Elektro-Autobauer-Streit? Tesla-CEO Elon Musk lacht über neuen BMW i3

BMW i | 12.08.2013 von 27

Zwar stehen die ersten Autos von BMW i nicht in direkter Konkurrenz mit den Fahrzeugen der Elektro-Spezialisten von Tesla, aber für manchen Kunden verkörpern das …

Zwar stehen die ersten Autos von BMW i nicht in direkter Konkurrenz mit den Fahrzeugen der Elektro-Spezialisten von Tesla, aber für manchen Kunden verkörpern das Model S der Firma von Elon Musk dennoch die bis heute besten Elektroautos der Welt. Da auch der Kleinwagen BMW i3 den Anspruch hat, die Elektromobilität einen Schritt nach vorn zu bringen, liegen Vergleiche trotz der völlig verschiedenen Positionierungen und Preise auf der Hand.

Als wesentlichter Unterschied zwischen den Autos fällt sofort die Größe der Energiespeicher ins Auge, denn für das Tesla Model S stehen wahlweise Akkus mit einer Kapazität von 60 oder sogar 85 Kilowattstunden zur Verfügung, während der Energiespeicher im BMW i3 nur eine Kapazität von 22 kWh bietet.

tesla-model-s-test-drive-12

Die Größe und Kapazität der Batterien ist aber nicht nur eine Philosophie-Frage, sondern hängt natürlich auch direkt mit den Abmessungen der Fahrzeuge zusammen: Während der i3 keine vier Meter lang ist, knabbert das Tesla Model S an der Fünf-Meter-Marke. Die erheblich größeren Abmessungen der Luxuslimousine schaffen Platz für das deutlich größere Akkupaket, machen das Model S aber auch fast doppelt so schwer wie den kleinen BMW i3, der als erstes in Großserie gebautes Automobil auf eine Carbon-Fahrgastzelle setzt.

Grundlegend verschieden sind auch Fahrleistungen und Preis der Fahrzeuge: Während das Tesla Model S je nach Ausbaustufe in 6,2, 5,6 oder 4,4 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt, braucht der BMW i3 mit 7,2 Sekunden erheblich länger – ohne damit allerdings wirklich langsam zu sein. Die Reichweite im Neuen Europäischen Fahr-Zyklus NEFZ liegt beim Model S mit 60 kWh bei 375 Kilometer, die Varianten mit 85 kWh großer Batterie kommen 500 Kilometer weit. Für den BMW i3 ergibt sich im EU-Zyklus eine Reichweite von deutlich über 200 Kilometern, wenn der Modus Eco Pro+ genutzt wird, im Comfort-Modus kommt der i3 auf eine NEFZ-Reichweite von 190 Kilometer.

Dass sich die Preise der beiden Fahrzeuge grundlegend unterscheiden, kann angesichts der völlig verschiedenen Konzepte nicht überraschen. Der Vollständigkeit halber sei dennoch erwähnt, dass der BMW i3 ab 34.950 Euro zu haben ist, während das Tesla Model S mindestens 71.400 Euro kostet. Mit dem größeren 85 kWh-Akku werden mindestens 81.750 Euro fällig, das Model S Performance kostet in Deutschland ab 95.900 Euro.

Ernsthafte Sorgen um die neue Konkurrenz aus Deutschland scheint sich Tesla-Chef Elon Musk jedenfalls nicht zu machen: Bei einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen seiner Firma wurde er auch um eine Einschätzung des BMW i3 gebeten und konnte sich dabei ein Lachen nicht verkneifen. Seiner Meinung nach gibt es beim i3 noch viele Dinge, die BMW besser machen könne und er hoffe, dass dies auch geschehen werde.

Bis Tesla ein Elektroauto zu einem ähnlichen Preis auf den Markt bringen und somit einen direkten Vergleich ermöglichen wird, dürfte allerdings noch etwas Zeit vergehen: Einen Kleinwagen plant der Elektro-Pionier derzeit nicht, stattdessen sollen zunächst höhere Fahrzeugklassen mit Premium-Elektromobilität aus dem Hause Tesla versorgt werden.

27 responses to “Elektro-Autobauer-Streit? Tesla-CEO Elon Musk lacht über neuen BMW i3”

  1. iQP says:

    Die Reichweite, Leistung und Größe des Model S überzeugen natürlich, aber nichtsdestotrotz dürfte hinter dem Lachen auch noch etwas anderes stecken.

    Zumal auch Tesla vor hat als nächsten Schritt ein günstigeres Fahrzeug mit deutlich höherer Stückzahl zu fertigen.

    Von der Technik hätte ich mehr Vertrauen in den i3.
    Man macht hier auch nicht einfach nur den Akku größer und lässt es den Kunden zahlen.
    Das Model S ist einfach viel zu teuer als dass sich so viele darauf ein lassen dürften.
    Ich weis nicht ob die Skepsis in anderen Ländern nicht so groß ist wie hierzulande 😉

  2. Hans says:

    Wie schon im Artikel geschrieben – zu unterschiedliche Konzepte zum Vergleichen. Herr Musk hat zwar meine Symphatien wegen seinen Raumfahrtunternehmen SpaceX, doch muss man sich vor Augen halten, dass weder SpaceX noch Tesla jemals einen positiven Jahresabschluss erstellt haben.
    Und ich denke, bei Tesla hat man jetzt schon Angst vor einen i5 oder i7, der das gleiche kann wie das Modell S, aber 500kg leichter ist. Hier liegt die aktuelle Kompetenz von BMW.

  3. JohnVI says:

    Was soll Elon Musk auch anderes dazu sagen? Für ihn ist BMW natürlich die einzige ernsthafte Konkurrenz am Markt und er wird wissen, wenn man bei BMW anfängt direkte Konkurrenten für den Tesla Model S zu entwickeln, dann wird die Luft enger, auch wenn das noch etwas dauern dürfte, wobei der i8 schon als Alternative gesehen werden dürfte – und der wiegt mit 1,5t satte 600kg weniger als der Tesla.

    Über die große Reichweite des Tesla liest man im Moment generell ja sehr viel. Das ist aber keine Wundertechnologie, sondern man muss man bedenken, dass es in einem großen Auto deutlich einfacher ist, einen sehr großen Akku einzubauen, da mit den steigenden Abmessungen das Volumen kubisch steigt. Außerdem verringert sich der Anteil des Akkus am Gesamtpreis deutlich. Zudem wurde es mit einem sehr hohen Gewicht erkauft, was sich negativ auf die Fahrdynamik auswirken dürfte. Der Tesla kommt mit 85 kWh 500km weit, der i3 würde mit nur 66kWh schon rund 600km erreichen und würde trotzdem noch deutlich unter zwei Tonnen wiegen.

    Bei BMW hat man sich das Model S sicher gut angesehen und vermutlich könnte man über einige Details, besonders im Innenraum, auch schmunzeln. Aber bei BMW hat man die Größe sich so etwas zu verkneifen.

    • Der_Namenlose says:

      Wie heißt es so schön: Hochmut kommt vor dem Fall. Bei allem Respekt, was die kleine Firma bis jetzt auf die Beine gestellt hat: man darf den Hype nicht überschätzen. Er solle es erst einmal schaffen, 50 tausend Exemplare pro Jahr zu produzieren, weltweit zu vermarkten und die Kunden auch noch bitte mit anständigem und langfristigem Service zu beglücken.
      Dann kommt noch hinzu, dass die Autos erst einmal einige Jahre halten müssen. Gibt es denn Langzeitergebnisse diesbezüglich? Wie verhält sich das Fahrzeug außerhalb des Schönwettergebiets?
      Bis jetzt war und ist mir die Marke noch sympathisch, aber Herr Musk soll sich nicht schon mit den großen messen. So ein Auto ist nicht ein kleines Smartphone und die Langzeiterfahrungen, das Händler- und Werkstättennetz und und und der großen Hersteller kann man nicht so leicht aufholen.

      • Hans says:

        Das kann auch aus dem Zusammenhang gerissen worden sein 🙂 Vielleicht war das lachen auch nur ein kleines schmunzeln^^

        Tesla muss erst einmal was in der Fahrzeuggröße anbieten. Tesla versucht es mit Exklusivität, BMW versucht es mit einen guten Preis/Leistungsverhältnis.

    • MFetischist says:

      “Aber bei BMW hat man die Größe sich so etwas zu verkneifen.”

      Größe sogar im doppelten Wortsinn. Wer soll sich bei der Konzernstruktur auch dazu berufen fühlen, da zurückzustänkern? Reithofer? Wohl kaum…

      Und ja – sehr richtig – bei BMW tun sie gut daran, solche non-events nicht zu kommentieren und somit Souveränität auszustrahlen.

      Im Moment ist Telsa ein aufgehender Stern, der – wenn es mies läuft – aber auch schnell wieder verglühen kann.

      Trotzdem finde ich solche Projekte richtig toll und würde mir solch belebende Wettbewerbsimpulse auch durch stärkere Konkurrenz im konventionellen Fahrzeugbau wünschen. Leider steht das aufgrund der Marktmacht “der Großen”, inklusive ihrer Etats und dem aus ihnen resultierendem Entwicklungsvorsprüngen nicht zu erwarten.

      Schade drum.. konkurrenzfähige Mittelklassefahrzeuge im Premiumsegment gegen den Mainstream und für Individualisten wären für viele Leute eine richtig feine Sache.

      Vll. finden sich ja mal ein paar Scheichies als Investoren. Die müssen ja perspektivisch auch auf andere Standbeine als Öl und Tourismus setzen. 😀

      Oder China!? Das mag heute ja noch unvorstellbar erscheinen aber ihre eigenen Leute stehen ja auch auf Protz und Luxus. Da muss ja auch irgendwann etwas kommen.

      • JohnVI says:

        Ich habe sogar die Hoffnung, dass das Elektroauto generell die Möglichkeit bietet, dass wieder mehr kleine Hersteller entstehen. Was bei konventionellen Autos wegen der hohen Entwicklungskosten nicht möglich ist, wäre mit Elektroautos eher machbar, da sie weniger komplex sind und man sie mit geringerer Fertigungstiefe herstellen kann. Die Beschaffenheit des Motors dürfte keine so große Rolle mehr spielen wie heute und Akkus kauft man eh zu. Theoretisch wäre es möglich, dass ein Hersteller “Drive” Module nur als Zulieferteil baut und andere dann jeden beliebigen Aufsatz drauf setzen. BMW könnte diese selber an Hersteller wie zum Beispiel Wiesmann verkaufen. Das Drive Modul des i3 bietet ja im Prinzip auch eine sehr große Gestaltungsfreiheit für andere Fahrzeugkonzepte, die darauf aufbauen könnten – fast wie die Motoren für die alten Lego Autos. Plattformstrategie 2.0 😉

        Auf der anderen Seite habe ich die Befürchtung, dass die etablierten Hersteller kein Interesse haben, neue Hersteller auf den Markt kommen zu lassen. Die wird man durch den Preis vom Markt drängen, was aber immerhin zu einem Preisverfall für Autos führen könnte, ähnlich wie wir es bei Telefonen erlebt haben. Präventiv könnte man die Preise auch so niedrig machen, dass es für neue Hersteller nicht interessant ist überhaupt mit dem Autobau zu beginnen.

        Es wird auf jeden Fall spannend, werden, wie das Elektroauto die Industrie verändert. Mittlerweile tauchen ja auch die ersten Forschungsergebnisse auf, die Akkus mit deutlich höherer Energiedicht versprechen. BMW hat selbst gesagt, dass man mit Lithium Luft Akkus die Reichweite in fünf Jahren verdoppeln will – 400km+ wären dann ja schon sehr interessant – vielleicht die Überraschung zum i3 LCI.

        • MFetischist says:

          “Auf der anderen Seite habe ich die Befürchtung, dass die etablierten Hersteller kein Interesse haben, neue Hersteller auf den Markt kommen zu lassen. Die wird man durch den Preis vom Markt drängen, was aber immerhin zu einem Preisverfall für Autos führen könnte, ähnlich wie wir es bei Telefonen erlebt haben. Präventiv könnte man die Preise auch so niedrig machen, dass es für neue Hersteller nicht interessant ist überhaupt mit dem Autobau zu beginnen.”

          Wenn sie sich das dann überhaupt aussuchen und ggf. gegensteuern können. Wie ich schon schrieb… Lass da mal die Saudis oder die Chinesen auf breiter Basis einsteigen. Da ists um die etablierten schnell schlecht bestellt. Ein Grund mehr den konventionellen Autobau zu pflegen, denn da kommt die deutsche Ingenieurskunst noch am ehesten zu tragen.

          “BMW hat selbst gesagt, dass man mit Lithium Luft Akkus die Reichweite in fünf Jahren verdoppeln will – 400km+ wären dann ja schon sehr interessant – vielleicht die Überraschung zum i3 LCI.”

          Und genau das war schon immer mein Punkt. Man hätte die fünf Jahre noch warten können, um dann ein wirklich revolutionäres Produkt auf den Markt zu bringen.

          Über die Reichweite kommt die Akzeptanz. Eine ganz einfache Rechnung. Dann kann man auch mehr Kompromisse eingehen, so bspw. die Höchstgeschwindigkeiten anheben, die Räder breiter gestalten usw usw.. Wenn eine gewisse Kapazitätsgrenze einmal durch eine neue Technik durchbrochen ist und dann noch die Produktionskosten sinken, wird die Elektromobilität von ganz allein kommen und sich durchsetzen.

          Bspw: Mittelklassefahrzeug… ~ 400km rein elektrisch + REx = tauglich zum Langstrecken- und Urlaubsfahrzeug.

          • JohnVI says:

            “Und genau das war schon immer mein Punkt. Man hätte die fünf Jahre noch warten können, um dann ein wirklich revolutionäres Produkt auf den Markt zu bringen.”

            Das könnte man so machen und ähnlich wie Apple agieren, aber ich glaube man muss auch bedenken, dass ein Auto kein iPhone ist, das sich jeder sofort kaufen kann. Bei BMW wird man sicher auf einen früheren Marktstart aus gewesen sein, um Investitionen in Infrastruktur zu strecken, bzw überhaupt erstmal anzuschieben. Ich denke die Politik verschläft das im Moment völlig, aber das liegt sicher auch daran, dass man bei uns keine Infrastruktur für ausländische Hersteller aufbauen will. Wenn BMW und VW ihre Autos dann mal haben, können die auch darauf drängen die Infrastruktur auszubauen. Mit etwas Lobbyarbeit steht dann plötzlich an jeder Ecke eine Ladesäule 😉

            Zudem kann man natürlich fünf Jahre mit einer mäßigen Akkutechnik nutzen, um generell Erfahrungen zu sammeln und die Kunden, die man dann schon hat, werden auf die nächste Generation von alleine aufspringen und müssen nicht mehr teuer umworben werden.

            Weiterer Punkt wäre, dass man fünf Jahre auf andere Hersteller verliert, die dann schon seit einer gefühlten Ewigkeit als Innovationstreiber gelten, während man von BMW den Eindruck bekommen hätte, dass man dort jeden Trend verschläft. Wir werden es erleben, wie sich diese Entscheidung für Audi und Daimler auswirkt.
            BMW hat hingegen mit Toyota einen viel versprechenden Kooperationspartner und wenn die sich nicht zerstreiten, steht BMW in einigen Jahren, wenn die neue Technik zur Verfügung steht, glänzend da.

            • MFetischist says:

              Vieles seh ich genauso und was die Lobbyarbeit angeht, ist die Automobilindustrie und unser aller Lieblingsautomarke eh vorn dabei.

              Um jetzt auch mal wieder ein Ende zu finden, greif ich mir nur noch einmal einen Punkt heraus.

              “Weiterer Punkt wäre, dass man fünf Jahre auf andere Hersteller verliert, die dann schon seit einer gefühlten Ewigkeit als Innovationstreiber gelten, während man von BMW den Eindruck bekommen hätte, dass man dort jeden Trend verschläft.”

              Das kann man so sehen aber auch genau umgekehrt. So ein “halbfertiges” Produkt oder eines was aufgrund seiner technischen Spezifikationen “noch zu früh zu kommen scheint”, kann sich auf das Image auch nachteilig auswirken.

              Ich entfern mich deshalb mal vom i3, denn über den haben wir uns für heute genug und konstruktiv ausgetauscht.

              Nehmen wir mal den SLS E-Cell. Da könnte man – deiner Argumentation folgend – sagen: “erster Elektrosupersportler”, “Image-, Technologie und Schlagmichtotvorteil”… Aber ehrlich was ist so ein Produkt wert, wenn dem nach einer Runde auf der Nordschleife schon die Puste ausgeht!?

              So etwas wirkt doch dann nicht ausgereift oder zukunftsweisend.

              Schließlich.. Wer in der Autoindustrie als Innovationsmaschine gilt oder nicht, bestimmt ja schon lang nicht mehr das Produkt, sondern vielmehr das dreisteste Marketing.

              Das ist ja das Übel….

              • JohnVI says:

                Recht hat er 😉

              • Der_Namenlose says:

                Jungs, das Lesen dauert ja schon lange genug, wie lange braucht Ihr denn eigentlich zum Schreiben, denn Ihr macht Euch ja offensichtlich viel Gedanken dazu. Man muss Euch beiden nicht immer in allen Punkten zustimmen, aber danke für so viele angesprochene Aspekte und fürs Gesamtwerk. Wie so oft:)

    • Khujo says:

      Ja vorallem zu dem grottig hässlichen Riesentouchscreen, das Ding ist einfach nur grotesk und sieht zudem oberpeinlich aus. Ich halte ohnehin nix von der Schmiererei im Auto, langt auf Handys und Tablets schon.

  4. MFetischist says:

    “War ja klar das der von dem Titel wieder angelockt werden würde.” 😀

    In diesem Sinne ein fröhliches “Muhahaha” euch allen. 😀

    Tesla muss zusehen zunächst dauerhaft seine Zahlen in der Gewinnzone zu halten, danach weitere überzeugende Produkte auf den Markt werfen und dann dürfen sie gern weiter derartiges Selbstbewusstsein entwickeln und an den Tag legen.

    Auf der Technikseite hat der i3 – Hand aufs Herz – “nur” die Carbontechnik zu bieten.

    http://www.handelsblatt.com/unternehmen/industrie/tiefrote-zahlen-sgl-carbon-muss-sparen/8614538.html

    Sei’s drum… Sympathisch find ich solche Scharmützel immer wieder, da das ganze Marketinggedöns der deutschen Premiumhersteller auch geradezu dazu einlädt.

    Als ich den i3 letzten Freitag das erste mal – seit seinen Messepräsentationen – live sehen durfte, konnte ich mir einen ähnlichen Reflex nur schwer verkneifen. 😉

    Ein schrulliger kleiner Grafitkasten, der nach seiner jahrelang vollzogenen “Vorabpräsentation” ohne jeglichen WOW-Effekt auskommt.

    BMW sollte zukünftig von dieser Art der Präsentation Abstand nehmen. Klar dient diese dazu, den Kunden zu signalisieren “da kommt irgendwann was, rennt nicht davon” aber irgendwie hätte der kleine i3 mit seiner höchst innovativen Carbontechnik einen anderen Start ins Autoleben verdient gehabt.

    Das Design war letztes Jahr auf der AMI bereits “satt gesehen”, wodurch der “Neugierig-auf-ein-neues-Produkt-Effekt” zu mindestens bei vielen Fans entfallen sein dürfte.

    Ob man dem i3 so einen gefallen getan hat?! Lieber eine Bombe zünden und den Knalleffekt für sich wirken lassen. Im Endeffekt waren aber sowohl die Art der Vorabpräsentation, wie auch das lancieren der Probefahrtsanfragen ( nichts geschieht ohne Grund ) wohl nur ein Ausdruck dafür, wie viel Druck vor allem intern auf dem Projekt lasten wird.

    BMW orientiert sich doch neuerdings an Apple!? Die Oberen aus Kalifornien handhaben das ja ganz anders. Sie versuchen ihre Kunden und die Konkurrenz bis zum letzten Moment in nebulöser Unklarheit zu lassen und lassen dann das Produkt für sich wirken. Solange besagte Produkte bei ihrer Präsentation dann auch die entsprechende Innovationskraft verkörpern – ob dem noch der Fall ist, entscheidet der Kunde -, kann das nur gut sein.

    To cut a long story short…

    Um der automobilen Elektromobilität nach über 100 Jahren ihrer Existenz endlich aus den Kinderschuhen zu verhelfen, ist dem Projekt natürlich ein kommerzieller Erfolg zu wünschen.

    Ob er das auch wird, scheint zumindestens Tag heute noch nicht in Stein gemeißelt zu sein. Spannung also weiterhin garantiert. 😀

  5. BS says:

    Da würde ich an seiner Stelle auch lachen. Ja genau, weil das Auto einen Meter länger ist hat es die vierfache Akkukapazität? Niemals.
    Der i3 ist eine nette Spielerei, eine recht nutzlose wohlgemerkt. Kaufen würde ich mir beide nicht.
    Sich ein Elektroauto zu kaufen ist ein noch größeres Vergehen als ein neues normales Auto zu kaufen, denn wie jeder weiß: aufwendige Herstellung der Akkus, Umweltverschmutzung dabei, Verwendung von seltenen Rohstoffen, Strom aus der Steckdose (im schlimmsten Fall Atom [siehe Strahlung des Pazifik seit Fukushima], im ungünstigen Fall Solar und Wind [seltene Erden, mehr Energie in Produktion gesteckt als jemals raus kommt], und im besten Fall Kohle, die das Grundnahrungsmittel CO2 für die Pflanzen liefert).
    Wie bei allem anderen auch: es ist von der NWO gewünscht, dass wir elektrisch bzw. ferngesteuert fahren, also wird es so passieren

  6. Frido says:

    Ich persönlich muss sagen, dass mich der Ansatz von Tesla begeistert. Im Prinzip hat diese Marke mich persönlich vom Elektroskeptiker zum Befürworter gemacht. Das Model S hat einfach diese Features, die es komplett einzigartig machen.
    Vor allem werden im Gegensatz zu quasi allen anderen heute am Markt befindlichen Elektroautos die Vorteile des Elektoantriebes voll ausgenutzt- besonders die gewaltige Leistung bei einem Verbrauch, der nicht wesentlich über dem eines Elektro-Kleinwagens liegt, dem hohen Wirkungsgrad in allen Lastbereichen sei dank. Der i3 ist mit seinen 125 kW dagegen schon fast konservativ gehalten und insgesamt bietet er zu wenig Neues – klar, die Carbon-Fahrgastzelle ist innovativ und wird sich hoffentlich mittelfristig auch in der Großserie wiederfinden, aber davon abgesehen bietet der Wagen eigentlich nicht viel, was man nicht z.B. auch von einem Nissan Leaf bekommt.
    Was ich bei Tesla allerdings besonders gut finde ist, dass sie weit über das Auto an sich hinausdenken. Die “Supercharger”, die angeblich bald an jeder größeren Autobahn ein kostenloses (!) Nachladen in einer halben Stunde erlauben, machen den Tesla wirklich quasi uneingeschränkt langstreckentauglich. Allerdings sollte die Firma schon darauf achten, dass sie sich finanziell dabei nicht übernimmt, bevor sie lauthals über äußerst profitable Konkurrenten lacht…

    Zusammenfassend muss ich sagen, dass ich natürlich sowohl BMW als auch Tesla viel Erfolg wünsche. Momentan sind diese Firmen mit Abstand die innovativsten auf dem Markt. Und Elon Musk ist allein schon wegen SpaceX offiziell die coolste Person auf diesem Planeten. 😉

  7. L34D says:

    Meiner Meinung werden hier zwei verschiedene Gruppen angesprochen. BMW versucht mit dem I3 eine breite Masse zu erreichen, auch wenn die Reichweite etc. nicht so hoch ist. Sie wollen ein Elektroauto das sich “jeder” leisten kann.
    Telsa hingegen haben die Reichweite etc. etc. aber die kostet dann allerdings auch.

    Ich denke man muss die kommenden 2-3 Jahre abwarten und dann gucken wies aussieht in der Elektrofahrzeugwelt.

    • MFetischist says:

      Der i3 kostet mit REx 40.000 Euro und disqualifiziert sich so natürlich automatisch als Fahrzeug für die “breite Masse”. BMW versucht dem deftigen Preis natürlich noch eine Lifestylekomponente entgegenzusetzen, um die Attraktivität des Fahrzeuges zu steigern.

      Ob das verfängt – bleibt abzuwarten, da hierbei immer psychologische Effekte eine Rolle spielen, deren Wirkung man nie so wirklich orakelhaft vorhersehen kann. Es muss sich ein Hype entwickeln. Wenn der ausbleibt, haben sie wenigstens die Karosserietechnik, die sie anderweitig gut verwenden können.

      Das ist gut so und hebt sie wohltuend von den Elektroauto-Gehversuchen der sog. Konkurrenz ab.

      Meiner Meinung nach ist das Fahrzeug ohne REx jedenfalls keine Option, da die geringe Reichweite und die Verlässlichkeit der Aussage der Norm-Zyklen bei vielen potenziellen Kunden ein ungutes Gefühl zurücklassen wird.

      Selbst wenn das Fahrzeug nur in urbanen Räumen eingesetzt wird, bliebe mit Sicherheit die Angst liegenzubleiben und “aufgeschmissen” zu sein. Man möge sich mal das alltägliche Verkehrschaos, die Staus o.ä. in den Mega-Cities der Welt ansehen. Ein heißer Sommertag, zäh fließender Verkehr und der Akku ist irgendwann platt!? Wer will das schon durchleben?

      Mal sehen ob der ADAC oder andere Automobilclubs mittelfristig damit anfangen werden, ihre Flotten mit mobilen Akkus nebst Starkstromanschlüssen aufzurüsten, um solche Fälle versorgen zu können.

      Somit startet die Elektromobilität im Premiumsegment bei 40.000 Euro, wodurch der i3 – wie bereits von vielen geschrieben – das Gimmick für die Leute bleibt, die etwas Zukunftsluft schnuppern wollen und sich so ein Fahrzeug neben dem 7er in die Garage stellen können.

      Schon als Gebrauchtwagen ohne die entsprechenden Fangnetze – Garantie – bei der Akkutechnik könnte der i3 ein finanziell heißes Eisen werden. Ich bin gespannt ob die i3 somit einen längeren Lebenszyklus als 5 Jahre haben werden. Und haben sollen.

      Die breite Elektromobilität von Morgen läutet dieses Fahrzeug nicht ein. Aber das ist sicher auch nicht sein Anspruch.

      Auch sehe ich dieses Fahrzeug als Evolution in der Elektrotechnik, als Revolution im Karosseriebau und im Gesamtkonzept sicher nicht als einen vergleichbar großen Schritt, wie der von der Kutsche zum Automobil.

      Da ist der Wunsch wohl eher der Vater des Gedanken.

      Erst Mittelklassefahrzeuge zu “erschwinglichen” Preisen und Reichweiten normaler Benziner werden dann endgültig für den Siegeszug des Elektroautomobils sorgen.

      Bis dem soweit ist, werden aber sicher nicht 2-3 sondern im Zweifel 5 bis 10 bis gar 15 Jahre vergehen.

      Je nachdem wie groß der Innovationsdruck ist und der ist bekanntlich von vielen Faktoren abhängig. BMW hat jedenfalls den ersten Schritt getan. Danke dafür. Ohne einen Vorreiter, kann keine Konkurrenz, können keine besseren Produkte entstehen, die den Kunden wirklich erfahrbaren praktischen Mehrnutzen liefern.

      Aber vll. kommt ja noch eine ganz andere Erfindung, die das Elektrofahrzeug schon vor seinem Durchbruch überholt. Die Zukunft der Mobilität ist jedenfalls spannender den je.

      Bis dahin bleibt nur der flammende Aufruf die Karbontechnik flächendeckend in den konventionellen Fahrzeugbau einzuführen und den alten Verbrennern so auch noch einmal eine Fristverlängerung auf dem Weg zum Galgen zu verschaffen.

      Danke!

      • Hans says:

        So 😉
        wie lange wird es wohl dauern den Tesla mit der großen Batterie mal schnell aufzuladen? Schnell laden ist durch die vielen kleinen Akkupacks möglich, doch fraglich, ob man in der kurzen Zeit so viel Strom aus der Steckdose ziehen kann.
        Mir gefällt der i3 vom Design her kein Stück, aber das Konzept (was gibt es denn da zu diskutieren, gerade der Preisunterschied macht ihn doch so interessant – 35t€ sind doch nicht viel Geld für ein Elektroauto) einfach das bessere Fahrzeug mit dem zumindest Theoretisch Geld verdient werden kann.

        • MFetischist says:

          “wie lange wird es wohl dauern den Tesla mit der großen Batterie mal schnell aufzuladen?”

          Dauern.. schnell…

          Sicherlich länger als beim BMW. Und nun? Die Kapazität ist ja auch größer als die des i3. Es dauert ja auch länger den 110 Liter Tank eines Alpina B10 Bi-Turbo volllaufen zu lassen, als den von einem Toyota Aygo. 😀

          “Mir gefällt der i3 vom Design her kein Stück, aber das Konzept (was gibt es denn da zu diskutieren, gerade der Preisunterschied macht ihn doch so interessant – 35t€ sind doch nicht viel Geld für ein Elektroauto) einfach das bessere Fahrzeug mit dem zumindest Theoretisch Geld verdient werden kann.”

          Naja damit unterstellst du ja das Tesla mit seinem Fuhrwerk kein Geld verdienen kann. Ich mein wenn die nicht noch fleißig Werbekulis verkaufen, erzielen die ihren Gewinn eben doch auch über ihre Autosparte. Ob sich das auf Dauer trägt bleibt abzuwarten. Ich bin auch nicht bereit beide Konzepte gegeneinander auszuspielen, freu mich vielmehr das es beide Produkte am Markt gibt und – viel wichtiger – sich eben auch Leute dafür interessieren und die Fahrzeuge in letzter Konsequenz auch kaufen. Diese ewigmorgigen… 😀

          BMW wird seinen i3 auch loswerden, dafür sind die Kontingente an i3 gemessen an der Größe der Märkte einfach klein genug.

          So ein richtiges Ohr am Kunden haben sie aber trotzdem nicht, wenn man sich überlegt wie sehr sie vom Erfolg des 1er M Coupés überrascht wurden.

          Wohlgemerkt von einem Fahrzeug, welches wohl wie kein zweites die letzten 5 Jahre für die alten Kernwerte der Marke stand.

  8. Der says:

    tesla hat die angst im nacken

  9. dicker says:

    nicht nur der tesla-CEO lacht…

    @benny
    ich liebe deine unvoreingenommene art neutrale artikel zu schreiben^^

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