BMW Vision ConnectedDrive bringt die Zukunft nach Genf

Concept Cars | 10.02.2011 von 25

Bereits vor ein paar Tagen hat BMW mit einem Teaser-Video auf eine Studie aufmerksam gemacht, die auf dem Genfer Automobilsalon ihre Publikumspremiere feiern wird und …

Bereits vor ein paar Tagen hat BMW mit einem Teaser-Video auf eine Studie aufmerksam gemacht, die auf dem Genfer Automobilsalon ihre Publikumspremiere feiern wird und von der es nun endlich Bilder und ausführliche Infos gibt. Wie der Name BMW Vision ConnectedDrive schon vermuten lässt, geht es vor allem um die Demonstration aktueller und zukünftiger Möglichkeiten der mobilen Vernetzung von Fahrer, Fahrzeug und Umwelt.

Der Roadster soll aber nicht nur mit seiner Technik begeistern, sondern auch mit seiner Optik. Wir sehen einen zweisitzigen Roadster mit klassischen Proportionen: lange Motorhaube, langer Radstand, weit nach hinten versetzte Fahrgastzelle, kurzes Heck. Über die Motorisierung schweigt sich BMW aus, denn im Grunde dient die attraktive Hülle nur dazu, der ConnectedDrive-Technologie eine sehenswerte Heimat zu bieten.

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Bei der Fahrzeuggestaltung war die Basis dann auch nicht das Design des Fahrzeugs, sondern schlicht und ergreifend der im Fahrzeug sitzende Mensch: Das Auto und seine Funktionen sind konsequent um die Bedürfnisse von Fahrer und Beifahrer herum konzipiert.

Der Innenraum ist in drei Ebenen untergliedert, die jeweils eines der drei großen Themen symbolisieren sollen: Komfort, Infotainment und Sicherheit. Diese Layer-Technik kam auch beim BMW Vision EfficientDynamics von der IAA 2009 zum Einsatz und wie wir wissen, geht dieses Fahrzeug 2014 in Serie. BMW selbst sagt dazu:

„Layering“ umschreibt eine neue Herangehensweise an Gestaltung und Formensprache der BMW Group, der den bisherigen Umgang mit Flächen, Fugen und Materialien neu definiert. Durch die Arbeit mit verschiedenen Schichten (Layer), organischen Radien und Flächen bricht Layering große Volumina, wie beispielsweise die Instrumententafel, auf und lässt so Freiräume für Funktionen wie Belüftung, Bedienelemente oder Ablagen entstehen. Das Ergebnis ist eine moderne und organische Ästhetik, die leicht und emotional wirkt.

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Alle drei Layer zeichnen sich durch eine eigenständige Lichtinszenierung aus, die sich durch die Farbgebung, den Rhythmus, die Bewegung und die Textur unterscheiden. Transparente Flächen und Lichtleiter erlauben es, den Weg von Informationen durch das Fahrzeug nachzuvollziehen.

Sicherheit – Fokus auf die Fahraufgabe

Zum Thema Sicherheit werden in der Studie vor allem neue Fahrerassistenzsysteme präsentiert: Das Fahrzeug gibt in bestimmten Situationen sicherheitsrelevante Informationen an den Fahrer weiter und trägt so aktiv zur Sicherheit bei. Diese Ebene umschließt den Fahrer unmittelbar und wird auch durch den in die Motorhaube integrierten “Cone of Vision” ergänzt: Dieser Kegel symbolisiert den Fokus des Fahrers auf die Straße und steht außerdem für die Verdichtung von Informationen hin zum Fahrer.

Die wichtigsten Informationen für die Fahrt sieht der Fahrer im Head-Up Display, ergänzende Infos werden auf einem frei programmierbaren, dreidimensionalen Kombiinstrument angezeigt. Die Studie erkennt mit zahlreichen Sensoren die Umgebung des Fahrzeugs und informiert den Fahrer, falls andere Fahrzeuge, Menschen oder Tiere beachtet werden müssen.

An der Front spielen hierbei die Scheinwerfer die wichtigste Rolle, denn in die “Augen” des Fahrzeugs sind alle Sensoren integriert. Einen ähnlichen Ansatz hat man auch am Heck verfolgt, denn einschließlich diverser Kameras ist die komplette Sensorik hier in den Rückleuchten untergebracht.

Infotainment – Verbindung statt Trennung

Der zweite Layer befasst sich mit dem Thema Infotainment und umgibt den Sicherheits-Layer. Der Aktionsbereich wird hier zudem auf den Beifahrer ausgeweitet, denn natürlich hat auch dieser ein Interesse an Infotainment, während die sicherheitsrelevanten Informationen allein den Fahrer betreffen.

Der Infotainment-Layer umschließt auch räumlich beide Sitze und fördert so auch die Interaktion und den Austausch zwischen Fahrer und Beifahrer. Zentrales Element ist eine mittig hinter den Kopfstützen hinter Plexiglas untergebrachte Empfangsantenne, von der aus die Informationen auch optisch zu Fahrer und Beifahrer fließen.

Direkt vor dem Beifahrer befindet sich auch ein Passenger Information Display, das im ausgeschalteten Zustand komplett unsichtbar ist. Berührt man die darunterliegende Touch-Fläche aus transparentem Stoff, erwacht das Display zum Leben und eröffnet dem Beifahrer zahlreiche Entertainment-Optionen.

Komfort – Die Kommunikation von Fahrzeug und Umgebung

Die dritte Ebene widmet sich der Kommunikation zwischen dem Fahrzeug selbst sowie Fahrer und Beifahrer mit der Umgebung. Anstelle der Außenspiegel besitzt das Concept Car BMW Vision ConnectedDrive zwei finnenförmige Antennen, die die Verbindung zur Datenwelt außerhalb des Fahrzeugs symbolisieren. Navigation, Verkehrsdaten und mobiles Internet dienen der Aufnahme von Daten ins Fahrzeuginnere, umgekehrt werden aber auch Daten abgegeben.

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