BMW i3 Facelift: Zweiter Life Cycle Impulse kommt 2017

BMW i3 | 28.11.2016 von 15

Erst vor wenigen Monaten hat der BMW i3 mit dem Angebot des 94Ah-Akkus eine relevante Modellpflege erhalten, das eigentliche Facelift steht dem Elektroauto für die …

Erst vor wenigen Monaten hat der BMW i3 mit dem Angebot des 94Ah-Akkus eine relevante Modellpflege erhalten, das eigentliche Facelift steht dem Elektroauto für die Stadt aber weiterhin bevor. Was die Welt am Sonntag nun berichtet, dürfte für unsere regelmäßigen Leser allerdings keine Überraschung darstellen: Schon in unserem Interview mit i3-Projektleiter Andreas Feist wurde kein Geheimnis daraus gemacht, dass ein BMW i3 Facelift vor der Tür steht.

Genau wie bei allen anderen Facelifts wird der Life Cycle Impulse auch die Optik des BMW i3 betreffen und in einigen Details verändern, mit einer Revolution ist dabei aber nicht zu rechnen. Leicht geänderte Schürzen, neue Lichttechnik und einige Änderungen im Programm von Farben, Felgen und Interieur-Themenwelten werden das Design evolutionär weiterentwickeln.

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Neben dem Design wird das BMW i3 Facelift auch technisch ein weiteres Update darstellen, mit einem ähnlich großen Reichweiten-Sprung wie zur Einführung des i3 94Ah im vergangenen Sommer ist mit Blick auf die deutlich kürzere Zeit zwischen den beiden Markteinführungen aber nicht zu rechnen. Denkbar ist hingegen, dass BMW den ursprünglichen 60Ah-Akku aus dem Programm nimmt – die Nachfrage nach dem kleineren Akku hat seit Einführung der kaum teureren 94Ah-Version deutlich nachgelassen.

Der aufgefrischte BMW i3 wird in jedem Fall seinen Beitrag zur Erfüllung des Absatz-Ziels von BMW i und iPerformance im Jahr 2017 leisten: Mindestens 100.000 Fahrzeuge mit elektrifiziertem Antriebsstrang will die BMW Group im kommenden Jahr verkaufen. Das weitere Modelle wie der rein elektrisch angetriebene BMW X3, der nächste MINI E und der fortwährende Ausbau der Plug-in-Hybrid-Flotte diese Zahlen bis zum Ende des Jahrzehnts weiter in die Höhe treiben sollen, versteht sich von selbst.

Obwohl das BMW i3 Facelift 2017 schon lange geplant ist, dürfte es von manchen Beobachtern auch als Reaktion auf den kommenden Opel Ampera-e verstanden werden. Diese Interpretation liegt angesichts der Ankündigungen aus Rüsselsheim durchaus auf der Hand, aber natürlich sind die Entwicklungszyklen in der Automobilindustrie deutlich länger als einige Monate.

15 responses to “BMW i3 Facelift: Zweiter Life Cycle Impulse kommt 2017”

  1. Fagballs says:

    Es gibt Gesichter, da hilft auch Liften nicht mehr.

    • M54B25 says:

      Das Gesicht können sie ruhig so lassen, aber bei den Türen hört der Spaß auf. Als Urban City Vehicel geht dieser Blödsinn gar nicht. Wer winkt denn bitte so eine Entwicklung durch – Leute ohne Kinder?

      • Hans says:

        20 cm mehr Radstand, normal angeschlagene Türen und eine normale Seitenlinie ohne dem Loch, dann hätten sie sehr Viele verkauft! Gefälligere Optik, mehr Platz für Gepäck und Akku.
        Warum BMW bringst Du keinen längeren i3?

        • M54B25 says:

          Ja genau das wären die Kritierien für Erfolg auf breiterer Linie! Naja und beim Preis unter 30.000€ hätte auch geholfen.

          Und zu den 20 cm Radstand hätten auch ruhig 20cm Außen- und damit Innenlänge gepasst, dann wäre er in der Golfregion und die ist ja irgendwo bei vielen der Maßstab für einen sinnvollen Größenbedarf.

          Ich kann mir aber gut vorstellen, das der Nachfolger das bietet, denn auch BMW sollte ja analysieren, was den Käufer noch fehlt – das mit den Türen muss das das Thema Nr. 1 sein, darauf würde ich wetten!

          • Mini-Fan says:

            Tja, aber der VW Golf ist von seinen Außenmaßen nicht gerade prädestiniert als MegaCityVehicle. Und so hat BMW nun mal den i3 positioniert. Kombiniert mit Fahrspaß und Komfort eines BMW 325i.
            Es macht für BMW auch keinen Sinn, in Konkurrenz zu elektrisch betriebenen “Durchschnittsfahrzeugen” stehen zu wollen. Das schaffen die preislich nicht.
            Das war schon zu Zeiten des BMW 2002 so, daß sich höhere Preise nur bei gleichzeitig höherer (Motor-) Leistung durchsetzen lassen.
            Wohl deshalb kommt der neue Opel Ampera-e nun mit 204 PS auf den Markt – mit Fahrleistungen eines i3.

            Diese Lektion haben sie gelernt bei Opel.
            Wenngleich: Mit einem Übergewicht gegenüber einem i3 von über 300 kg.

            Schwere Batterien einbauen – das kann halt jeder. Sogar Tesla. Wiegen beim Opel immerhin 435 kg.

            Seltsame Entwicklung – wenn man bedenkt, daß sich Autohersteller noch in der kürzeren Vergangenheit damit brüsteten, wenn sie – mit dem Ziel Verbrauchsreduzierung – bei einem Bremsattel 800g eingespart hatten. Und in Zeiten der Elektro- und Hybridautos spielt der Hüftspeck plötzlich keine Rolle mehr. Also wären die nicht (mit-) zubeschleunigen…

            • M54B25 says:

              Wenn es beim Bremssattel 800gr sind, ist das gut für das Fahrverhalten, denn die ungefederten Massen sind dafür entscheident.

              Ansonsten hast Du vollkommen Recht der Golf ist mittlerweile für die Großstadt zu gross, aber leider immernoch Referenz bei den Käufern bzgl. Platzangebot und Kofferraum.

              Und was das Thema Batterien in E-Autos und speziell Tesla angeht – das es normale 18650 Standard-Panasonic Zellen sind, darf man einem Tesla Fanboy gegenüber nicht erwähnen, da kommen die immer gleich mit Neid und E-Vorreiter und all den schönen Vorurteilen die sonst einem BMW-Fanboy mit seinem R6 und RWD zustehen…

              • Mini-Fan says:

                Ist natürlich richtig, was Sie schreiben. Sollte ja nur ein Beispiel dafür sein, wie die Automobilindustrie einerseits mit Akribie versucht, 2 oder 3 kg Gewicht einzusparen. Um dann neuerdings -und hirnlos- bei den Akkus einfach mal das 100-fache des sonstwo eingesparten Gewichts draufzupacken. Und uns das dann als zukunftstauglich -weil elektrisch- zu verkaufen. Die allerersten “Automobile” wurden übrigens auch elektrisch angetrieben: 1839 entstand das erste “Elektrofahrzeug”, 1899 Geschwindigkeitsrekord des “La jamais Contente”; sie verschwanden vom Markt – wegen mangelnder Reichweite (!)

                Wie überhaupt zur Entwicklung des Antriebsstranges eines E-Autos nicht sonderlich viel Intelligenz gehört – jedenfalls nicht im Vergleich zu konventionellen Autos oder auch Hybriden: ein simpler E-Motor, keine Abgasbehandlung, kein mehrstufiges Getriebe – DIE (einmalige) Chance für Newcomer wie Tesla oder kommende Chinesen. 100 Jahre Entwicklungszeit gespart!

                BMW hätte es sich beim i3 auch einfach(er) machen können:

                Statt des 94 Ah (=33 kWh) Akkus einen doppelt so großen und schweren Akku – wie im Opel Ampera-e – verbauen: Schon läge die Normreichweite bei 600 km statt 300 km. Und das Gewicht immer noch einiges unterhalb des neuen Opel Ampera-e.

                MEIN Tip an BMW für den i8-Roadster wäre übrigens: fertiger 1.6-Liter-Reihensechszylinder-Saugmotor mit 160 PS (Motorgewicht 102,6 kg) aus dem eigenen Motorenregal verbauen – aus dem Motorrad BMW K 1600 GT. Und stärkerem E-Motor. Sportwagentauglicher Gänsehaut-Sound inclusive – statt eines Soundgenerators wie beim bisherigen i8 mit dem 1.5-Liter-Dreizylinder.

                Übrigens würde auch der neue Porsche 4-Zylinder-Boxermotor (ergo: Käfer-Sound) eher im VW Beetle akzeptiert werden als in einem 718 Boxter (kennen Sie noch den Sound eines alten VW-Busses T3 mit luftgekühltem 2.0-Liter-Boxer mit 70 PS? – das hat was!)
                Und auch dort als hochpreisige Variante sicherlich -endlich mal- Umsatz bringen. Autokauf und Geld-ausgeben lebt eben von Emotionen – meine Meinung. Porsche’s erster Versuch, den 6-Zylinder-Boxer aus dem 911er zu ersetzen, führte bekanntlich ja mit 924/ 944/ 968 beinahe fast direkt in die Pleite.

                Vielleicht sollte die BMW- oder auch die VW-Marketingabteilung mal darüber nachdenken …

                • M54B25 says:

                  Ich finde sehr gut, wenn jemand genau so wie ich das Thema Tesla und Co genauso kritisch sieht. Nicht dass ein Auto immer kompliziert sein muss, um gut zu sein – aber als ich das erste Mal den Aufbau eines Tesla Modell S unter dem Blech gesehen habe, dachte ich mir “Typisch Amis!” :Alu-Legobaukasten Masse genommen alles schon kastenförmig, die Standard 18650 Akkus schön in besseren Schrumpfschlauch gepackt das Ganze ohne ein gutes Kühlkonzept zusammengekloppt. Ergebnis? Überhitzung nach 3 Vollbeschleunigungen, Auf der AB Tempodrosselung nach wenigen Minuten/Sekunden Voll-E-Gas Fahrt

                  Beim i8 würde ja auch der R4 2.0L reichen, mit den gleichen Leistungsmaßnahmen wie beim 231PS B38K15T0 sind locker 300PS drinne. Da gab es oder gibt es ja für kommende X1M oder ähnliche UKL M-Modelle schon R4 mit ca. 300PS+ im Test. Zusammen mit dem 170PS E-Motor aus dem i3 (die ja identisch sind) wäre man bei ca. 450PS Systemleistung und vermutlich Sprintzeiten von unter 4sec auf 100km/h. Der R6 aus dem Bike ist vom Drehzahlverhalten vermutlich nicht mir dem E-Motor kompatibel, die Max-Leistung liegt erst bei 7.750 und da Drehmoment bei 5.250 an, da bräuchte es für den E-Motor ein Übersetzungsgetriebe, was technisch komplex ist und Gewicht bedeutet.

                  Den T3 Benziner bin ich selbst gefahren und fand den im Vergleich zum Diesel schon recht gut, aber der Gesamtleistungseindruck (also der fehlende) war ernüchternd – da hilft auch Emotionalität aus dem Heckabteil nicht viel 😉

                  Zum 4-Zylinder im Porsche – alle Tester durchweg wussten gar nicht, wie sie die tollen und verbesserten Fahrleistungen des 718er im Vergleich zum 981er darreichen sollten und das nur weil der Sound dermaßen beschi**en ist, das die Emotionalität auf der Strecke bleibt. Noch nicht mal ein Turbo-Zwitschern oder etwas anderes charakteristisches sind vermeldbar – nur Fu*ztrockener Golf-(6/7)-GTI Sound…

                  • Mini-Fan says:

                    Was ich zu diesem Post noch nachtragen wollte:
                    Ich meine, der i8 HAT ein 2-Gang-Übersetzungs-Getriebe für den E-Motor. Aber vielleicht täusche ich mich …

                  • M54B25 says:

                    Wenn Du Wikipedia als Quelle annerkennst, täuscht Du dich nicht, da steht auch etwas von 2 Gang Automatikgetriebe. Aber das wäre auch erklärbar, da sich nirgendwo ein Hinweis auf das Abschalten des E-Motors findet – hier müsste dann ein Getriebe her, um den Bereich von 0 bis 250 km/h abzudecken. Haben die neuen Lexus-Hybrid-Modelle auch und dürfen daher jetzt mehr als 190km/h fahren…

                  • Mini-Fan says:

                    Nee, ich habe das nicht gegoogled. Ich schreibe hier eigentlich immer so einfach drauf los.

                    Das habe ich damals, vor Jahren, als der i8 rauskam, irgendwo gelesen.

                    Vielleicht sogar in einem BMW-Prospekt oder bei der Präsentation gehört. Angeblich, wegen des größeren Geschwindigkeitsspektrums.

        • Mini-Fan says:

          .. weil eine (kostenintensive) Vergrößerung/ Änderung am Carbon-Core des i3 angesichts der im laufenden Modellzyklus noch zu erwartenden Stückzahlen sich niemals rentieren kann!
          Der i3 bietet den Vornsitzenden alles andere als ein kleinwagenähnliches Feeling – auch dank der “normal-großen” vorderen Türen; Einstiegsgefühl dank der rahmenlosen Türen fast wie in einem BMW 4er. Kein Vergleich zu einem 4-türigen VW e-up.

          Und auch was die Kritik an den hinten angeschlagenen Türen anbetrifft, kann ich diese überhaupt nicht nachvollziehen: Gerade Familien mit Kleinkindern werden es zu schätzen wissen, daß sie ohne störende B-Säule sehr bequem Kindersitze hinten installieren können – ohne sich verrenken zu müssen. Versuchen Sie das mal bei einem Zweitürer mit nach vorne geklapptem Beifahrersitz! Und bei einer derart kurzen Karosserie wie der des i3 wäre ein Einstieg hinten mit nur schmalsten konventionell an der B-Säule angeschlagenen Türen alles andere als bequem – für etwas korpulentere Erwachsene sogar unmöglich. Und die steife Carbon-Struktur ermöglicht gerade erst den Entfall einer hinderlichen (und unschönen) B-Säule.
          Und das Gesicht des i3 finde ich persönlich sogar ausgesprochen hübsch; vom Heck kann man das allerdings nicht gerade sagen …

  2. M. Power says:

    Wie hätte sich der i3 wohl verkauft, wenn das Design schön gewesen wäre ?
    Ich glaube BMW hat viele potentielle Käufer durch die Optik abgeschreckt. Da wird das Liften auch nichts mehr nützen.

    • quickjohn says:

      Was ist schönes Design? Na das ist Schwerlich zu beantworten und deshalb auch kaum ein ernsthaft zutreffendes Argument (gegen den i3) – zumindest wenn form-follows-function noch gelten sollte.

      Für die ‘Early Adapter’ – und um die geht es wohl – steht die Innovation im Vordergrund und einen Mangel an Denselben kann man dem i3 definitiv nicht vorwerfen.

      Er ist halt seiner Zeit um ein paar Jahre voraus und trifft in vielen Ländern nach wie vor auf ein nur bedingt absatzförderndes Umfeld. Und was den Verkaufserfolg anbetrifft – es war doch so daß BMW kurz nach Verkaufsstart bereits die Carbon-Produktion aufstocken mußte und insofern die Grunderwartungen durchaus erreicht bzw. übertroffen wurden.

      Welcher Premium-Hersteller – lassen wir Tesla einmal Außen vor deren ‘Massenmodell’ erst noch das Licht der Produktionswelt erblicken muß – kann dies schon von sich behaupten?

  3. eVisioneer says:

    Das mit der Tür finde ich auch mir drei Kindern nicht problematisch. Was mir den i3 bisher aber vergällt, ist der fehlende dritte Sitzplatz mit Gurt auf der jetzt bereits großzügig dimensionierten Rückbank. Und das, obwohl BMW selbst im 1er fünf Sitzplätze hinein quetscht.

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