen (+1,5%) mehr als 7.000 Einheiten auf die Münchner. Mercedes liegt mit 26.624 Zulassungen (+8,0%) deutlich an der Spitze, allerdings sind in den Zahlen des Kraftfahrtbundesamts auch leichte Nutzfahrzeuge wie Citan, Sprinter und Vito enthalten. Im ersten Halbjahr standen diese sicher nicht als Premium-Pkw zu zählenden Baureihen für knapp 9 Prozent der Mercedes-Zahlen.

Nach sieben Monaten kommt BMW Deutschland auf einen Absatz von 151.410 Fahrzeugen, was einer Steigerung um 5,4 Prozent entspricht. Mercedes-Benz liegt mit 152.584 Neuzulassungen (+0,6%) knapp davor, wenn man die Nutzfahrzeuge mitzählt. Audi kann das Duell der beiden Premium-Rivalen nur aus der Ferne beobachten: Die Ingolstädter haben im bisherigen Gesamtjahr erst 123.854 Fahrzeuge abgesetzt. Sie konnten dabei zwar prozentual stärker wachsen als BMW und Mercedes, effektiv ist der Rückstand aber kaum kleiner geworden. "

Beim Blick auf die Tochtermarken MINI und Smart sprechen die Zahlen weiterhin klar für die BMW Group: Im Juli legte MINI um 19,3 Prozent zu und kam auf 4.675 Einheiten, womit die Briten effektiv in einer anderen Liga als Smart spielen. Zwar legte die Mercedes-Tochter um 106,6 Prozent zu, in absoluten Zahlen bleibt der Smart-Absatz mit 851 Einheiten aber weiter überschaubar. Im bisherigen Gesamtjahr liegt MINI mit 25.846 Einheiten (+35,0%) klar vor den lediglich 5.069 Smart (+114,6%). Neu gemischt könnten die Karten allerdings werden, wenn mit dem neuen Smart #2 2027 wieder ein Einstiegsmodell im ikonischen Smart fortwo-Format angeboten wird.

(Grafik & Infos: KBA)