Bosch: Wassereinspritzung auch für andere Hersteller geplant

News | 1.09.2016 von 7
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Das Thema Wassereinspritzung wird Auto-Interessierte in den nächsten Monaten und Jahren noch häufiger beschäftigen. Nachdem die Technik unter der Haube des BMW M4 GTS ihr …

Das Thema Wassereinspritzung wird Auto-Interessierte in den nächsten Monaten und Jahren noch häufiger beschäftigen. Nachdem die Technik unter der Haube des BMW M4 GTS ihr Comeback gefeiert hat, wird im Hintergrund mit Hochdruck an den nächsten Motoren mit entsprechender Technik gearbeitet. Der Zulieferer Bosch wird die Technik dabei nicht nur an BMW liefern, sondern sie auf Wunsch auch anderen Autobauern zugänglich machen.

Bosch hatte die Wassereinspritzung gemeinsam mit BMW zur Serienreife entwickelt und erhofft sich von der Öffnung für den allgemeinen Markt deutlich größere Stückzahlen und entsprechend sinkende Preise. Die größten Vorteile der Technik können die Kunden im Vollast-Bereich erleben, denn hier wird die Temperatur im Brennraum bei vielen modernen Motoren durch zusätzliche Kraftstoff-Einspritzung reduziert. Den hier entstehenden Verbrauchs-Nachteil kann man mit Hilfe der Wassereinspritzung reduzieren und so für niedrigere Praxisverbräuche sorgen.

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Bosch selbst spricht von einem Einspar-Potenzial von 13 Prozent “bei flotterem Beschleunigen” und kann sich den Einsatz der Technik vor allem in aufgeladenen Motoren mit drei und vier Zylindern vorstellen. Genau in diesem Einsatzgebiet will auch BMW die nächste Generation der Wassereinspritzung in Serie bringen, wovon wir uns bereits vor über einem Jahr am Steuer eines Prototypen überzeugen konnten.

Während das Wasser im Fall des BMW M4 GTS in den Luftsammler eingespritzt wird und dort für eine Abkühlung der angesaugten Luft sorgt, ist die direkte Wassereinspritzung in den Brennraum der nächste Schritt. In unserem Interview mit Werner Mährle, Leiter Entwicklung Ottomotoren, sind wir bereits im vergangenen Jahr detailliert auf die Funktionsweise und die resultierenden Vorteile der direkten Wassereinspritzung eingegangen.

Wie unser Video von der Testfahrt im Prototypen deutlich zeigt, sorgt die direkte Wassereinspritzung vor allem bei hoher Last für Einsparungen. Das führt dazu, dass sich im praxisfernen EU-Normzyklus NEFZ mit kaum nennenswerter Beschleunigung so gut wie keine Vorteile ergeben und der Normverbrauch beinahe unverändert bleibt. Dieser Umstand macht die Technik aus Sicht der Autobauer weniger attraktiv, denn ohne reduzierten EU-Verbrauch und entsprechend niedrigere CO2-Emissionen liegen die Vorteile weniger klar auf der Hand als bei anderen Spritspar-Technologien – auch wenn letztere vielleicht im Alltag weniger hilfreich sind als bei offiziellen Verbrauchsmessungen.

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