BMW i3 Concept für die IAA 2011: Die technischen Daten im Überblick

BMW i | 29.07.2011 von 26

Auf der Frankfurter IAA im September 2011 wird BMW neben einem Concept Car zum BMW i8 auch eine Studie zum Megacity Vehicle BMW i3 präsentieren, …

Auf der Frankfurter IAA im September 2011 wird BMW neben einem Concept Car zum BMW i8 auch eine Studie zum Megacity Vehicle BMW i3 präsentieren, aber schon heute gibt es eine erste offizielle Vorschau auf das rein elektrisch angetriebene Stadtfahrzeug. Bilder vom Concept Car, das in diesen Minuten präsentiert wird, folgen so bald wie möglich, aber an dieser Stelle können wir immerhin schon die wichtigsten technischen Daten verraten.

Wie wir bereits mehrfach berichtet haben, wird es sich beim i3 um ein sogenanntes Purpose Built Vehicle handeln, das also von der ersten Minute an auf einen rein elektrischen Antriebsstrang ausgelegt war. Gegenüber sogenannten Conversion Vehicles wie dem MINI E oder dem BMW ActiveE, die ursprünglich für einen Antriebsstrang mit Verbrennungsmotor gebaut wurden, ergeben sich so zahlreiche Vorteile.

Wie angekündigt verfolgt BMW beim Megacity Vehicle das Life-Drive-Concept, bei dem alle für den Antrieb erforderlichen Komponenten in der Bodengruppe aus Aluminium untergebracht sind, darauf ist die Fahrgastzelle aus Carbon installiert. Diese Trennung ermöglicht es, auf derselben Plattform spätere mehrere Fahrzeuge zu bauen, außerdem ist die komplett aus Carbon gefertigte Fahrgastzelle so vor leichten Unfällen geschützt. Bei einem heftigen Unfall bietet sie weit überdurchschnittliche Sicherheit, weil sich der Überlebensraum für die Insassen in der Regel nicht verkleinert.

Trotz kompakter Abmessungen – Der i3 ist 3.845 Millimeter lang und damit nur rund 12 Zentimeter länger als ein MINI Hatchback R56 – soll das Stadtfahrzeug genügend Platz für vier Erwachsene in bequemen Einzelsitzen bieten. In Höhe und Breite überragt der i3 den MINI mit 1.537 respektive 2.011 Millimetern deutlich, der Radstand fällt mit 2.570 Millimeter rund 10 Zentimeter länger als beim MINI aus.

Trotz der größeren Abmessungen und des elektrischen Antriebsstrangs bringt der BMW i3 mit 1.250 Kilogramm kaum mehr Gewicht auf die Waage als der MINI mit Verbrennungsmotor. Im Vergleich zum Conversion Vehicle MINI E wird der i3 ein echtes Leichtgewicht, denn der Elektro-MINI bringt üppige 1.465 Kilogramm auf die Waage.

Der direkt oberhalb der angetriebenen Hinterachse untergebrachte Elektromotor des BMW i3 stellt praktisch permanent ein Drehmoment von 250 Newtonmeter zur Verfügung und leistet 125 kW (170 PS). Der leichte Hecktriebler soll so in 7,9 Sekunden die Marke von 100 km/h durchbrechen, die für den Stadtverkehr wichtigere Marke von 60 km/h fällt bereits nach 3,9 Sekunden. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit Blick auf die Reichweite elektronisch auf 150 km/h limitiert.

Die Batterien des i3 sind in der Bodengruppe untergebracht und werden mit Hilfe eines intelligenten Temperatur-Managements stets in einem optimalen Temperaturfenster gehalten. Davon profitiert neben der Reichweite im Winter auch die Dauerhaltbarkeit der Batterie erheblich. Komplett laden kann man die Batterie innerhalb von sechs Stunden an jeder gewöhnlichen Steckdose, mit Hilfe eines stärkeren Anschlusses sind 80 Prozent Ladung bereits nach einer Stunde realisierbar.

Im Alltag soll die Batterie für Reichweiten von 130 bis 160 Kilometer ausreichend sein, im FTP72-Zyklus sind sogar 225 Kilometer möglich. Für noch mehr Reichweite sorgt der optionale Range Extender REx: Hier treibt ein kleiner und angeblich äußerst laufruhiger Verbrennungsmotor einen Generator an, der eine Entladung der Batterie verhindert und den i3 REx somit auch für längere Strecken nutzbar macht.

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  • Spree

    Ich hoffe daß der Wert mit der Breite von 2011 mm nicht stimmt.
    Oder wenigstens von Außenspiegel zu Außenspiegel gemessen ist.
    Denn die Breite wäre ja Wahnsinn! Ein Mini ist 1683mm breit, mit Spiegel 1892mm!
    Ein BMW 7er hat 1902mm und 2134mm.
    Ein derart breites Stadtauto ist ein Witz, besonders mit Schmetterlingstüren.
    Ich hab das live bei einem Meriva gesehen, da wollten die hinteren Aussteigen, und haben nicht aussteigen können, weil es zu eng war.

  • Envision

    Ist Aussenspiegel-Aussenspiegel, also nicht so schlimm.
    Im Spiegel Online Forum zu i3/i8 fast nur Mecker/Mecker/Neid… wo soll das mit unserem Land noch hingehen, wenn Innovationen/Pioniergeist/Fortschrittgleich extreme destruktive Gegenreaktionen in der Bevölkerung hervorrufen

    • Bei dem Fahrzeug ist kein Fortschritt drin. 160km maximale Reichweite hat man schon vor 80 jahren gehabt. Klar man war nicht so schnell aber dennoch auch 1250kg sind nun kein leicht gewicht.
      Akkus sind ausserdem jetzt schon fast überholt und werden wohl mal wieder aussterben. Weil zu groß teuer und schwer.

  • Envision

    Ist Aussenspiegel-Aussenspiegel, also nicht so schlimm.
    Im Spiegel Online Forum zu i3/i8 fast nur Mecker/Mecker/Neid… wo soll das mit unserem Land noch hingehen, wenn Innovationen/Pioniergeist/Fortschrittgleich extreme destruktive Gegenreaktionen in der Bevölkerung hervorrufen

  • Spree

    Ok, trotzdem noch enorm breit, ein Meriva ist 2cm schmaler. Und diese Türen sin zwar schick, aber eben nicht praktisch. Wie gesagt, enge Parklücke, und ein Ausstieg ist nicht möglich, während es bei einer normalen Türanordnung noch gehen würde…
    Ausserdem ohne B-Säule, bin gespannt ob das so bleibt…beim Pfahlcrash sicher kein Problem, aber wenn von der Seite ein höheres Auto(AUV) kommt…

  • regenlager

    Fr

  • regenlager

    Fraglich ist eher, wieso ein so deklariertes Stadtauto 170PS benötigt und in 7,9sek auf 100 gehen muss. In einem Stadtauto wird man sich mit einer Beschleunigung unter 11sek nie zu langsam vorkommen, schon garnicht in Verbindung bei einem E-Motor, oder erachtet jemand einen 116d als zu langsam?

    • Anonymous

      Für die Stadt reicht der 116d völlig…

    • Der i3 wird das erste in Großserie gebaute Elektroauto der BMW Group und es geht dabei auch darum, die typischen Markenwerte vermitteln zu können. Dazu gehört Fahrspaß und eine souveräne Motorisierung, weshalb der i3 eben auch gewisse Fahrleistungen bieten möchte. Einen langsamen Stromer, der beschleunigt wie eine Wanderdüne, kann und will man nicht mit einem BMW-Logo verkaufen.

  • regenlager

    Wenn man BMW E87 116i oder 316i verkaufen kann, wieso sollte man dann einen gleichstarken bzw. gleichschnellen i3 nicht als BMW verkaufen können? Der große und stärkere E-Motor macht das Fahrzeug nur noch teurer, noch schwerer, benötigt mehr Baumraum und reduziert die Reichweite.

    • 116i, 316i & Co. sind Fahrzeuge, die ein sehr niedriges Faszinationspotential besitzen, auch wenn es keine schlechten Autos sind. Der BMW i3 soll faszinieren und dazu gehören eben auch Fahrleistungen. Man schafft es beim i3, eine Reichweite von 150 Kilometern in der Praxis (!) (Normzyklus über 200 Kilometer!) anzubieten und dank der Erfahrungen mit dem MINI E weiß man, dass das für die Zielgruppe völlig ausreichend sein wird. Eine noch größere Reichweite anzubieten, macht also für die angepeilte Zielgruppe keinen Sinn. Der aktuell verbaute E-Motor ist 40% kleiner als der des MINI E, der Platz ist also sicherlich kein Kriterium. Und was bitte heißt “noch schwerer”? Der i3 wiegt 1.250 Kilogramm, das ist für einen Viersitzer mit E-Antriebsstrang ein unheimlich guter Wert, aber darüber spricht mal wieder niemand…

      • Anonymous

        “Der i3 wiegt 1.250 Kilogramm, das ist für einen Viersitzer mit E-Antriebsstrang ein unheimlich guter Wert, aber darüber spricht mal wieder niemand…”

        Klar ist das defintiv eine Leistung aber auf der anderen Seite leider auch schlicht die Grundlage für die Elektromobilität als solche. Was würde es bringen, wenn der Hobel 1.700 kg schwer wäre und dann nur noch 30 km weit käme? Ist auch alles eine Frage der Relation.

        Zudem kann man einem 116i mit 40 k in der Hand auch einiges an Faszinationspotential und Leben einhauchen.

        • Na ich bin gespannt, ob die anderen Hersteller *diese* Grundlage der Elektromobilität auch bieten werden. Ein Purpose Built Vehicle hat noch kein anderer Großserienhersteller offiziell angekündigt und mit einem Conversion Vehicle bleibt ein solcher Wert unter Garantie unerreichbar.

          • Anonymous

            Oh ich hoffe aus dir spricht die Technikfaszination und nicht der Lobbyist.

            Klar haben die anderen (Premium)Hersteller diesbezüglich viel Nachholpotential. VW steckt aber schon in SGL mit drin und wenn die ersten i3 auf den Fabrikhöfen der Konkurrenz zerlegt werden, sind deren Erstlingswerke diesbezüglich sicher auch nicht von Pappe und besitzen möglicherweise ein größeres Faszinationspotential als es in meinen Augen der i3 besitzt. 

            Die Elektromobile der nächsten Dekade werden einem vergleichbaren Diesel sicher selten etwas vormachen können, folglich wird sich die massenhafte Verbreitung locker noch 1-2 Generationen i3 herauszögern.

            Die Elektromobile werden auch konzeptionell erst interessant, wenn sie Reichweiten eines aktuellen Benziners ohne Range Extender erreichen können, d.h. auf Langstrecke ohne den Einsatz von fossilen Brennstoffen auskommen. 

            Davon sind wir – und das ist überhaupt kein Vorwurf an BMW – noch ewig und drei Tage entfernt, weswegen der i3 für seinen Preis schon ein besonders überzeugendes Angebot werden muss.

            • Wieso sollte ich Lobbyismus betreiben? Ich besitze von keiner beteiligten Firma eine einzige Aktie und arbeite auch für keine in irgendeiner Form beteiligte Firma 😉

              Ich glaube nicht, dass E-Autos erst dann interessant werden, wenn sie die Reichweite eines aktuellen Benziners erreichen. E-Autos sind heute und morgen nicht dafür da, Benziner oder Diesel zu ersetzen, sie sollen sie nur ergänzen.
              Nicht nur bei BMW geht man davon aus, dass der Anteil von E-Fahrzeugen im Jahr 2020 bei höchstens 10 Prozent liegen wird. Niemand glaubt, dass man mit E-Autos von heute auf morgen Benziner oder Diesel ersetzen kann. Es ist der Beginn einer Entwicklung und BMW möchte hier von Anfang an Vorreiter und nicht Nachzügler sein, so einfach ist das.

              • Anonymous

                “E-Autos sind heute und morgen nicht dafür da, Benziner oder Diesel zu ersetzen, sie sollen sie nur ergänzen.”

                Dieser Auffassung sitzen die Automobilkonzerne fälschlicherweise fast komplett auf. Sie werden sie so bald als möglich ersetzen müssen, da nicht die Automobilindustrie, sondern die Natur die Ausbeutungsgrenzen für fossile Brennstoffe vorgibt. 

                Ausbeutbar mögen sie vll. noch einige Jahrzehnte sein aber dann praktisch unbezahlbar, womit sic auch die Verbrenner auf den Autohöfen die Felgen in die Radkästen stehen werden.

                • Niemand weiß einigermaßen genau, wann die fossilen Brennstoffe “alle” bzw. nicht mehr bezahlbar sind. In jedem Fall wird es nicht schaden, wenn man zu diesem Zeitpunkt schon zahlreiche Jahre Erfahrungen sammeln konnte. Dass es 2020 und auch 2030 noch nicht so weit ist, kann man nach aktuellem Stand als gegeben betrachten.

                  • Anonymous

                    Sagen wir es so… Wir laufen aktuell am Fördermaximum. Die Opec sollte durch höhere Förderraten die Ausfälle Libyens kompensieren und konnte nicht liefern. Deswegen durften Deutschland und Co. ihre Reserven auf die Weltmärkte schleudern.

                    Wenn sich Indien und China in ähnlichem Tempo weiterentwickeln kannst du dir an einer Hand ausrechnen, dass selbst schon 2020 der (Heizöl)Ofen weitestgehend aus sein könnte. 😉

                    Jungs / Mädels… Genießt eure Verbrenner solange ihr sie noch habt. =)

      • regenlager

        Trotz ihres so geringen Fazinationspotentials sind 116i oder 316i vermutlich die meistverkauften Modelle des jeweiligen Derivats. Zudem besteht das Fazinationspotential eines BMW sicherlicht nicht (mehr) nur ausschließlich in seiner Fahrdynamik.

        Wer soll überhaupt die Zielgruppe sein? Der i3 wird mit Sicherheit kein Sondernangebot werden (können), sondern preislich auf dem Niveau eines sehr gut ausgestatteten 120d liegen. Dieses Auto wird (wie alle E-Autos momentan) nur Anklang bei Leuten finden, die sich den i3 entweder als Zweitwagen hinstellen, oder bei Leuten die damit nach außen hin zeigen wollen, wie “grün” sie sind, entsprechndes Kapital in beiden Fällen vorausgesetzt. Echte Vorteile hat niemand durch ein Elektroauto.

        Aktuell gibt es weder die notwendige Infrastruktur, noch ist die Technik entsprechend ausgereift um die Vorteile des E-Autos zu nutzen. E-Autos sind zu teuer, zu unpraktisch, das nachladen problematisch die Reichweite in einigen Fällen zu gering. Und der Strom kommt eben nicht nur aus der Steckdose…….

        1250kg durch massivsten Einsatz von Kohlefaser, unglaublich. Was soll daran spektakulär sein? BMW versucht doch daurch nur die irrsinnigen Gewichtsnachteile der Batterie auszugleichen.
        Mag sein das der Motor 40% kleiner ist, ein Motor mit weniger Leistung wäre aber womöglich sogar 50% oder 60% kleiner. Platz ist IMMER ein Kriterium, davon gibt es in jedem Auto und gerade in einem E-Auto grundsätzlich zu wenig.

        • Ich hoffe, am Wochenende die Zeit zu finden, um weitere Beiträge zum Thema Nachhaltigkeit des i3 und auch zur Platzthematik / Packaging zu schreiben. Die haben sich dabei schon was gedacht, so viel sei vorweggenommen 😉

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