BMW i3 94Ah 2016: Erste Fahrt bestätigt Reichweiten-Plus

BMW i3, Fahrberichte | 29.07.2016 von 3
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200 Kilometer Alltags-Reichweite machen den BMW i3 94Ah seit Anfang Juli 2016 zu einem Angebot, das noch mehr Kunden für Elektromobilität begeistern wird.

Rund zweieinhalb Jahre nach dem Marktstart des BMW i3 blickt man in München zufrieden auf den bisherigen Verlauf des ambitionierten Projekts. Weltweit wurden mehr als 50.000 Exemplare des auch heute noch innovativen Elektroautos verkauft, aber anstatt sich zurückzulehnen nimmt BMW i den Hauptkritikpunkt aller Elektromobilitäts-Zweifler offensiv in Angriff: Seit 1. Juli ist der BMW i3 94Ah mit neuem Akku-Paket und rund 50 Prozent mehr Reichweite erhältlich, um die Anforderungen einer noch größeren Zielgruppe erfüllen zu können.

Gemäß des praxisfernen EU-Zyklus steigt die Reichweite des BMW i3 94Ah im EcoPro-Modus auf beachtliche 300 Kilometer, in der Praxis mit stärkerer Beschleunigung, aktivierter Klimaautomatik und anderen Verbrauchern rechnet BMW i mit einer Alltagsreichweite von circa 200 Kilometern. Der nun gegen einen moderaten Aufpreis von 1.200 Euro verbaute Lithium-Ionen-Akku hat eine Brutto-Kapazität von 33 kWh und übertrifft das bisherige Modell dabei trotz identischer Abmessungen und vergleichbarem Gewicht um rund ein Drittel.

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BMW i3 94Ah: Erste Fahrt bestätigt Reichweiten-Plus

Bei unserer ersten Fahrt mit dem aktualisierten BMW i3 94Ah spürten wir den verbesserten Akku praktisch ausschließlich beim Blick auf die Reichweiten-Anzeige im Display hinter dem Lenkrad. Auch nach dem Verschwinden des vierten Balkens kalkulierte der Stromer eine verbleibende Reichweite von rund 180 Kilometern, was mit dem kleinen Akku selbst bei komplett geladenem Akku nur selten gelingt.

Abgesehen vom deutlich größeren Aktionsradius, der auf den zunächst nervösen Blick nach dem Ladestand des Akkus in aller Regel Entspannung und Erleichterung folgen lässt, fährt sich der BMW i3 94Ah genau wie der weiterhin angebotene i3 mit Standard-Batterie. Das neue Batterie-Paket besteht wie bisher aus 8 Modulen mit jeweils 12 Zellen, doch innerhalb der 96 Zellen hat sich viel getan. Eine optimierte Geometrie im Inneren der gemeinsam mit SDI entwickelten Zellen sorgt für die erhöhte Kapazität und legt so den Grundstein für die deutlich gesteigerte Reichweite.

Mit seiner Carbon-Fahrgastzelle, dem 170 PS starken Elektromotor an der Hinterachse und seinem tiefen Schwerpunkt vermittelt auch der BMW i3 94Ah deutlich mehr Agilität und Fahrspaß, als man es von Elektroautos mit vergleichbaren Abmessungen gewohnt ist. Dank des großen Lenkwinkels der von allen Antriebsaufgaben befreiten Vorderräder bietet der i3 einen extrem kleinen Wendekreis und punktet damit vor allem im Stadtverkehr.

Auf einen geänderten Schriftzug am Heck verzichtet der BMW i3 94Ah, dennoch dürfte sich die 33 kWh-Version in vielen Fällen leicht erkennen lassen: Die vom i8 bekannte Farbe Protonic Blue ist ausschließlich für das neue Topmodell erhältlich und macht es schon von weitem erkennbar. Wer sich nicht mit Blau anfreunden kann, darf den 94Ah-i3 aber natürlich auch in anderen Farben bestellen.

Auf ein klassisches Facelift mit geändertem Design verzichtet der BMW i3 zum jetzigen Zeitpunkt völlig, zu einem späteren Zeitpunkt ist eine solche Modellpflege-Maßnahme aber noch geplant. Für den Innenraum gibt es schon jetzt einige neue Farben und Kombinationsmöglichkeiten, wobei natürlich auch alle neu angebotenen Materialien die bewusst hoch angesetzten Nachhaltigkeitsansprüche von BMW i erfüllen.

Perfekt zum nachhaltigen Gesamtkonzept des BMW i3 passt das Angebot, auch die bisher gebauten BMW i3 auf Wunsch mit dem neuen Akku nachzurüsten. Alle Modelle mit rein elektrischem Antrieb können beim BMW-Händler mit dem 94Ah-Akku aufgerüstet werden, was allerdings kein günstiges Vergnügen ist: 7.000 Euro zuzüglich Mehrwertsteuer berechnet BMW i für das Akku-Update, wobei der alte Akku in den Besitz von BMW übergeht und im Stationärbetrieb weitergenutzt wird.

Dass es sich hierbei nicht um ein Schnäppchen handelt, weiß man auch in München. Doch da den BMW i3 weder Rostprobleme noch Haltbarkeitssorgen beim Motor plagen können, könnte das Angebot für nachhaltig denkende Kunden durchaus seinen Reiz haben. Zumindest für deutsche Schnäppchenjäger gibt es derzeit aber ein anderes Angebot, das den Absatz in den nächsten Monaten stärker ankurbeln könnte: Die Bundesregierung subventioniert den Kauf eines Elektroautos mit einer Kaufprämie in Höhe von 4.000 Euro, was beim Kauf eines BMW i3 94Ah nicht nur die Finanzierung des 33 kWh-Akkus, sondern auch noch des einen oder anderen Kreuzchens in der Aufpreisliste erleichtert.

Wie sehr die erhöhte Reichweite die Attraktivität des BMW i3 94Ah steigert, sieht man übrigens schon heute beim Blick auf den Auftragseingang: Seit der Ankündigung des neuen Akku-Pakets hat das Interesse am i3 deutlich zugenommen und übersteigt in vielen Märkten – nicht nur in Deutschland – sogar das Niveau des Jahres 2013, als das Elektroauto von BMW den Bonus des innovativen Pioniers noch deutlich stärker ausspielen konnte als zweieinhalb Jahre später.

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