BMW i3 REx: “Power-loss”-Klage in den USA zweifelt Sicherheit an

BMW i3 | 20.05.2016 von 1
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BMW muss sich mit einer potenziell teuren Klage in den USA befassen, im Zentrum steht dabei der BMW i3 REx. Dem Elektroauto mit Range Extender wird …

BMW muss sich mit einer potenziell teuren Klage in den USA befassen, im Zentrum steht dabei der BMW i3 REx. Dem Elektroauto mit Range Extender wird vorgeworfen, dass es unter bestimmten Umständen nicht die gewohnte Motorleistung bietet und so gefährliche Situationen im Straßenverkehr verursachen kann. Konkret geht es um das Szenario eines beinahe vollständig entladenen Akkus mit weniger als fünf Prozent Rest-Kapazität, was den Betrieb des Zweizylinder-Benziners als Range Extender notwendig macht.

In diesem speziellen Fall kann es vorkommen, dass der BMW i3 REx nicht mehr wie erwartet beschleunigt oder im Extremfall – beispielsweise an einer Steigung und voll besetzt – sogar langsamer wird, weil die Kraft nicht zum Halten der Geschwindigkeit ausreicht. Der 34 PS starke Verbrennungsmotor treibt nicht direkt die Hinterräder an, sondern wird nur zum Aufladen des Akkus genutzt und steigert so die Reichweite. In dieser Ausnahmesituation kann der für den Vortrieb verantwortliche Elektromotor nicht in gewohnter Weise Energie aus dem Akku ziehen, weshalb sich die Fahreigenschaften verändern.

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Bei der in Kalifornien eingereichten Klage wird die Betriebssicherheit des BMW i3 REx grundlegend in Frage gestellt, das Fahrzeugs sei unsicher und sollte daher nicht im öffentlichen Straßenverkehr bewegt werden. Die Kläger fordern außerdem eine Entschädigung oder sonstige Kompensation von BMW, beispielsweise einen Rückkauf der Fahrzeuge.

BMW kommentiert den Fall derzeit nicht, aber klar ist: Die US-Vorgaben machen die aktuelle Lösung praktisch alternativlos. Denn wenn der Range Extender bereits bei einem Akku-Stand von über fünf Prozent mit seiner Arbeit beginnen würde, wäre der BMW i3 REx nicht mehr als Zero Emission Vehicle zertifizierbar.

Außerhalb der USA sind die Vorgaben weniger streng, weshalb der Verbrennungsmotor bereits früher mit seiner Arbeit beginnen und den Akku frühzeitig aufladen kann. Die limitierte Kraft des Elektromotors in diesem seltenen Betriebszustand ist daher praktisch kein Thema. Abzuwarten bleibt, wann erste US-Kunden einen völlig unerwarteten Leistungsverlust bei konventionell angetriebenen Fahrzeugen beklagen: Kaum ist der Tank leer, geht auch dem stärksten US-V8 die Puste aus.

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