Der neue BMW i3 tritt in die Fußstapfen des iX3 und sorgt mit außergewöhnlicher Reichweite für Aufsehen: Bei einem internen Test in China legte die intern als NA8 bekannte Langversion nicht weniger als 1.213 Kilometer ohne Zwischenladen zurück. Damit stellt das Elektroauto einen neuen Reichweitenrekord für ein Fahrzeug der BMW Group auf und übertrifft auch die offizielle CLTC-Reichweite von 1.028 Kilometern deutlich. Besonders bemerkenswert ist nicht nur die zurückgelegte Distanz, sondern auch der extrem niedrige Verbrauch von lediglich 8,8 kWh auf 100 Kilometer.

Der Wert zeigt allerdings bereits, dass der Test wenig mit dem Alltag der meisten Menschen zu tun haben dürfte: Die Rekordfahrt war in jeder Hinsicht auf minimalen Verbrauch und maximale Reichweite ausgelegt. Dennoch zeigt die Langstrecken-Fahrt, was mit dem BMW i3 (NA0) theoretisch möglich ist, wenn Komfort und Fahrspaß einmal keine Rolle spielen sollten. Die Fahrt begann am BMW-Werk Tiexi in Shenyang und führte laut BMW China über Autobahnen, Landstraßen, ländliche Strecken und auch einige urbane Straßen. "

Gefahren wurde der Test von chinesischen BMW-Ingenieuren. Sie absolvierten die gesamte Distanz unter realen Verkehrsbedingungen, ohne die Batterie unterwegs nachzuladen. Am Ende standen 1.213 Kilometer auf dem Tacho, was rund 118 Prozent des CLTC-Versprechens entspricht. Die in China verbaute Batterie ist noch etwas größer als in Europa, sie besitzt eine Gesamtkapazität von 113,4 kWh und übertrifft ‘unseren’ i3 damit um rund 5 kWh.

Wichtiger als die theoretische Maximal-Reichweite dürfte im Alltag der meisten Kunden sein, dass der BMW i3 mit bis zu 400 kW geladen werden kann und so auch auf Langstrecken mit höherem Tempo schnell wieder Energie nachladen kann. Aus Münchner Sicht bleibt die spannendste Frage, ob die Neue Klasse BMW auch in China zurück auf die Erfolgsspur bringen kann – oder ob der mit Abstand größte Einzelmarkt auch in den nächsten Monaten und Jahren ein Sorgenkind bleibt.