BMW-Betriebsratschef Schoch: 3er & Co. auch als Elektroautos!

BMW 3er | 15.11.2016 von 18

Mit ungewohnt klaren Worten hat sich Manfred Schoch, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats bei BMW, zu künftigen Modellen und zur aus seiner Sicht offenbar zu zurückhaltenden Elektro-Strategie …

Mit ungewohnt klaren Worten hat sich Manfred Schoch, Vorsitzender des Gesamtbetriebsrats bei BMW, zu künftigen Modellen und zur aus seiner Sicht offenbar zu zurückhaltenden Elektro-Strategie der BMW Group geäußert. Gegenüber Bloomberg News forderte Schoch, dass auch Kernbaureihen wie der BMW 3er, 5er und 7er als reine Elektroautos angeboten werden müssen, anderenfalls drohe BMW im Wettstreit um das Auto der Zukunft hinter andere Hersteller zurückzufallen.

Schoch reagiert mit seiner Forderung nach einem breiten Ausbau der BMW Elektro-Flotte auch auf die Ankündigungen der Konkurrenz aus Stuttgart und Wolfsburg. Auch im Licht des Diesel-Skandals haben Mercedes und Volkswagen für die nächsten Jahre zahlreiche Elektroautos angekündigt und hoffen, die kommenden Kundenwünsche damit korrekt zu antizipieren.

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Auch BMW-Chef Harald Krüger hat bereits weitere Elektroautos angekündigt, vom rein elektrisch angetriebenen BMW 3er, 5er oder 7er ist bisher aber zumindest offiziell nicht die Rede. Der 2019 kommenden BMW X3 eDrive zeigt allerdings, dass man auch in München Pläne zur Elektrifizierung von bisher nur mit Verbrennungsmotor angebotenen Volumenmodellen verfolgt. Der für 2020 angekündigte MINI E verfolgt in einer anderen Fahrzeugklasse ein ganz ähnliches Ziel.

Bevor jedoch weitere Elektroautos an die Seite des BMW i3 treten, sollen zunächst die BMW iPerformance-Modelle als besonders saubere Alternative zu den herkömmlichen Modellen ins Rollen kommen. Schon für 2017 plant BMW mit einem Absatz von rund 100.000 Autos, die zumindest kürzere Strecken des Alltags rein elektrisch fahren können, der Ausbau des Angebots von Plug-in-Hybriden soll auch die Verkaufszahlen in den nächsten Jahren weiter in die Höhe treiben. Ob der Appel von Manfred Schoch nun zu einem schnelleren Ausbau der Elektro-Flotte führt, bleibt abzuwarten.

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18 responses to “BMW-Betriebsratschef Schoch: 3er & Co. auch als Elektroautos!”

  1. Bob Morane says:

    Das war es für BMW. Die Marke wird zu Nokia. Besser jetzt M3 E36, E46 und E9X und M5 E39 und E6X sowie M6 E6X schnappen bevor die Preise wie alte Nokia Händys steigen.

    • M. Power says:

      Ob es das war für BMW weiss ich nicht, aber ich glaube das war es mit echter Freude am Fahren.
      Darum gebe ich dir Recht, die genannten M Modelle werden preislich steigen und da sollte man zuschlage solange es noch gute Exemplare zu kaufen gibt. Ich habe das bereits getan und geniesse jede Ausfahrt.

      • M54B25 says:

        Also einen e-M4 mit 1600kg – so wie jetzt auch, ein E46 war übrigens auch schon bei 1550 und ein E36 auch schon bei mehr als 1350kg- und E-Motor mit 1000Nm von Umdrehung 0 bis zur Höchstdrehzahl und einer Batterie die zu diesem Gewicht führt, stelle ich mir sehr, sehr spaßig vor.

        Keine Frage, Verbrennungsmotoren haben ihren Reiz, was Sound, Drehzahl- und Kraftentwicklung angeht, aber wirklich rein physikalisch sind E-Motoren und vernünftig entwickelte E-Autos (also nicht Tesla) den Hubkolben-Fahrzeugen überlegen:
        – weniger bewegliche Teile, heisst weniger Gewicht und Komplexität im Antriebsstrang
        – Drehmoment und Leistung der E-Motoren sind im Vergleich zur Bauform den klassischen Verbrennern (Hubkolben nicht unbedingt Wankelmotoren) überlegen
        – Kühlung und Schmiermitteln als limitierende Faktoren sind unkritischer und benötigen weniger Bauform

        Klar einzig und alleine sind derzeit das Thema Batteriegewicht, Ladezeiten und Leistungsabgabe die limitierenden Faktoren. Das schränkt die Altertauglichkeit ein – aber nicht die Freude am Fahren! Ich will damit sagen, dass es die M-GmbH hoffentlich der AG nachmacht und rechtzeitig auf den Zug der Elektrifizierung der Angebotspalette aufspringt – konsequent und mit eigenen USP wie beim i8.

        • Bob Morane says:

          Reiz bei Seite, sind Elektroautos konzeptuel überlegen (Batterien sind noch eine schwäche). Elektroautos machen fast mehr Spaß im Alltag. Nun erwarte ich auch dass BMW solche Autos baut, statt weder das eine noch das andere zu bieten.

        • M. Power says:

          Das ist natürlich auch eine Geschmacksache, mein Ding ist Elektroantrieb nicht.
          Dann manch doch mal eine Runde auf der Nordschleife mit einem Elektroauto, da hat man bestimmt nicht lange Freude…
          Um von A nach B zu kommen mag ja ein Elektroauto OK sein, aber nicht für Fahrspass auf Rennstrecken und Passstrassen.
          Aber mir soll es recht sein, je mehr Leute auf Elektro umsteigen, desto mehr Benzin hat es für mich übrig.
          Übrigens, langfristig gesehen ist Elektro als Antrieb auch nicht sinnvoll: Die Lithium Vorkommen sind auch beschränkt und reichen nach Schätzungen noch 30 Jahre.

          • der_ardt says:

            ich denke wie M54B25: Das ist eine Sache der Entwicklung. Wenn erstmal leichte Batterien zur Verfügung stünden, die akzeptable Reichweite bei geringem Gewicht und Bauvolumen versprechen, dürften die Autos aufgrund des Drehmoments und niedrigen Schwerpunktes ziemlich gut gehen.
            Es hängt eben an den Batterien. Was mir dabei den Optimismus raubt, sind die Entwicklungen bei den Smartphones. Seit Jahren ist Akkukapazität dort ein Problem und die Fortschritte sind nicht gerade berauschend, abgesehen von der neuen Schnelladetechnik

          • M54B25 says:

            Fazination NOS und E-Auto: http://www.mercedes-amg.com/webspecial/sls_e-drive/deu.php?lang=deu hält den aktuellem Rekord für E-Fahrzeuge mit 7:56.

            Und zu den Lithium Vorräten – es werden andere Rohstoffe benötigt, um die derzeitige Schwachstelle -die Batterie- zu verbessern. Und sonst gibt es ja auch noch serielle Hybrid-Antriebe wo nur kleine Zwischenspeicher benötigt werden.

    • McIntyre's (un)official page says:

      Wenn das Öl bald ausgeht (und das wird es auf jeden Fall), dann macht ein Verbrennungsmotor keinen Sinn mehr, wie willst du es sonst befeuern? Wenn BMW als Unternehmen auch die nächsten 100 Jahre überleben will, dann muss es evolvieren, sich an künftige Trends anpassen. Und Zukunft heißt nun mal (leider): Elektro oder eben Wasserstoff oder sonst etwas, jedenfalls kein Benzin/Diesel.

      • der_ardt says:

        Peak Oil wurde vor Jahrzehnten vorausgesagt. Tatsächlich entstanden seitdem neue Abbauverfahren und ein Ende der Förderung ist nicht absehbar. Und selbst wenn, kann man Sprit durchaus auch rein synthetisch (und aus nachwachsenden Rohstoffen) produzieren, wenn der Weltmarktpreis stimmt

        • McIntyre's (un)official page says:

          Synthetisch ist dabei das richtige Stichwort. Nur ist die Frage: wie weit ist diese Technologie entwickelt? Gibt es dazu schon genauere Infos?

    • Fagballs says:

      BMW wird nur Nokia, wenn sie die Konkurrenz mit den frischen Ideen unterschätzen. Nokia hat Apple unterschätzt und wir sehen, was daraus geworden ist. Nokia Handys sind auch nicht teuer, weil sie niemand mehr haben will. Ich kenne nur einen Menschen in der Umgebung, der tatsächlich ein Handy haben will, dass außer telefonieren und texten nichts kann.

      Ich glaube BMW unterschätzt Tesla nicht.

      Blöder Vergleich, findest du nicht?

  2. Andre de Vries says:

    Wann es bei bmw keine ///M Benzin fun auto’s mehr gibt. Dann kauf ich mir auch keine neue BMW.

  3. Quer says:

    Ach nachdem BMW einige e-Modelle mehr vor hat zu bauen gibt es plötzlich keine M-Modelle mehr.

    • Bob Morane says:

      Das is das Problem, Verbrenner und Elektroautos sind sehr unterschiedlich. Mann kann entweder das eine oder das andere bauen, sonst wird es in beiden Fällen nur ein schlechter Kompromiss.

    • Fagballs says:

      Sehe ich genauso, man muss mit der Zeit gehen, sonst geht man mit der Zeit. Wo auch immer die Elektrizität her kommt, irgendwann gibt es kein Öl mehr oder es ist Luxusgut. Davon ab haben Elektroauto auch ihre Vorteile (durchzug, kein Leerlauf an der Ampel, kein nutzloses Anlassen wegen Start-Stop, keine Belastung durch Kurzstrecken, Platz) ohne den reinen Umweltaspekt.

      Ich stimme dir und dem BR-Chef zu, hatte es die Tage auch schon mal angemerkt, die Palette muss verbreitert werden. Ein reines E-Fahrzeug ist zu wenig und Hybride, die nur 30km elektrisch voran kommen, finde ich auch halbgar.

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