Tesla Model 3 2016: Neuer BMW 3er-Gegner mit Elektroantrieb

BMW 3er | 28.07.2015 von 12

Derzeit besteht die Modellpalette von Tesla lediglich aus dem Model S, aber das junge Unternehmen von Elon Musk arbeitet längst an den nächsten Schritten. Schon …

Derzeit besteht die Modellpalette von Tesla lediglich aus dem Model S, aber das junge Unternehmen von Elon Musk arbeitet längst an den nächsten Schritten. Schon in wenigen Wochen soll das SUV Tesla Model X enthüllt werden, im nächsten Jahr folgt die Vorstellung des Tesla Model 3.

Genau wie das Model S und der auf der Lotus Elise basierende Tesla Roadster kommen auch diese Fahrzeuge mit reinem Elektroantrieb und sollen der auf Verbrennungsmotoren spezialisierten Konkurrenz jede Menge Kopfzerbrechen bereiten. Während Model S und Model X klar im Luxus-Segment spielen, nimmt das Tesla Model 3 eine deutlich größere Zielgruppe ins Visier und soll preislich mit der etablierten Premium-Mittelklasse konkurrieren.

BMW-330e-2016-Plug-in-Hybrid-F30-LCI-03

Die 3 im Namen des Tesla Model 3 dürfte alles andere als Zufall sein, denn in der Premium-Mittelklasse ist der BMW 3er seit 40 Jahren ununterbrochen Marktführer und folglich anerkannter Benchmark. Mit reinem Elektroantrieb wird es den BMW 3er aber auch in zwei Jahren nicht geben, gleiches gilt für andere Größen wie Mercedes C-Klasse und Audi A4. Genau diese Lücke soll das Model 3 erobern – und damit den Erfolgspfad des aus technischer Sicht noch immer konkurrenzlosen Model S beschreiten.

Vom großen Bruder dürfte das Model 3 den souveränen Antrieb und die hohe Reichweite übernehmen, wenn auch ein wenig auf die Bedürfnisse und Preise der Mittelklasse herunterskaliert. Auf sportlich-souveräne Fahrleistungen und eine großzügig dimensionierte Reichweite dürfen die Kunden dennoch hoffen, schließlich macht die Kombination dieser Faktoren einen Großteil des Faszinationspotenzials der Marke aus.

Kürzlich sagte Elon Musk, dass die ersten Kunden ihr Model 3 in knapp über zwei Jahren in Empfang nehmen sollen – nicht nur in München dürfte man diese Ankündigung als Kampfansage verstanden haben. Zwar dürfte das Model 3 in absoluten Zahlen kaum an den Machtverhältnissen der Mittelklasse rütteln, aber bei manchem Beobachter könnte dennoch ein ungewollter Eindruck entstehen: Anstatt Trends zu setzen, fahren die deutschen Autobauer beim Thema Elektroauto weiter hinterher.

Ein möglicher Gegner aus München ist der BMW i5, doch zur Mittelklasse von BMW i sind derzeit weder konkrete Zahlen noch ein ungefährer Marktstart bekannt. Zum Start des Tesla Model 3 wird folglich nur der BMW 330e mit Plug-in-Hybrid-Antrieb als Alternative verfügbar sein.

12 responses to “Tesla Model 3 2016: Neuer BMW 3er-Gegner mit Elektroantrieb”

  1. AE says:

    Sind wir mal gespannt. Vielleicht wird die Kiste auch so gefeiert wie das Model S. Mir persönlich entzieht sich die Faszination der Autos von Tesla bisher allerdings deutlich. Bis auf kurzzeitig gute Fahrleistungen (dann wird gedrosselt) bieten die Fahrzeug kaum technische Neuheiten. Die hohe Reichweite wird durch den massiven Einsatz von Akkus und Gewicht erkauft was alle anderen Hersteller bisher aus gutem Grund vermieden. Die Umweltfreundlichkeit ist durch den anfallenden Akkuschrott und die begrenzte Fahrzeuglebensdauer zumindest fragwürdig.

    • Fagballs says:

      Inwieweit kurzzeitig gute Fahrleistungen? Hab ein Video gesehen, wie einer mit 200+ auf einer deutschen Autobahn geholzt ist. Wie viel mehr brauchst du? Klar ist ein Tesla wegen des hohen Gewichts für Rennstrecken ungeeignet, aber auf deutschen Autobahnen muss der sich vor niemandem verstecken.

      • Wooziee89 says:

        Ja das geht auch kurzzeitig mit 200+ voran aber dann regelt die Elektronik weg. Reichweite und Wärme sind dann wohl ein Problem. Auch wenn “Grip” nicht gerade ein Qualitätssendung ist, dort haben sie neulich Hellcat vs Tesla getestet. Der Tesla hat schon nach einiger Zeit auf der Autobahn den Speed gedrosselt während dessen der Hellcat munter weiter 250 fuhr.

        Trotzdem finde ich den Tesla recht spannend.

        P.S.: Video gibt es bei Youtube 🙂

        • Fagballs says:

          Ich kenne nur das Video hier https://www.youtube.com/watch?v=TKoNNY3BL4o , in dem der Fahrer eine Drittel Akkuladung mit ungefähr 200 Klamotten verbrennt. Weiß jetzt nicht, was die bei Grip gestestet haben, Balkan-Tempomat, bis der Akku leer ist, oder so. Aber sein wir mal ehrlich, so sehr es mich persönlich ankotzt, wenn Geräte generell das tun: Weltweit ist der Anwendungsfall 20+ Minuten Vollgas irrelevant. Selbst auf deutschen Autobahnen kannst du das kaum machen, auf Rennstrecken auch nicht.

        • Fourbe Rds says:

          mal was anderes … wie oft kann man denn bitte auf deutschen autobahnen 200+ fahren also mir passiert das außer sonntags nie …

      • AE says:

        Habe mich dabei auf den schon genannten GRIP Test bezogen indem Dodge Challenger Hellcat mit Tesla Model S verglichen wurde. Das Model S zeigte zwar hervorragende Fahrleistungen, wurde jedoch nach kurzer Zeit auf der Autobahn (ab ca. 10 min) und bereits nach einer halben schnell gefahrenen Runde (ab 17.30) massiv von der Elektronik eingebremst. Dafür, dass man mit den Fahrleistungen so sehr wirbt ist das nicht akzeptabel.

        Link: https://www.youtube.com/watch?v=dLgJUmVChE8

        Ich bin für neue Antriebskonzepte, kann den Hype um Elektroautos jedoch nicht verstehen. Elektroautos sind nicht die Zukunft (und das sehe nicht nur ich so), es wird sich viel mehr in Richtung synthetische Kraftstoffe und Brennstoffzelle entwickeln. Die Technik ist aber noch genauso unreif wie das Elektroauto.

    • cisi says:

      woher hast du diese Verschleiß-Geschichte?
      Ich weiß von einen Bekannten der bei BMW Arbeitet, dass die aus Vergleichszwecken einen Tesla roadster nach 5 Jahren fahr-tests auseinander genommen haben und die Batterien sind scheinbar bei Tesla so gut, dass die noch auf 99% Leistung waren. Was für die Techniker ein extrem erstaunliches Ergebnis war….
      Also soweit ich mitbekommen habe, verstehen die von Tesla schon was von Elektroauto. Deren Gesamtkonzept und Technik ist sehr gut. Im Vergleich zu bmw and company haben deren Autos durchaus gute Reichweite und die Reichweitenvorhersage ist ebenfalls sehr gut.

      • AE says:

        Woher ich das habe? Das sagt die Physik, auch Tesla kann die nicht aushebeln. Die kaufen ihre Akkuzellen ja auch nur zu und Hersteller dafür gibt es nur eine Handvoll. Auch Lithium-Ionen bzw. Lithium-Polymer Akkus verlieren mit der Zeit an Kapazität. Man kann das hinauszögern, man kann es verringern, aber es wird immer so sein und die Erfahrung zeigt, dass das eben keine 15+ Jahre dauert.

  2. Fagballs says:

    Das Model 3 könnte auch so heißen, weil es nach S und X der dritte Tesla mit eigener Konstruktion ist (Roadster hatte ja ein Lotus Chassis).

    Bin sehr gespannt, was die bringen, denn im Preissegment, in dem das Model S unterwegs ist, ist es in Sichtweite zu Phaeton, Panamera und XF. Das Interesse ist da. Was viele wohl im Moment hindert, ist zum einen der Preis und zum anderen die mangelnde Akzeptanz bei den Fleet-Managern hierzulande. Zumindest ein Punkt davon könnte sich mit dem Model 3 ändern, besonders wenn die Karre direkt fein ausgestattet ist und mit einem Kampfpreis auf den Markt geht. Dann gehen in München, Ingolstadt und Stuttgart sicher die Alarmglocken.

    Wobei BMW ja schon am Thema interessiert ist, wie die i-Reihe zeigt. Nur hinken sie gefühlt noch etwas hinterher, obwohl sich der i3 besser verkauft als das Model S, kostet ja auch nur die Hälfte.

  3. quickjohn says:

    Tesla stellt nur Elektroautos – und davon < 100' – her. Man kann also ungeniert zeigen was man kann und was nicht.

    Alle anderen Kfz-Hersteller müssen von konventionell getriebenen Fahrzeugen leben und das noch auf lange Sicht.

    BMW hat den Weg mit der Sub-Brand gewählt – andere arbeiten mit Experimentalfahrzeugen. Ich bin überzeugt daß BMW technologisch nicht hinter Tesla zurücksteht – eher im Gegenteil. Aber man hat eben (noch) die Eingangs erwähnten Restriktionen.

  4. Mehmed says:

    Es sollte eigentlich E heißen
    Model S, Model E und Model X
    Sex. Aber der Name ist bei Ford und deshalb ne III statt E

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