BMW Motorrad: Carbon-Rahmen als nächste Leichtbau-Option

BMW Motorrad | 17.08.2016 von 1
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Wenige Jahre nach den Automobilen der Marke könnte demnächst auch BMW Motorrad den Hightech-Werkstoff Carbon nutzen und speziell seine Supersportler noch etwas leichter machen. Von …

Wenige Jahre nach den Automobilen der Marke könnte demnächst auch BMW Motorrad den Hightech-Werkstoff Carbon nutzen und speziell seine Supersportler noch etwas leichter machen. Von entsprechenden Plänen berichtet das englische Fachmagazin Motor Cycle News, das bereits vor ein paar Monaten von zwei detaillierten Patent-Anmeldungen für Carbon-Rahmen erfahren hat.

Die Vorteile liegen dabei wie beim Auto auf der Hand: Die Kohlefaser-verstärkten Kunststoffe sind je nach Aufbau und Fertigung extrem robust, dabei aber deutlich leichter als Stahl oder Aluminium. Gerade bei einem Supersportler wie der BMW S 1000 RR freuen sich Entwickler und Fahrer über jedes eingesparte Gramm, um das Leistungsgewicht noch weiter zu verbessern. Schon jetzt muss jedes PS der Maschine nur ein Kilogramm bewegen, künftig könnte dieses Verhältnis noch spürbar besser werden.

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Aus heutiger Sicht kommt der Einsatz von Carbon in erster Linie bei Highend-Motorrädern in Frage, schließlich sind die technischen Daten hier von besonderer Bedeutung und die Kunden gerne bereit, für innovativen Leichtbau auch etwas tiefer in die Tasche zu greifen. In der etwas ferneren Zukunft könnte der Ansatz aber durchaus auch für Volumenmodelle interessant werden, schließlich sinken die Kosten der Herstellung von Carbon-Bauteilen kontinuierlich.

Bei der BMW Group wird Carbon bereits seit vielen Jahren in Serien-Automobilen genutzt, um das Gewicht bestimmter Modelle gezielt zu reduzieren. Was 2003 mit dem besonders leichten Carbon-Dach des BMW M3 CSL begann, wurde zehn Jahre später mit dem Elektroauto BMW i3 auf die bisherige Spitze getrieben: Der Kleinwagen besitzt eine vollständig aus Carbon gefertigte Fahrgastzelle.

Seit dem vergangenen Jahr ist auch der BMW 7er mit Carbon-Core-Technologie auf der Straße und nutzt die Vorteile des leichten Materials, so werden im Jahr 2016 voraussichtlich mehr als 100.000 Fahrzeuge der BMW Group mit signifikantem Carbon-Anteil gebaut. Eine Nutzung bei BMW Motorrad wäre folglich ein durchaus logischer nächster Schritt: Die Stückzahlen wären verhältnismäßig klein und genügend Erfahrung im nicht immer ganz einfachen Umgang mit dem Material hat BMW in den letzten Jahren definitiv gesammelt.

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