DTM 2016: Marco Wittmann nachträglich disqualifiziert

Motorsport | 25.09.2016 von 1
Budapest (HU) 24th September 2016. BMW Motorsport, Race 15, Marco Wittmann (DE) Red Bull BMW M4 DTM.

Update: Im Anschluss an das Rennen wurden Marco Wittmann und Daniel Juncadella wegen zu flacher Skidpads am Unterboden seines Fahrzeugs disqualifiziert. Anders als angenommen hat Wittmann …

Update: Im Anschluss an das Rennen wurden Marco Wittmann und Daniel Juncadella wegen zu flacher Skidpads am Unterboden seines Fahrzeugs disqualifiziert. Anders als angenommen hat Wittmann nun keine 26 Punkte Vorsprung auf seinen schärfsten Verfolger, sondern 12 Zähler weniger.

BMW-Pilot Marco Wittmann konnte seine Führung in der Gesamtwertung am vorletzten Wochenende der DTM-Saison 2016 verteidigen. Dabei profitierte der Fürther vom Ausfall seines härtesten Konkurrenten im zweiten Rennen, denn Audi-Fahrer Edoardo Mortara konnte das zweite Rennen nach seinem Sieg am Samstag nicht beenden – was ihn in jedem Fall massiv Punkte und eventuell sogar die Meisterschaft kostet.

Nachdem Mortara sich im Qualifying die Pole Position für den Sonntag gesichert hatte, war er nach einem schlechten Start direkt in eine Kollision mit Marco Wittmann verwickelt. Nach einem frühen Boxenstopp konnte Mortara nie wieder den Anschluss an die Spitze finden, Wittmann konnte mit seinem beschädigten BMW M4 DTM noch den vierten Platz nach Hause fahren und so zahlreiche Punkte auf seinen Verfolger gutmachen.

In der Gesamtwertung hat Marco Wittmann vor den letzten beiden Rennen der Saison 26 Punkte Vorsprung auf Edoardo Mortara. Doch am Hockenheimring könnte der Audi-Pilot bis zu 50 Punkte holen, wenn er sich in ähnlich starker Form wie in Ungarn präsentiert. Neben Mortara waren auch die übrigen Audi-Piloten auf dem Hungaroring so stark unterwegs, dass die Ingolstädter die Führung in der Herstellerwertung erobern konnten. Auch in der Teamwertung hat das Team Abt-Audi-Sportsline die Führung übernommen und das BMW Team RMG auf den zweiten Rang verdrängt.

Jens Marquardt (BMW Motorsport Direktor): „Das war das harte Stück Arbeit, das wir nach dem Ausgang des Qualifyings erwarten mussten. Gegen so viele Audis an der Spitze ist es schwierig, noch ganz nach vorn zu kommen. Marco hatte einen tollen Start und hat die Lücke in der ersten Kurve gesehen, obwohl ihm Mattias Ekström das Leben nicht leicht gemacht hat. Im Anschluss hat er seinen siebten Platz mit aller Kraft verteidigt. Leider war das Rennen sehr statisch, das ist schade für die Zuschauer. Für morgen müssen wir uns im Qualifying verbessern, um im Rennen weiter nach vorn fahren zu können.“

Marco Wittmann (BMW Team RMG, 7. Platz): „Platz sieben war das Maximum, das wir heute erreichen konnten. Ich hatte einen sehr guten Start, vor allem aber eine sensationelle erste Kurve. Ich habe mein Herz in beide Hände genommen und spät gebremst. Damit konnte ich gleich zwei Audis überholen. Wir hatten zwar heute gegen die Audi-Dominanz keine Chance, aber sie sechs Punkte sind sehr wertvoll. Jetzt schauen wir mal, wo wir morgen stehen.“

Maxime Martin (BMW Team RBM, 12. Platz): „Ich kann über den heutigen Tag nicht viel sagen. Es war kein gutes Rennen. Wir hatten keine großen Probleme, aber unsere Pace hat einfach nicht gepasst. Wir müssen versuchen, es morgen besser zu machen und weiter vorn zu starten. Doch es scheint so, als sei Audi hier sehr stark, also müssen wir abwarten, wie es morgen aussieht.“

Tom Blomqvist (BMW Team RBM, 13. Platz): „Mein Start war okay. Ich hatte in der ersten Runde ein paar Berührungen, bin in Kurve zwei weit nach außen geraten und wurde dann in Turn 12 von der Strecke geschoben. Es war also eine schwierige erste Runde, und ich habe ein paar Positionen eingebüßt. Der Rest des Rennens war auch nicht einfach. Wir hatten nicht die nötige Pace und müssen uns für morgen verbessern.“

Timo Glock (BMW Team RMG, 14. Platz): „Natürlich war es schwierig, vom 13. Startplatz etwas auszurichten. Außerdem war meine erste Runde alles andere als gut, ich habe zwei, drei Plätze verloren. Positiv ist, dass sich das Auto über den Tag hinweg Stück für Stück besser angefühlt hat, auch wenn mein 14. Platz das nicht widerspiegelt. Es ist schwierig, die Audi-Dominanz hier auf dem Hungaroring zu brechen. Mich freut aber, dass Marco weitere wichtige Punkte im Titelrennen sammeln konnte.“

Bruno Spengler (BMW Team MTEK, 15. Platz): „Wir haben im Qualifying nicht die erhoffte Performance gezeigt, die Balance an meinem Auto war nicht ganz optimal. Im Rennen lief es etwas besser. Ich hatte einen sehr guten Start und konnte einige Plätze gutmachen. Aber von Startplatz 21 kann man letztendlich nicht viel ausrichten. Wir müssen unsere Hausaufgaben machen und aus dem Rennen unsere Lehren ziehen, damit wir morgen besser abschneiden als Platz 15.“

António Félix da Costa (BMW Team Schnitzer, 17. Platz): „Wir hatten für die heutige Startaufstellung eine Rückversetzung um fünf Positionen, deshalb haben wir im Qualifying nur einen Satz Reifen benutzt. Von daher sind wir schon am Vormittag gewisse Kompromisse eingegangen, um morgen einen besseren Sonntag zu haben. Ein Rennen von so weit hinten zu starten ist immer hart, aber es hat Spaß gemacht. Ich hatte ein paar tolle Fights da draußen und habe das Auto gut nach Hause gebracht.“

Augusto Farfus (BMW Team MTEK, 20. Platz): „Die Strecke scheint unserem Auto nicht besonders gut zu liegen, und wir sind von so weit hinten gestartet, dass ein gutes Ergebnis nicht möglich war. Aber ich muss sagen: Während des Rennens hat sich das Auto nicht so schlecht angefühlt, deshalb sehe ich es nicht so negativ. Natürlich entspricht das Ergebnis nicht dem, was wir uns vorgenommen haben, aber das Rennen hat uns geholfen, Erkenntnisse zu sammeln. Jetzt werden wir versuchen, das Gelernte umzusetzen und morgen eine bessere Performance zu zeigen.“

Martin Tomczyk (BMW Team Schnitzer, 22. Platz): „Das Wichtigste ist, dass Marco im heutigen Rennen Schadensbegrenzung im Kampf um den Titel betreiben konnte. Er hat wieder einmal das Beste aus dieser für uns schwierigen Situation gemacht. Mehr als Platz sieben war für ihn nicht drin. Für mich lief es alles andere als optimal. Allerdings haben wir alle generell nicht die Performance gezeigt, die wir uns erwartet hatten.“

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