BMW hat seine Position als erfolgreichster Anbieter von Premium-Automobilen in Europa auch im 1. Halbjahr 2026 souverän verteidigt. Wie die Absatz-Zahlen des Europäischen Automobilhersteller-Verbands ACEA zeigen, konnte BMW knapp 14.000 Fahrzeuge zusätzlich verkaufen und den EU-Absatz damit um 4,3 Prozent steigern. Der Vorsprung auf Mercedes wurde damit noch etwas größer, denn die Stuttgarter wuchsen mit einem Plus von 3,5 Prozent etwas langsamer und kamen in der EU auf 286.445 Einheiten. Etwas kleiner wurde der Abstand zwischen BMW und Audi, denn die Ingolstädter legten um 7,8 Prozent zu und rücken mit 284.194 Einheiten eng an Mercedes heran.
Betrachtet man neben den Ländern der EU auch Großbritannien und den EFTA-Raum mit Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz zeigt sich ein insgesamt ähnliches Bild: BMW liegt mit 414.591 Neuzulassungen im 1. Halbjahr 2026 klar an der Spitze, denn die beiden wichtigsten Verfolger im Premiummarkt haben über 60.000 Einheiten Rückstand. Audi hat dabei Mercedes überholt und liegt nun mit 352.833 Einheiten knapp vor den 346.033 Fahrzeugen mit Stern. Zählt man auch die Marke MINI hinzu, kommt die BMW Group in Europa auf einen Gesamtabsatz von 510.639 Einheiten und liegt auf Kurs für einen siebenstelligen Wert im Gesamtjahr.

Über alle Hersteller hinweg ist der Anteil der Elektroautos erneut klar gestiegen: In den Ländern der EU lag die BEV-Quote im 1. Halbjahr 2026 bei 20,7 Prozent, womit erstmals mehr als jedes fünfte Auto ohne Verbrennungsmotor ausgeliefert wurde. Noch etwas höher ist der Elektro-Anteil bei der erweiterten Europa-Betrachtung, denn inklusive EFTA und UK liegt die europäische BEV-Quote sogar bei 22,2 Prozent.
Großen Anteil daran hat Norwegen, wo Elektroautos in den ersten sechs Monaten für unglaubliche 97,6 Prozent der Neuzulassungen standen. Enorm hoch ist der BEV-Anteil beispielsweise auch in Dänemark, wo fast 80 Prozent der Neuwagen als Elektroauto verkauft werden. Ganz anders ist es um die Elektro-Nachfrage in Osteuropa bestellt, hier dominieren auf den meisten Märkten weiterhin die Verbrenner.
