WTCC 2011: Chevrolet dominiert und feiert 2 Doppelsiege in Monza

Motorsport | 15.05.2011 von 9

Mit Ausnahme von Gabriele Tarquini im Seat Leon TDI ist es in dieser Saison noch keinem Piloten gelungen, die Siegesserie des Chevrolet Cruze 1.6T zu …

Mit Ausnahme von Gabriele Tarquini im Seat Leon TDI ist es in dieser Saison noch keinem Piloten gelungen, die Siegesserie des Chevrolet Cruze 1.6T zu unterbrechen und auch am heutigen Sonntag trug der siegreiche Fahrer einen blauen Overall. Sowohl im ersten als auch im zweiten Lauf sicherte sich Rob Huff den Sieg und unterstrich somit eindrucksvoll, dass der Weg zum Fahrertitel in diesem Jahr nur über ihn gehen wird. Nachdem er bereits bei allen bisherigen Rennen auf der Pole Position stand, gelang ihm nun auch als drittem Fahrer überhaupt das Kunststück, beide Läufe an einem Wochenende für sich zu entscheiden.

In beiden Läufen kam Yvan Muller in einem weiteren Cruze auf den zweiten Rang, das Podium komplettierte zunächst Tiago Monteiro im Seat Leon TDI, im zweiten Lauf schließlich Kristian Poulsen im BMW 320 TC. Weniger gut lief es für Tom Coronel, der sich im ersten Lauf den fünften Rang sicherte und im zweiten Lauf wohl wieder diese Position errungen hätte, wenn ihn nicht ein Reifenschaden in der letzten Runde auf den 15. Platz zurückgeworfen hätte.

In der Fahrerwertung liegen mit Robert Huff, Yvan Muller und Alain Menu drei Chevy-Piloten an der Spitze, aber noch deutlich wird die Dominanz des Cruze, wenn man sich vor Augen hält, dass der erste Nicht-Chevy-Pilot (Tiago Monteiro im Seat) weniger als die Hälfte der Punkte des Spitzenreiters hat. Auf den Positionen sechs und sieben liegen die beiden besten BMW-Piloten Kristian Poulsen und Tom Coronel mit 41 respektive 40 Punkten praktisch gleichauf, ihr Rückstand auf die Spitze scheint aber schon jetzt uneinholbar zu sein.

In der Konstrukteurswertung liegt Chevrolet mit 242 Punkten ebenfalls überdeutlich in Front, es folgen Seat mit 150, BMW mit 132 und Volvo mit 40 Punkten. Trotz des Ballastsystems ist momentan nicht davon auszugehen, dass es für die anderen Teams in dieser Saison noch sonderlich viel Grund zum Feiern gibt, aber man soll die Hoffnung ja nie aufgeben.

(Bilder & Infos: FIA WTCC)

  • Luc

    der Tom Coronel war ja so motiviert vor der saison, schwärmte von heckantrieb und seiner erfahrung damit, und vom ROAL team usw… aber nach einem guten start in brasilien ist nicht mehr viel kommen…
    des weiteren finde ich seine leistung im vergleich zu Michelisz wirklich schwach…
    Tom hatte alleine am montag in adria 300km getested, weitere 500km am donnerstag in monza… Michelisz hat vor 3 wochen sein erstes rennen in einem hecktriebler überhaupt absolviert und trotzdem fährt er dem tom in zolder und besonders in monza um die ohren…

  • Anonymous

    Worin begründet sich eigentloch die Dominanz von Chevrolet, bzw. die Unterlegenheit von BMW? In den letzten Saisonen hat bei einer Niederlage von BMW (meistens gegen Seat) ja immer das ungleiche Reglement zwischen Benzin/Diesel herhalten müssen. Davon kann ja heuer nicht die Rede sein.

    Chris

    •  1. Chevy ist ein Werksteam. Drei Fahrer arbeiten gemeinsam an einem perfekten Setup, unterstützen sich im Qualifying mit Windschatten etc. – bei den anderen Teams kocht jeder Fahrer mehr oder weniger sein eigenes Süppchen.
      2. Der Cruze ist das jüngste Auto im Feld und er war auch im letzten Jahr schon sehr stark. Das Fahrzeug wird weiterentwickelt und es steht erheblich mehr Geld dafür zur Verfügung als bei den anderen Teams. Der BMW basiert auf dem 320si und ist einige Jahre alt, wobei in letzter Zeit kaum noch entwickelt wurde (schon zu Zeiten, als RBM noch das einzig verbliebene Werksteam war).
      3. Man könnte auch sagen “Es gibt keinen Wettbewerb”: http://www.motorsport-total.com/wtcc/news/2011/05/Mampaey_Es_gibt_keinen_Wettbewerb_11050507.html

      • Anonymous

         “3. Man könnte auch sagen “Es gibt keinen Wettbewerb””

        Wodurch die nächste Rennserie witzlos wird. Schade wenn die Titel so inflationär verschenkt werden.

        • Luc

          der Benny hat schon recht…
          ich respektiere chevy für den guten wagen den sie gebaut haben, im gegensatz zu seat die nur vom diesel-reglement profitiert haben… (wie übrigens der ganze vw-konzern der nur mit alternativen krafstoffen rennsport betreibt um sich einen vorteil zu verschaffen)
          man hat auch gesehen dass die seat auf den geraden teilweise so schnell wie die bmw waren, laut seat aussage hat man aber einen leistungsdefizit vun 40 ps gegenüber den turbo-benziner (320ps vs 280ps)… alles nur Bullshit

      • Anonymous

        Vielen Dank für die Antwort!

        Ich finds schade, dass BMW die Tradition im Tourenwagensport nicht mit mehr Energie weiterführt/weitergeführt hat.

        Chris

  • sorin caius

    Diese traurige Entwicklung ist mir persönlich als langjähriger   BMW-Fan unverständlich. Den Formel 1 -Ausstieg habe ich noch verschmerzt bzw. nachvollziehen können aber das ist definitiv eine Ohrfeige.
    Die Serien Top-Varianten hinken  der Konkurrenz deutlich hinterher  ( Mercedes & Porsche). BMW ist gerade dabei traditoinelle Werte unwiderruflich zu zerstören. Wenn nur noch der cash-flow die die Ausrichtung der Marke bestimmt dann ” Gute Nacht”.

    • Anonymous

       Zumal die WTCC ja angenehm nah an der Serie ist. Bei der DTM wo sie nächstes Jahr an den Start gehen, fahren ja nur noch Silhouetten durch die Gegend… 

      • Luc

        ist schon richtig, aber auch wenn bmw nicht mehr werksseitig in der wtcc vertreten ist, werden sie in zukunft ein S2000 fahrzeug im angebot haben und es ihren kunden zur verfügung stellen

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