BMW testet Brennstoffzelle mit Toyota Mirai und Tesla Model S

BMW 5er GT, Erlkönige | 10.08.2016 von 0
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Vor etwas mehr als einem Jahr berichteten wir erstmals über einen BMW 5er GT Protoyp mit Brennstoffzellen-Antrieb. Nach der kurzen Tour auf der Teststrecke von …

Vor etwas mehr als einem Jahr berichteten wir erstmals über einen BMW 5er GT Protoyp mit Brennstoffzellen-Antrieb. Nach der kurzen Tour auf der Teststrecke von Miramas verschwand der Versuchsträger von der Bildfläche, nun ist er in Spanien offenbar wieder aufgetaucht. Aktuelle Fotos zeigen den weißen BMW 5er GT mit auffälliger Beklebung, dessen Beschriftung an den Türen keine Zweifel an seinem Einsatzzweck aufkommen lässt – oder darüber hinwegtäuschen soll, dass unter dem Blech etwas völlig anderes getestet wird.

Die übrigen Fahrzeuge des von motor.es erwischten Konvois lassen allerdings darauf schließen, dass hier tatsächlich die Brennstoffzellen-Technik erprobt wird: Dem BMW 5er GT folgen ein Hyundai ix35 Fuel Cell, ein Tesla Model S und ein Toyota Mirai, die ihre Kraft ebenfalls aus Wasserstoff statt aus fossilen Brennstoffen ziehen. Vor allem der Toyota Mirai ist dabei keine Überraschung, schließlich stammt ein Großteil der derzeit meist hinter verschlossenen Türen weiterentwickelten BMW Brennstoffzellen-Technik aus der Kooperation mit den Japanern.

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Wann genau BMW ein Serienfahrzeug mit Brennstoffzelle vorstellt und ob es sich dabei um den immer wieder besprochenen BMW i5 handeln könnte, steht derzeit noch in den Sternen. Klar ist allerdings, dass die Brennstoffzelle das Portfolio lokal emissionsfreier Fahrzeuge um eine Variante mit besonders großer Reichweite ergänzen könnte: Mit einem vollen Wasserstoff-Tank schafft ein modernes Brennstoffzellen-Auto wie der gezeigte BMW 5er GT rund 700 Kilometer.

Während der Toyota Mirai die Technik bereits jetzt erlebbar macht, sieht man die Zeit für das Brennstoffzellen-Auto in München noch nicht gekommen. Vor allem die weiterhin sehr überschaubare Infrastruktur mit extrem wenigen Wasserstoff-Tankstellen macht es derzeit für die meisten potenziellen Kunden uninteressant, über die Anschaffung eines Autos mit Brennstoffzelle ernsthaft nachzudenken. Das Netz der Tankstellen wird jedoch von Jahr zu Jahr größer und macht damit auch das Angebot eines Brennstoffzellen-Autos immer attraktiver.

Über den Stand der Entwicklung bei BMW, die Vor- und Nachteile sowie die Pläne und Hindernisse für einen möglichen Serieneinsatz haben wir vor rund einem Jahr ausführlich mit Antriebsforscher Matthias Klietz gesprochen. Das komplette Interview kann hier nachgelesen werden.

(Fotos: Phocarmedia & Motor.es)

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