Die wahre Stärke des 1. Halbjahrs von BMW in den USA zeigt sich erst mit Blick auf die Zahlen der direkten Konkurrenz: Die Münchner konnten ihren Vorsprung auf die drei schärfsten Verfolger im Rennen um die U.S. Luxury Crown deutlich ausbauen und sich damit eine starke Ausgangsposition für das zweite Halbjahr erarbeiten. Bemerkenswert ist, dass BMW seine US-Verkaufszahlen in den ersten sechs Monaten steigern konnte, während die Rivalen ausnahmslos mit Rückgängen zu kämpfen haben. Von Audi USA gibt es zwar noch keine Zahlen für das 1. Halbjahr, aber auf dem US-Markt lagen die Ingolstädter 2025 ohnehin nur auf dem fünften Rang der Premiummarken.

Die BMW Group meldet für das 1. Halbjahr einen US-Absatz von 186.944 Fahrzeugen der Kernmarke BMW, das entspricht einer Steigerung um 4,7 Prozent. Je nach Zählweise kommen noch 13.717 MINI hinzu, auch wenn gerade die kleinen Modelle der britischen BMW-Tochter von einigen Amerikanern sicher nur bedingt als Premium-Automobil wahrgenommen werden. Stärkste Baureihe der Briten ist in den USA aber ohnehin der Countryman, der sich Technik und Format bekanntlich mit dem BMW X1 teilt.

Schärfster Verfolger von BMW bleibt auch im 1. Halbjahr 2026 Lexus: Der Absatz der Toyota-Tochter ging zwar im Vergleich zum starken Vorjahr um 5,2 Prozent zurück, die Japaner kommen aber dennoch auf einen starken Wert von 169.712 Einheiten. Sie liegen damit deutlich vor Mercedes, deren US-Absatz um 3,5 Prozent auf 145.000 Einheiten schrumpfte. Auf dem vierten Rang liegt die GM-Tochter Cadillac, die auf ihrem Heimatmarkt einen Rückgang um 22,28 Prozent verkraften musste und so nur noch auf 66.923 Einheiten kommt.

Betrachtet man nur das deutsche Duell, konnte BMW seinen Vorsprung auf Mercedes weiter vergrößern: Nach dem 1. Halbjahr des Vorjahres lagen rund 36.500 Einheiten zwischen den beiden Marken, in diesem Jahr sind es nach sechs Monaten bereits über 41.900 Fahrzeuge zu Gunsten der Bayern.