BMW-Vorstand Robertson: Markt für Sportwagen weiter schwach

BMW Z, BMW Z4 | 13.11.2014 von 4

BMW-Vorstand Ian Robertson schätzt den Sportwagen-Markt tendenziell schwach ein, neue Trends und Wachstum kommen seit Jahren aus anderen Segmenten

Wie wichtig sind Sportwagen für einen Autobauer im Jahr 2014? Gegenüber Bloomberg hat Ian Robertson, Vorstand der BMW AG für Vertrieb und Marketing, ziemlich klare Worte zur aktuellen Bedeutung abgegeben: Der Sportwagen-Markt habe sich nie wirklich von der Finanzkrise im Jahr 2008 erholt, sei heute nur noch halb so groß wie damals – und ob er das Niveau der Jahre vor 2008 jemals wieder erreicht, bleibt abzuwarten.

Für Wachstum und hohe Verkaufszahlen stehen derzeit eher SUV und Crossover, das Interesse an reinen Sportwagen scheint aber – zumindest wenn es um den tatsächlichen Kauf dieser Fahrzeuge geht – aller faszinierenden Technik zum Trotz nachgelassen zu haben.

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Dabei spiele auch eine Rolle, dass Autos in manchen Regionen heute nicht mehr im gleichen Maß wie vor einigen Jahren als Statussymbol dienen. Außerdem sei es in vielen aufstrebenden Märkten immer gewöhnlicher, sich in einer Limousine chauffieren zu lassen anstatt selbst ins Lenkrad zu greifen. So spielen Sportwagen beispielsweise in China keine relevante Rolle.

Zugleich trat Robertson Spekulationen entgegen, dass der von BMW und Toyota gemeinsam entwickelte Sportwagen aufgrund dieser Entwicklung zu den Akten gelegt werden könnte – schließlich sei ein emotionaler Sportwagen auch heute noch gut geeignet, um das sportliche Profil einer Marke zu schärfen und somit durchaus wichtig für das Image eines Autobauers.

Der gemeinsame Sportwagen befindet sich laut Robertson bereits in der Projekt-Phase und werde nun konkreter vorangetrieben, Details nannte er aber nicht. Klar ist nur, dass BMW eigenes Know-How in Sachen Leichtbau und Fahrwerksabstimmung mit den Toyota-Erfahrungen auf dem Gebiet von Hybrid-Antrieben kombinieren will.

Das komplette Gespräch mit Ian Robertson gibt es direkt bei Bloomberg.

4 responses to “BMW-Vorstand Robertson: Markt für Sportwagen weiter schwach”

  1. digger says:

    von welchem know how in sachen leichtbau spricht der kerl, wenn seine modellpalette fast ausschließlich aus klein-LKW besteht?
    in welcher welt lebt der mann, wenn er meint, dass es immer gewöhnlicher wird sich fahren zu lassen, statt selbst zum lenkrad zu greifen?
    wieso tut diese marke so auf grün, wenn sie so schwere autos baut?
    seine marketingabteilung ist ein blinder haufen. anders kann ich mir nicht erklären, wie populär ein porsche 981 (offen oder geschlossen) mittlerweile ist und dort alle rekorde bricht oder will der mann nur den E89 relativieren, welcher ein totaler misserfolg ist?
    BMW hat nicht einen sportwagen, also worüber redet der kollege?

    • PHoel says:

      Hast ja echt total Recht, Z4, 2er und 4er sind echte klein-LKWs.
      Einen echten Sportwagen hat bMW nicht, da muss ich dir Recht geben, aber besonders viele klein-LKWs auch nicht. (Ausnahmen sind X6, X5, X4, 5er GT)

  2. Mike says:

    Wie lange wird der E89 dann voraussichtlich gebaut?
    Die klassischen 7 Jahre würden ja Mitte 2016 bedeuten.
    Bleibt dabei?

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