Rallye Dakar 2014: Nani Roma holt Gesamtsieg im X-Raid MINI

Motorsport | 19.01.2014 von 5
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Am Ende saß das Team offenbar doch am längeren Hebel, auch wenn Stéphane Peterhansel auf der vorletzten Etappe die offensichtliche Teamorder einfach mal Teamorder sein …

Am Ende saß das Team offenbar doch am längeren Hebel, auch wenn Stéphane Peterhansel auf der vorletzten Etappe die offensichtliche Teamorder einfach mal Teamorder sein ließ und seinen führenden Teamkollegen Nani Roma trotzdem angriff. Wieder gerade gerückt wurde das Bild auf der letzten Etappe, auf der dem Spanier die viertbeste Zeit gelang – 1:40 Minuten hinter Toyota-Pilot Giniel de Villiers, aber über 6 Minuten vor “Peter”.

In der Gesamtwertung überholte Nani Roma so seinen Teamkollegen erneut und holte sich die letztlich entscheidende Führung in der Gesamtwertung. Neben Roma und Peterhansel komplettiert Nasser Al-Attiyah auf dem dritten Rang ein Podium, das sich komplett in der Hand von Team X-Raid befindet.

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Neben Nani Roma ist es bisher übrigens nur Stéphane Peterhansel und Hubert Auriol gelungen, die als “härteste Rallye der Welt” bekannte Dakar sowohl auf dem Motorrad als auch im Auto zu gewinnen. Weiterer Grund zur Freude für das Team X-Raid: Alle elf Fahrzeuge schafften es bis ins Ziel – keineswegs selbstverständlich bei einem derartigen Marathon-Event voller Herausforderungen für Mensch und Material.

Nani Roma: “„Ich bin so erleichtert und glücklich. Es war immer mein großes Ziel, die Dakar nicht nur mit einem Motorrad, sondern auch mit einem Auto zu gewinnen. Dieser Traum hat sich nun erfüllt. Ich möchte jedem bei X-raid und MINI danken. Sie haben wirklich tolle Arbeit geleistet!
Der MINI ALL4 Racing ist ein fantastisches Auto. Es war die ganze Rallye über sehr zuverlässig und extrem schnell. Es war einfach Fahrspaß pur! Großer Dank gilt auch meinem Beifahrer Michel Périn, der mich wieder einmal hervorragend navigiert hat! Ein tolles Gesamtergebnis für MINI. Das muss jetzt gefeiert werden!”

Sven Quandt (Teamchef): “Ich bin extrem stolz auf alle. Alle elf MINI ALL4 Racing ins Ziel zu bringen und dann auch noch auf solchen Top-Positionen ist wirklich gigantisch. Ich freue mich sehr für Nani – er hat nach den ganzen Jahren, in denen er sich immer in den Dienst des Teams gestellt hat, den Dakar-Sieg eingefahren hat. Über den MINI ALL4 Racing muss man eigentlich nichts mehr sagen – da sprechen die Ergebnisse und die Haltbarkeit für sich!”

Gesamtwertung der Rallye Dakar 2014 nach 13 Etappen
1. N. Roma (ESP) / M. Périn (FRA) – MINI ALL4 Racing – 50h 44m 58s
2. S. Peterhansel (FRA) / J.-P. Cottret (FRA) – MINI ALL4 Racing – 50h 50m 36s
3. N. Al-Attiyah (QAT) / L. Cruz (ESP) – MINI ALL4 Racing – 51h 41m 50s
4. G. de Villiers (ZAF) / D. von Zitzewitz (GER) – Toyota – 52h 04m 05s
5. O. Terranova (ARG) / P. Fiúza (POR) – MINI ALL4 Racing – 52h 12m 42s
6. K. Holowczyc (POL) / K. Zhiltsov (RUS) – MINI ALL4 Racing – 54h 40m 40s

9. M. Kaczmarski (POL) / F. Palmeiro (POR) – MINI ALL4 Racing – 57h 43m 10s
10. V. Vasilyev (RUS) / V. Yevtyekhov (UKR) – MINI ALL4 Racing – 57h 44m 32s
11. B. Garafulic (CHI) / G. Picard (FRA) – MINI ALL4 Racing – 58h 20m 13s
12. F. Villagra (ARG) / J. P. Companc (ARG) – MINI ALL4 Racing – 59h 05m 50s

19. S. Schott (GER) / H. Schmidt (GER) – MINI ALL4 Racing – 64h 10m 36s

31. Zhou Yong (CHN) / Hong Yu Pan (CHN) – MINI ALL4 Racing – 74h 19m 03s

(Bilder: X-Raid)

5 responses to “Rallye Dakar 2014: Nani Roma holt Gesamtsieg im X-Raid MINI”

  1. s_m_s says:

    Was für ein Geheuchle. Beschämend.

  2. Guate mala says:

    Rallye Dakar 2014: Nani Roma wird der Sieg geschenkt!
    Peterhansel wartet auf Roma. Peterhansel musste
    mehrere Minuten auf Roma warten, damit sie gleichzeitig durchs Ziel fahren
    können. Damit hat Roma seine 6 min gut gemacht, die er später gestartet ist. In
    der Gesamtwertung liegt er damit 5 min 38 sec vor Peterhansel. Ich bin
    enttäuscht über die Stallorder. Ich bin enttäuscht von Peterhansel, der seinen
    Sieg verkauft hat. Ich bin enttäuscht von Roma, der sich beschenken läßt. Als
    Deutscher schäme ich mich für das deutsche X-Raid-Team. Der Veranstalter sollte
    dieses Team für das nächstes Jahr sperren. Nur so können wir wieder eine
    spannende Dakar erwarten. Die Berichterstattung ist nicht wahrheitsgetreu.

  3. tickltackl says:

    Jemand soll einen alten RaceTouareg kaufen, Sponsoren finden und den Wagen privat einsetzen. Dann ist Schluss mit dem Miniabonnement, eine Farce das Ganze.

  4. timbo says:

    Schön ist das natürlich nicht mit der Stallorder, aber hat der Peterhansel nicht auch schon mal von “Wasserträgern” profitiert die auf ihn warten mussten um Reparaturdienste zu leisten, oder Räder zu spenden? Das dürfte dann auch nicht mehr erlaubt werden, denn das verzerrt das Gesamtbild ebenso.
    Wie der Peterhansel es gemacht hat war denkbar schlecht für den Sport. Er hätte einfach insgesamt ein wenig langsamer fahren sollen, der Roma überholt ihn irgendwo und gut ist. Das kommt im Motorsport doch andauernd vor…

  5. quickjohn says:

    War es nicht so daß Peterhansel seinen Stallkollegen auf der 12. Etappe nicht mehr angreifen sollte (und es dennoch tat!) ?

    Also ‘hold position’ mag Stallregie sein – aber wenn dann ist es die Älteste im Rennsport.

    Mehr Sorge macht mir allerdings die Frage wieviel Mini ALL4 Racing die Dakar so aushält. 9 Mini’s unter den ersten 12 ist echt zuviel (des Guten?) !

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